DoktorFurti

Inspiration für Millennials

Doktor Furti schreibt seit Ende März 2019 im Rahmen der Kolumne "Inspiration für Millennials“ für „Die Presse“.

Dabei präsentiert Doktor Furti in seinen Beiträgen, wie Du Deine Persönlichkeit entwickeln kannst.

Aktuelle Beitragsliste

Berufswahl? Entdecke Dich selbst

Inspiration für Millennials #93. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Inwiefern hast Du Dein Interesse bereits entdeckt?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Schritt für Schritt Deinen künftigen Berufsweg findest. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du Dein Interesse für Deinen zukünftigen Job entdeckst.

Zu viele Ablenkungen?

Millennials stehen gegenwärtig vor der großen Aufgabe, ihre beruflichen Interessen zu entdecken. Dies stellt nicht nur aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die durch die neuen sozialen Medien bestehen, eine Herausforderung dar, sondern vor allem die Vielzahl an tatsächlichen Möglichkeiten in der realen Welt führen dazu, dass man schnell den Überblick verlieren kann.

Mangelnde Intensität

Eine zentrale Implikation eines „oberflächlichen“ Interesses an einer bestimmten Sache – in unserem Fall einem Beruf – ist die mangelnde Intensität mit der sich Menschen einer Tätigkeit widmen. Kennst Du das nicht auch? Wenn Du Dich für ein Thema nur ein wenig interessierst, fehlt Dir die Motivation Dich richtig reinzuhängen und so Du kannst bei weitem nicht Dein Bestes geben.

Deine Leichtigkeit geht verloren

Diese fehlende Zugkraft kann gravierende Folgen haben, sowohl während der Ausbildung, als auch später im Job. Du verlierst die spielerische Leichtigkeit, mit der sich Aufgaben fast von allein erledigen. Anstatt mit Freude in den Tag zu starten, kann so Tristesse, Eintönigkeit und Langeweile einkehren. Es kann Dir dann auch passieren, dass sich diese fehlende Leichtigkeit durch einen Widerwillen und eine innere Ablehnung gegen bestimmte Tätigkeiten äußert.

Brauchst Du (eine) Orientierungszeit?

Einige Millennials nehmen sich daher bewusst eine Auszeit, um während eines Freiwilligenjahrs als Entwicklungshelfer im Ausland oder als Sanitäter im Inland Antworten auf ihre offenen Fragen zur Berufswahl zu finden. Diese Orientierungszeit kann einen großen Mehrwert mit sich bringen, weil Du durch die Tätigkeiten neue Einsichten gewinnst und so Deine beruflichen Interessen geformt werden.

Entdecke Dich selbst

Viele Millennials brauchen unterschiedlichste Erfahrungen, um bewusster berufliche Entscheidungen treffen zu können. Diese Erfahrungen kannst Du sammeln, indem Du ins Ausland gehst oder bei einem Unternehmen anheuerst. Das ist aber kein Muss! Manchmal reicht es schon aus, wenn Du an einem Vortrag oder an einem Workshop teilnimmst, um Deine berufliche Positionierung zu finden. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Inwiefern hast Du Dein Interesse bereits entdeckt?“

 

Schreibe Deine Überlegungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller@wu.ac.at

Die Inspiration für Millennials #94 gibt es am 4. März!

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Berufswahl? Eliminiere Deine beruflichen No-Gos

Inspiration für Millennials #92. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Berufswege kommen für Dich nicht in Frage?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig es ist, dass Du trotz externer Widerstände Deinen eigenen Weg gehst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du Schritt für Schritt Deinen künftigen Berufsweg findest.

Berufswahl

In einer Welt voller Möglichkeiten sind die passende Berufswahl und die damit verbundenen Entscheidungen wichtige Fragestellungen. Deshalb können sich Millennials, die ihr berufliches Ziel bereits kennen, glücklich schätzen. Sie können sich nämlich so langsam, wie eine Schildkröte, fortbewegen und werden ihr Ziel trotzdem erreichen.

Orientierungslos?

Solltest Du hingegen aufgrund der Fülle an Angeboten und Deiner vielfältigen Interessen noch keine passende Entscheidung treffen können, dann kannst Du Dich so schnell, wie ein Löwe, bewegen und wirst trotzdem nicht an Deinem Ziel „ankommen“. Deshalb ist es wesentlich, dass Du Dich sukzessive – auch wenn Du beruflich noch vollkommen orientierungslos bist – Deinem Idealberuf annäherst.

Liste Deine beruflichen No-Gos auf

In einem ersten Schritt ist es wesentlich, dass Du alle beruflichen Felder auflistest, die nicht zu Dir passen. Diese Jobs, für die Du weder die Begabung noch ein Minimum an Interesse mitbringst, dienen Dir auf der Suche nach Deinem Job als eine erste Orientierungshilfe.

Eliminiere Deine No-Gos

Durch die Eliminierung jener Berufe, die für Dich keinesfalls in Frage kommen, schaffst Du Dir auf der Suche nach Deinem zukünftigen Job Sicherheit und eine solide Basis. In einer Zeit, die von Unsicherheit, Zweifel und Unvorhersehbarkeit geprägt ist, schafft diese Sicherheit einen großen Mehrwert. So kannst Du Deine Persönlichkeit stärken und zu Dir selbst finden. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welche Berufswege kommen für Dich nicht in Frage?“

 

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Berufswahl? Nütze den Gegenwind wie Anna

Inspiration für Millennials #91. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie überzeugt bis Du von Deinem Weg?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig es ist, an Dich zu glauben. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, warum es zentral ist, dass Du trotz äußerer Widerstände Deinen Weg gehst.

Berufswahl

Sich für einen Beruf zu entscheiden, ist eine schwierige Herausforderung, da es aufgrund der schier unendlichen Möglichkeiten eine große Kunst darstellt, seinen eigenen Weg zu finden. Insofern hatten es die Generationen vor Dir deutlich leichter, weil die beruflichen Möglichkeiten überschaubar waren.

Unterstützung der Eltern

Die wichtigsten Personen in Deinem Umfeld sind Deine unmittelbaren Bezugspersonen, wie zum Beispiel Deine Eltern. Sie wünschen Dir von Herzen, dass Du den bestmöglichen Weg gehst. Daher ist es in der Regel so, dass sie Dich bei der Wahl Deiner Ausbildung unterstützen und beraten.

Widerstände

In einigen Gesprächen berichten mir junge Menschen, dass ihnen vertraute Personen von einer für sie passenden Berufsentscheidung abraten. Diese Widerstände, die gut gemeint sind, betreffen häufig Wege in Genres, deren Erfolgschancen mäßig sind.

Heftiger Gegenwind

Das hat auch Anna erlebt, die unbedingt Musikmanagement studieren wollte und deren Eltern sich vehement gegen ihre Entscheidung ausgesprochen haben. Schließlich handelt es bei diesem Genre um ein zu spezifisches Berufsfeld, in dem die Erfolgschancen „unterirdisch“ sind. Die Ratschläge der Eltern stützten sich vor allem auf die Geschichte der Tochter einer Bekannten, die wiederum die Freundin einer Bekannten ist, die bereits in der Musikbranche gescheitert ist. Diese macht nun eine Ausbildung zur Elementarpädagogin.

Widerstände als Chance

Solche Argumente sind – auch wenn Du sie in diesem Moment nicht hören willst – gut gemeint. Dein engstes Umfeld möchte Dich beschützen und Dich vor einer möglichen Enttäuschung bewahren. Daher ist es wichtig, die vorgebrachten Standpunkte nicht als Angriff Deiner Person wahrzunehmen, sondern als Chance zu sehen, die Dich noch einmal hinterfragen lässt, ob Deine Entscheidung wohl die Richtige sei.

Reflektiere die Entscheidung

Daher ist es wesentlich, die Widerstände mit einem zeitlichen Abstand, wenn Deine Gefühle bereits abgeklungen sind, noch einmal zu reflektieren. Sei dabei offen für alle Ergebnisse. Wenn Du nun selbst an Deinem zuvor gehegten Berufswunsch Zweifel bekommst, dann bist Du klüger geworden. Sollten die Widerstände Deinen Traum sogar verstärkt haben, dann kannst Du mit Zuversicht und innerer Stärke Deinen Weg gehen.

Aus Gegenwind wird Rückenwind

Die junge Anna war von ihrem Weg so überzeugt, dass sie zum Studium der Musikbranche nach Berlin gegangen ist. Mittlerweile arbeitet sie bei einem bekannten Musik-Label und vermarktet namhafte Künstler, die in großen Stadien auftreten. Der Gegenwind ist bei ihr damit zum Rückenwind geworden. Das kann auch bei Dir der Fall sein. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie überzeugt bis Du von Deinem Weg?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Berufswahl? Glaub an Dich

Inspiration für Millennials #90. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie sehr glaubst Du an Deine Entscheidungen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Dein Vertrauen in Dich stärkst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig es ist, an Dich zu glauben.

Welche Ausbildung?

In Österreich musst Du mit 14 Jahren Entscheidungen treffen, die Deinen späteren Lebensweg enorm beeinflussen, denn durch die Wahl Deines Schultyps bzw. Deines Ausbildungsplatzes wird bereits ein erster, zentraler beruflicher Meilenstein gelegt.

Problematische Entscheidung

Kritiker dieses dualen Systems, die eine einheitliche Ausbildung auf europäischer Ebene forcieren, sehen durch diese Weggabelung eine Überforderung junger Menschen und ihrer Eltern. Sie stützen ihre Argumentation darauf, dass Teenager noch nicht über genügend Informationen oder Wissen verfügen und noch viele ihrer Interessen unentdeckt sind, um die richtige Entscheidung für ihre spätere berufliche Zukunft treffen zu können.

Stärken des Systems

Ich persönlich sehe im dualen Ausbildungssystem eine Stärke, da junge Menschen sowohl in berufsspezifischen Fragestellungen als auch in allgemeinbildenden Fächern eine hohe Kompetenz erlangen. Davon profitieren die Millennials, denen in den Unternehmen und in den Hohen Schulen des Landes, wie Universitäten, so alle Türen offenstehen.

Berufsentscheidung

Deine Entscheidung sollte natürlich eine wohlbedachte Entscheidung sein, die zu Deinen Fähigkeiten und Fertigkeiten passt und Dir somit viele Möglichkeiten im Leben eröffnet. Daher werden Dir wahrscheinlich nahestehende Menschen gut gemeinte Ratschläge mit auf den Weg geben.

Regiert Geld die Welt?

Diese Empfehlungen können von einer IT-Ausbildung – weil gegenwärtig alles im Fokus der Digitalisierung steht – bis zu einer Ausbildung im Finanzbereich – ganz nach dem Motto Geld regiert die Welt – reichen.

Rat-Schläge?

Die Empfehlungen können Dir ein guter Wegweiser sein, weil Du mehr Orientierung bei den vielfältigen und damit schier unübersichtlichen beruflichen Möglichkeiten bekommst. Die gut gemeinten Rat-Schläge können sich aber – im wahrsten Sinne des Wortes – zu Schlägen entwickeln. Das passiert, wenn sie ganz und gar nicht mit Deinen allgemeinen oder beruflichen Interessen korrelieren und Du lediglich einem beruflichen Mainstream hinterherläufst, der momentan in Mode ist.

Glaub an Dich

Wichtig für Dein Leben ist damit nicht immer die Empfehlung von anderen Menschen – auch wenn sie noch so gut gemeint ist – sondern die Kunst, an Deinen Weg zu glauben und diesen für Dich zu finden. Auch wenn Dein berufliches Ziel auf den ersten Blick einem Orchideenfach zuzuordnen ist, triff trotzdem die für Dich passende Entscheidung. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie sehr glaubst Du an Deine Entscheidungen?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Rückschläge? Hab Vertrauen in Dich

Inspiration für Millennials #89. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie sehr vertraust Du Deinen Stärken?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Menschen dazu bringst, Dir zu vertrauen. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du Dein Vertrauen in Dich stärkst.

Vertrauen ist Zutrauen

Menschen, die Dir vertrauen, werden Dich mit komplexen Aufgaben beauftragen und Dich letztlich auch bei Beförderungen berücksichtigen. Vertrauen ist demnach das Zutrauen, dass Du mit Deinen Fähigkeiten die übertragenen Aufgaben zuverlässig und den Erwartungen entsprechend erledigen kannst.

Menschen vertrauen Dir

Das entgegengebrachte Vertrauen stellt eine große Wertschätzung Deiner Person dar. Auch wenn Dir dieses Kompliment selten offen kommuniziert wird, ist es wichtig, dass Du diese Form der Rückmeldung erkennst und Dein Selbstvertrauen durch diese Art der Anerkennung stärken kannst.

Selbstvertrauen

Für ein langfristig, funktionierendes Zusammenarbeiten ist Vertrauen grundlegend. Wichtig ist aber auch, dass Du Dir vor allem selbst vertraust! Das ist eine Kompetenz, die besonders in durchwachsenen Zeiten wie diesen sehr gefragt ist.

Rückschläge

Selbstbewusst zu agieren – also Dir selbst zu vertrauen – und davon überzeugt zu sein, dass bestimmte Handlungen auch zu dem erwarteten Ergebnis führen, kann in Zeiten von Rückschlägen, herausfordernd sein. Die Relevanz dieses Phänomen wird besonders in Zeiten der Pandemie – in denen kein Stein auf dem anderen geblieben ist – deutlich.

Die Gefahr in der Krise

Die Konzentration vieler Bereiche in den eigenen vier Wänden, hat die Menschen gefordert und zum Teil Krisen höchsten Ausmaßes – wie private Trennungen oder Jobverlust – erleben lassen. Die Pandemie hat viele Menschen zum Teil erheblich durchgebeutelt und aus den gewohnten Fahrbahnen geworfen.

Die Macht der Krise

In Krisen, so bitter sie im Einzelfall sein mögen, steckt aber zugleich ein unheimliches Potenzial der Erneuerung. So vertritt der Philosoph Konrad Paul Liessmann die Position, dass der Mensch durch Krisen die Gelegenheit bekommt, zu erfahren, wie viel Kraft er wirklich hat. Schließlich, so meint er weiter, reifen wir durch Grenzerfahrungen und nicht in der Komfortzone.

Blicke zurück

Wir feiern in wenigen Tagen das friedliche Weihnachtsfest und eine Woche später den Jahreswechsel. Damit ist auch die Zeit gekommen, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Fokussiere Dich dabei aber nicht auf die Niederlagen und Krisen, sondern mache Dir Deine Fortschritte und letztlich Deine Stärken bewusst, die Dich die Krise gelehrt haben.

Hab Vertrauen in Dich

Wichtig für Deine Zufriedenheit und auch Deine künftigen Leistungen ist nämlich nicht die Tatsache, ob Du eine Krise erlebt hast, sondern wie sie Dich gestärkt hat. Grundlegend für Deinen Kompetenzaufbau ist daher, aus Krisen zu lernen und daraus die Fähigkeit mitzunehmen, auch künftige Herausforderungen zu meistern. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie sehr vertraust Du Deinen Stärken?“

 

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Die Inspiration für Millennials #90 gibt es am 7. Jänner!

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Misstrauisch? Sei berechenbar

Inspiration für Millennials #88. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie berechenbar bist Du?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Dein Team durch geschickte vertrauensbildende Maßnahmen zusammenschweißt. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Menschen Dir vertrauen.

Vertrauen als hoher Wert

Menschen vertrauen zu können, hat für mich einen besonders hohen Stellenwert. Jemanden zu vertrauen bedeutet nämlich, sich auf den Menschen verlassen zu können. So genießen beispielsweise Feuerwehrleute in den Vertrauensindizes besonders hohe Werte, weil sie das Haus anderer nicht anzünden, sondern das Feuer löschen. Vertrauen bildet also eine fruchtbare Basis für menschliches Zusammenleben.

Skeptisch?

Vertrauen in einen Menschen zu haben, ist aber keine Selbstverständlichkeit. So kennen wir alle im beruflichen und im privaten Umfeld Menschen, denen wir misstrauen. Diesen Personen begegnen wir mit einer bewussten oder unbewussten Skepsis, weil wir die Unzuverlässigkeit wahrnehmen. Wir stellen ihnen somit nicht unser gesamtes Wissen zur Verfügung. Dies wirkt sich letztlich negativ auf die Gesamtperformance des Unternehmens aus.

Gründe fürs Misstrauen

Die Gründe für ein Misstrauen können unterschiedlicher Natur sein. Sie können sich beispielsweise in der Persönlichkeit des Gegenübers begründen. Ist das bei Dir der Fall, darfst Du es Deinem Gegenüber nicht verübeln, da sein Verhalten nicht böse gemeint ist. Es gelingt Deinem Gegenüber aufgrund seiner persönlichen Dispositionen schlichtweg nicht, vertrauensvoll zu agieren.

Manipulativ

Deutlich verwerflicher ist es, wenn ein Mensch manipuliert wird, damit sein Gegenüber Macht aufbauen oder an wertvolle Informationen kommen kann, die im Vertrauen weitergegeben wurden, und so die Öffentlichkeit gelangen. Daraus resultiert vor allem Enttäuschung und ein Gefühl des Ausgenutztwerdens.

Das Resultat zählt

Die Ursachen für Dein Misstrauen – auf welchen Beweggründen sie auch immer basieren mögen – sind für Deine Arbeitstätigkeit von untergeordneter Bedeutung. Für Dich zählt das Resultat: Mit einer Beziehung, die auf Misstrauen basiert, kann langfristig keine fruchtbare Zusammenarbeit entstehen.

Mache es besser

Arbeitest Du in einem Umfeld, das von Misstrauen geprägt ist, dann ist es wesentlich, aus den Gegebenheiten zu lernen und vertrauensvolle Arbeitsbeziehungen zu schaffen. Die Basis dafür findest Du jedoch nicht bei anderen, sondern legst DU mit Deinem Verhalten selbst!

Vertrauensvolle Beziehungen

Die Menschen sollen wissen, woran sie bei Dir sind. Dafür musst Du weder ein komplexes Verhalten an den Tag legen, das nicht gedeutet werden kann, noch musst Du bewusst Kollegen gegeneinander ausspielen. Es reicht, wenn Du berechenbar agierst.

Sei berechenbar

Wenn Du mit Deinem Team gute oder gar außergewöhnliche Leistungen erbringen möchtest, dann ist es von grundlegender Bedeutung, berechenbar zu sein. Dadurch kann der Fokus auf die Arbeit eines Menschen gelegt werden. Für Deine Kollegen ist es dadurch nicht mehr erforderlich, sich den Kopf über zwischenmenschliche Spiele zu zerbrechen, sondern sie können sich ganz der Arbeit widmen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie berechenbar bist Du?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Teuer? Sei geschickt bei vertrauensbildenden Maßnahmen

Inspiration für Millennials #87. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie schweißt Du Dein Team zusammen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, warum Vertrauen grundlegend für eine gute Arbeitsleistung ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du Dein Team durch geschickte vertrauensbildende Maßnahmen zusammenschweißt.

Teuer?

Ein Tag im Klettergarten oder beim Rafting auf einem reißenden Fluss kann für die Teilnehmer zweifelsohne ein prägendes Erlebnis sein und die Kohäsion im Team verbessern. In der Realität fehlen dafür in der Regel die Zeit und das Geld, denn große Events sind zeitintensiv und teuer. Das ist der eine Aspekt.

Ohnmächtiger Millennial?

Der andere ist, dass Du als Millennial zur Durchführung von Events weder über die dafür erforderliche Personalverantwortung noch über Budgetressourcen verfügst. Du könntest Dich somit als ohnmächtiger junger Mensch bezeichnen. Trotzdem ist es wichtig, dass Du Deinen Einfluss, den Du als Millennial hast, nützt.

Eine Herausforderung

Vor ein paar Jahren wollte ein Institutsleiter, wichtige und interessante Stakeholder seines Instituts wie Partnerfirmen, Freunde und Kollegen zu einem besonderen Abend einladen. Jedoch verfügte der Institutsleiter über kein Budget für einen solchen Abend. Daher sind sämtliche Überlegungen für große Events, wie eine gemeinsame Bootsfahrt von Wien nach Bratislava, vor allem an Kostengründen gescheitert.

Sei geschickt

Daraufhin hatte ein junger Assistent die Idee, von einer externen Veranstaltung abzusehen und für das Event die schöne Terrasse des Instituts, die Platz für 30 Personen bietet, zu nutzen. Es war Juni und wenn das Wetter mitspielt, steht einem ungezwungenen Abend nichts im Wege, so die Überlegung des Millennials.

Unvergesslicher Abend

Serviert wurden weder Champagner noch ein warmes Buffet – dazu hätte das Budget nicht ausgereicht – sondern Wein, Bier, Wasser und Liptauer – sowie Grammelschmalzbrote, die selbst geschmiert wurden. Das ungezwungene „Get together“ wurde in der Tat zu einem besonderen Abend, an den sich noch heute alle Beteiligten gerne erinnern.

Die Macht des Einfachen

Das Einfache, das durch die servierten Spritzer und die Schmalzbrote symbolisiert wurde, hat sich auf die Stimmung übertragen. Diese war von einer Lockerheit geprägt, die neue Wege ermöglicht hat und der laue Sommerabend hat sein Übriges dazu beigetragen. Der Abend war ein voller Erfolg.

Schweiße Dein Team zusammen

Dieser Abend, der durch Schlichtheit in einer vertrauensvollen Umgebung geprägt war, hat sich zu einem Austausch entwickelt, der in Erinnerung geblieben ist. Dabei hat diese Veranstaltung weder hohe Ausgaben noch einen großen Aufwand bei der Vorbereitung verursacht. Ausschlaggebend war lediglich der Mut, unkonventionelle Ideen umzusetzen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie schweißt Du Dein Team zusammen?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Schwierige Aufgabe? Schaffe eine Vertrauensbasis

Inspiration für Millennials #86. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie sehr vertraust Du Deinem Team?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig die Beziehungsorientierung im Job ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, warum das Vertrauen im Team für eine gute Arbeitsleistung grundlegend ist.

Vergeudete Arbeitszeit?

Menschen sind vor allem am Fortschritt und dem Ergebnis ihrer Arbeit interessiert. Aufgrund dieser Tatsache wurde ich vor kurzer Zeit von einem Millennial gefragt, warum er sich in seinem Job Zeit für vertrauensbildende Maßnahmen nehmen soll. Schließlich ist er vor allem am Voranbringen seiner Arbeitsergebnisse interessiert. Ein Termin, der zum Kennenlernen dient, stellt somit in seinen Augen eine reine Zeitverschwendung dar und ist daher für ihn nicht sinnvoll.

Bewältige große Aufgaben

Für Routinearbeiten sind vertrauensbildende Maßnahmen in der Tat nicht unbedingt notwendig; jedoch tragen sie zur Verbesserung des Arbeitsklimas bei. Dies ist zum einen für den Arbeitsalltag sehr wichtig und stellt zum anderen ein gutes Investment für die weitere Zusammenarbeit dar. Bei großen und schwierigen Aufgaben, die Du mit Deinen Kollegen bewältigen musst, lohnt sich jede Minute, die Du für das Zusammenschweißen Deines Teams aufbringst.

Bilde ein diverses Team

Diese Erkenntnis beschreibt der US-amerikanische Transformationsforscher John Kotter in seinem Buch „Das Pinguin-Prinzip“. Hier erzählt er eine Fabel, in der Pinguine vor dem Problem stehen, dass ihre Lebensgrundlage – ein Eisberg – zu schmelzen beginnt. Daher bilden sie um das Pinguinoberhaupt Louis ein Team, das aus jungen und älteren, pragmatischen und eher philosophierenden Pinguinen besteht, um eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Sei weise

Entscheidend für die Lösung des Problems ist die Weisheit des Chefpinguins: Er beginnt nicht mit einem Meeting, um das Problem zu lösen, sondern er hebt einen Flügel und fragt in die versammelte Runde: „Möchte jemand Tintenfisch zum Mittagessen?“ Daraufhin meint Buddy, ein jüngerer Pinguin: „Eine tolle Idee“.

Fange Tintenfische

An dieser Stelle sollte man wissen: Pinguine sind verrückt nach Tintenfisch. Daher dauert es nicht lange, bis Buddy – aus Vorfreude auf den bevorstehenden Leckerbissen – ins Meer springt und die anderen ihm rasch folgen. Die Pinguine erledigen ihre Aufgabe durch den Ansporn mit Bravour, sodass sie nach kurzer Zeit genug Nahrung – auch für den sehr hungrigen Chefpinguin – ergattert haben.

Erzähle vom Leben

Nach dem sättigenden Leckerbissen hat sich das Team – welches man in unserer Arbeitswelt als Task Force bezeichnen würde – aber nicht über das Problem des schmelzenden Eisbergs unterhalten. Ganz im Gegenteil, ihr Gespräch drehte sich um das Leben, die lieben Angehörigen, deren Hoffnungen, Träume und Ängste. So lernten sich die Pinguine kennen und wussten über die Stärken und Schwächen der anderen Bescheid.

Schaffe eine Vertrauensbasis

John Kotter ist es in seiner Fabel gelungen, die große Bedeutung von vertrauensbildenden Maßnahmen für ein Team zu beschreiben. Dazu ist einem ersten Schritt weder die Analyse der Ist-Situation noch ein Arbeitsmeeting, in dem Lösungen gesucht werden, erforderlich. Sinnvoller ist vielmehr ein gemeinsames, vertrauensbildendes Event. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie sehr vertraust Du Deinem Team?“

 

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Ergebnislos? Schaffe eine gute Arbeitsatmosphäre

Inspiration für Millennials #85. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gestaltest Du Deine Arbeitsbeziehungen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Dich ins Rampenlicht stellst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig die Beziehungsorientierung im Job ist.

Ergebnislos?

In meinen letzten Ausführungen ging es darum, durch Fragen die Führung in Meetings zu übernehmen. Allerdings sollen diese Fragen auch zu fundierten Ergebnissen führen. Denn bei Meetings ist stets die Gefahr gegeben, dass nach stundenlangen Diskussionen kein zählbares Resultat erzielt wird. Am Ende bedeutet das Frustration bei allen Teilnehmern, da aneinander vorbeidiskutiert wurde.

Beziehungsorientierung

Um das zu vermeiden sind persönliche Beziehungen auch im Job von grundlegender Bedeutung. Diese schaffen einen fruchtbaren Boden für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Denn jeder Beschäftigte möchte nicht bloß wie eine Personalnummer im Unternehmen behandelt werden, sondern als Mensch mit all seinen Bedürfnissen, Kummer und Sorgen wahrgenommen werden.

Es „menschelt“

Diese Erkenntnis, dass nicht Maschinen, sondern Menschen mit verschiedenen Arbeitseinstellungen und persönlichen Anliegen in Unternehmen arbeiten, hatte bereits Max Frisch (geboren 15. Mai 1911, gestorben 4. April 1991). Laut dem Schweizer Schriftsteller Frisch rufen die Unternehmen zwar nach Arbeitskräften, es kommen aber Menschen in die Betriebe.

Kalte Welt

In einer professionalisierten Arbeitswelt stellen die mangelnden zwischenmenschlichen Kontakte eine massive Herausforderung für die Beschäftigten dar. Das ist ein Problem, welches bereits vor Corona präsent war und durch die Pandemie massiv verstärkt wurde. Die Berufswelt ist in den letzten Jahrzehnten professioneller, aber dadurch auch deutlich distanzierter und kälter geworden.

Die „Droge“ Aufmerksamkeit

Diese Entwicklung hat der Philosoph Georg Franck bereits Anfang des Jahrtausends erkannt. Er bezeichnet in seinem Buch „Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“ die Aufmerksamkeit als die Droge des 21. Jahrhunderts. Daher ist es in einer zunehmend oberflächlichen Welt umso wichtiger, nicht die virtuellen, sondern die zwischenmenschlichen, Kontakte in den Vordergrund zu stellen.

Persönliche Kontakte

Im Job sind – wie im Privaten – die persönlichen Kontakte von grundlegender Bedeutung, um Vertrauen und damit eine gute Basis für ein produktives Miteinander aufzubauen. Daher ist eine Beziehungsorientierung wichtig, damit in jedem Beschäftigten der Mensch und nicht einfach nur seine Personalnummer gesehen wird. Dabei gilt die Regel, je dauerhafter eine Arbeitsbeziehung sein soll, desto persönlicher muss sie gestaltet werden.

Schaffe eine gute Arbeitsatmosphäre

Die Beschäftigten der Unternehmen möchten sich durch gute Leistungen und Ergebnisse ins Rampenlicht stellen. Gerade als Basis für außergewöhnliche Leistungen ist es aber ausschlaggebend, dass im ersten Schritt nicht die inhaltlichen Aspekte, sondern die Arbeitsatmosphäre im Vordergrund steht. Diese kannst Du stärken, indem Du gute Beziehungen zu Deinen Kollegen aufbaust und pflegst. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie gestaltest Du Deine Arbeitsbeziehungen?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Introvertiert? Frage Dich ins Rampenlicht

Inspiration für Millennials #84. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Fragen stellst Du?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du als introvertierte Person die Aufmerksamkeit auf Dich ziehst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du die Dich ins Rampenlicht stellst.

Introvertiert?

Ruhige, in sich zurückgezogene Personen, können im beruflichen Alltag einen erheblichen Nachteil „erleiden“. Durch ihre persönliche Art sind sie nicht so geschickt, sich in Gesprächen oder Meetings genauso viel Gehör zu verschaffen, wie Menschen, die sich gekonnt in Szene setzen.

Inszenieren?

Als introvertierte Person ist es für Dich möglicherweise ungewohnt, Dich in der Kunst der Selbstdarstellung zu üben, um auf Dich aufmerksam zu machen. Die Inszenierung ist damit für Dich eine unauthentische Verhaltensweise.

Stelle Fragen

Die Inszenierung wird – auch wenn Du Dich darin noch so übst – tendenziell keine Wirkung zeigen. Du hast jedoch im Vergleich zu extrovertierten Menschen, deren Verhalten nach außen dringt, eine andere Möglichkeit um das Spiel zu für Dich zu entscheiden: Stelle Fragen.

Wer fragt, der führt

Ein zentrales Führungselement, um in einem Meeting die Alphaposition zu übernehmen, stellt die Fragetechnik dar. Fragen zu stellen und damit anderen Personen die Möglichkeit zu geben, ihren Standpunkt darzulegen – was sie in der Regel gerne tun – kann damit für Dich ein probates Mittel sein, um die „Leading Position“ zu übernehmen.

Frage Dich ins Rampenlicht

Wenn Du nun eine introvertierte Person bist, muss ein mangelnder Inszenierungsdrang kein Nachteil sein. Im Gegenteil: Lade Deine Kollegen ein, ihre Standpunkte zu vertreten – und sie werden das gerne tun. Wichtig ist lediglich, dass Du die richtigen Fragen stellst, um die Führung zu übernehmen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welche Fragen stellst Du?“

 

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Introvertiert? Mache Dein Spiel

Inspiration für Millennials #83. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie machst Du jedes Meeting zu Deinem Spiel?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, warum es essenziell ist, Dein Wissen sichtbar zu machen. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du als introvertierte Person die Aufmerksamkeit auf Dich ziehst.

Inszenierte Gesellschaft

Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren – vor allem durch die Neuen Medien – massiv verändert. Die (Selbst-)Inszenierung hat damit enorm an Bedeutung gewonnen und das Laute und Schrille ist noch stärker in den Vordergrund gerückt.

Leistungen von Unternehmen

Die Inszenierung, die gegenwärtig als ein zentraler Teil der Gesellschaft bezeichnet werden kann, spielt somit auch für Unternehmen eine wichtige Rolle. Davon zeugen die zahlreichen Nachhaltigkeitsberichte oder Wissensbilanzen auf den Unternehmensseiten, die die wichtigen Leistungen der Organisationen für die Gemeinschaft bild- und wortgewaltig darstellen. Das Tun alleine reicht nicht mehr aus, sondern es gilt das Sprichwort: Tue Gutes und rede darüber.

Darstellung von Inhalten

Daher ist die Inszenierung auch ein fixer Bestandteil einzelner Akteure der Organisation geworden. Das wiederum belegen die beruflichen Netzwerke wie LinkedIn und Xing. Sichtbar wird dies aber auch bei der Präsentation von Inhalten in Meetings, wo die vorgetragenen Inhalte meinungsbildend sein sollen.

Das Laute übertönt das Leise

Das Ruhige und Zurückhaltende läuft damit Gefahr – auch wenn die Leistungen noch so wichtig und großartig sind – überrollt zu werden. Dafür schreit das Schrille einfach zu laut und dadurch kann sogar Unwesentliches in den Vordergrund gerückt werden.

Introvertiert?

Introvertierte Personen und Menschen, die sich in vornehmer Zurückhaltung üben, haben damit einen Nachteil. Denn ihre Leistungen sind im Vergleich zu Personen, die spielerisch ihre Standpunkte in Diskussionen einbringen, schwerer wahrnehmbar. Damit stellt sich die Frage, welche Verhaltensweise introvertierte Personen zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen kann.

Extrovertierte kopieren?

Eine Taktik könnte sein, Extrovertierte, die in der Darstellung ihrer Leistung aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften im Vorteil sind, zu kopieren. Das Imitieren von Menschen ist jedoch eine Verhaltensweise, die Dich in der Regel nur auf den zweiten Platz „vorrücken“ lässt. Denn Personen, die kopiert werden, kommen dadurch noch stärker zur Geltung und Deine Darstellung wird die gewünschte Wirkung nicht erreichen, da es ihr an Authentizität fehlt.

Mache Dein Spiel

Es wird also immer Personen geben, die das Spiel der Selbstdarstellung besser beherrschen. Die zentrale Frage ist nun, wie Du Deinen Standpunkt – ohne auf große Inszenierungstaktiken zu setzen – spielerisch im Unternehmen sichtbar machen kannst. Dazu kannst Du im passenden Moment kurze fachliche Inputs geben, die die Thematik auf den Punkt bringen, eine Statistik vorlegen oder beispielsweise Fragen stellen, die Widersprüche aufzeigen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie machst Du jedes Meeting zu Deinem Spiel?“

 

Schreibe Deine Überlegungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller@wu.ac.at

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Zurückhaltend? Mache Dein Wissen sichtbar

Inspiration für Millennials #82. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie hebst Du Dein Wissen hervor?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, bei welchen Themen Du argumentieren sollst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, warum die Sichtbarmachung Deines Wissens essenziell ist.

Wettbewerbssituation

In den letzten Wochen habe ich in meinen Seminaren intensiv mit Millennials gearbeitet. Die Millennials sollten zur Ortung ihrer Stärken und Schwächen verschiedene Aufgaben lösen. Die Problemstellungen waren zunächst in Einzelarbeit und in der Folge in Teams zu bearbeiten, die wiederum miteinander konkurrierten.

Exzellentes Wissen

Einzelne Personen glänzen bei der schriftlichen Ausarbeitung einer Aufgabe durch ihr überragendes Wissen. Jedoch sind es nicht immer diese Personen, die beim Arbeiten in Teams mit ihrer Outperformance herausstechen. Somit sind sie auch nicht bestimmend für die Gruppenleistung.

Leistungsreserven

In manchen Situationen ist sogar das komplette Gegenteil zu beobachten: Teammitglieder mit der größten Lösungskompetenz verschwinden im Teamgefüge und ordnen sich – obwohl ihre Leistungsfähigkeit unbestritten ist – unter. So leidet die Performance des Teams massiv, da nicht alle zur Verfügung stehenden Leistungsreserven des Teams genutzt werden können.

Selbstschädigung

In meinen Seminaren wird in der Reflexion der Übungsphase dieses Problem thematisiert und auf konkrete Situationen in Unternehmen übertragen. Die Schlussfolgerung dieser Diskussionen ist: Wissen, das Du nicht sichtbar machst, kann das Unternehmen, indem Du arbeitest, nicht wahrnehmen. Neben der verpassten Leistungssteigerung im Unternehmen verpasst Du aber auch eine Möglichkeit, Deinen Wert für das Unternehmen zu zeigen. Auf Dauer kommt es damit zur Selbstschädigung.

Mache Dein Wissen sichtbar

Es wird in Deinem Unternehmen – aber auch in vielen anderen Bereichen, wie in Deinem Sportverein – immer Menschen geben, die lauter, eloquenter oder extrovertierter sind, als Du es möglicherweise bist. Das sollte Dich aber nicht daran hindern, Dein fundiertes Wissen in Deine Organisation einzubringen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie hebst Du Dein Wissen hervor?“

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Zurückhaltend? Argumentiere bei zentralen Fragen

Inspiration für Millennials #81. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie bringst Du Dein Wissen in Deine Organisation ein?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig die Unterstützung Deines Chefs ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, bei welchen Themen Du Dein Wissen sichtbar machen sollst.

Zurückhaltend?

Zurückhaltung kann bei unwesentlichen Fragen oder bei Gesprächen, die andere Kollegen betreffen, ein weiser Ratgeber sein. Mein Rat ist: Sei in diesen Fällen bescheiden und halte Deine Äußerungen zurück. Denn hier gilt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Nichts sehen, nichts hören, nichts reden

Dies erkläre ich meinen Millennials mit der Metapher der drei Affen, die nichts sehen, nichts hören und nichts reden. Die drei Affen, die in verschiedenen Kontexten verwendet werden können, stehen in diesem Zusammenhang dafür, dass man für unnötige Dinge nicht seinen Atem verschwenden sollte.

Alles sehen und hören

Die drei Affen zeigen jedoch auch, dass man nichts sehen und nichts hören soll. Für Dich gilt das nicht!

Sowohl beim Berufseinstieg als auch in späteren Berufsjahren ist es ratsam, wenn Du an Deinem Arbeitsplatz die Vorkommnisse aufmerksam beobachtest. Allerdings solltest du beim Reden ein differenziertes Verhalten an den Tag legen.

Sei ein Follower bei unwesentlichen Fragen

Bei Routineangelegenheiten, die Du – aber meist auch Dein Vorgesetzter – nicht ändern kannst, ist eine vornehme Zurückhaltung, so wie vorhin beschrieben, eine weise Entscheidung. Ganz egal, wie vorsichtig Du Deine Meinung zu diesen unveränderbaren, routinemäßigen Abläufen äußerst, Du wirst hier auf Gegenwind stoßen.

Argumentiere bei zentralen Fragen

Dein Wissen ist von großer Bedeutung, wenn es Probleme zu lösen gibt. In dieser konkreten Situation kannst Du durch Deine Worte zeigen, wie wertvoll Du für Dein Unternehmen bist. Verwende Deine Energien, um in solchen Situationen Deine Gedanken und Lösungsvorschläge durchdacht mit Argumenten zu untermauern. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie bringst Du Dein Wissen in Deine Organisation ein?“

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen und mit seiner Unternehmenssimulation fördert er das ganzheitliche Denken in den Unternehmen.

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Konfliktär? Unterstütze Deinen Chef

Inspiration für Millennials #80. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was erwartet Dein Chef von Dir?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig das Management von niedrigeren zu höheren Hierarchieebenen ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig die Unterstützung Deines Chefs ist.

Konflikte bedeuten Weiterentwicklung

Konflikte sind das Salz in der Suppe und begründen so die persönliche und organisationale Weiterentwicklung. Daher ist es für Dich und die Organisation, in der Du arbeitetest, wichtig, Konflikte bewusst zu „bestreiten“.

Konflikte sind ein Hemmnis

Konflikte – so bedeutsam sie für den Fortschritt auch sind – können ebenso einen persönlichen Rückschritt bewirken. Dies ist vor allem dort der Fall, wo Mitarbeiter – also Follower – einen persönlichen Konflikt mit ihrem Vorgesetzten austragen, der aufgrund unterschiedlicher Arbeitsstile entstanden ist. Die beteiligten Personen können den Konflikt nicht lösen und es entsteht ein Problem.

Konflikte als massives Problem

Ein einzelner, persönlicher Konflikt, der sich zwischen Follower und Vorgesetztem ereignet, ist an sich kein Problem. Dies ist menschlich. Der Konflikt wird aber zum massiven Problem, wenn sich ein und dieselbe Situation kontinuierlich wiederholt oder wenn er nach einem – wegen der belastenden Situation vorgenommenen – Arbeitsplatzwechsel wieder in einer anderen Organisation aufkeimt.

Arbeitsplatzwechsel?

Möglicherweise kennst Du die sich stets wiederholenden Geschichten von Freunden, die sich über ihren Vorgesetzten beklagen, denn sie leiden unter den Vorkommnissen in ihrem Job. Daher wechseln sie die Arbeitsstelle, um bereits nach kurzer Einarbeitungszeit wiederum die gleichen konfliktären Geschichten zu beschreiben.

Analysiere die Ursache

Wenn der Follower sich zum wiederholten Male ungerecht behandelt fühlt, ist eine Ursachenanalyse grundlegend. Deshalb ist es in dieser konkreten Situation sinnvoll, das Verhalten, das den Konflikt initiiert hat, zu analysieren und sich näher mit den eigentlichen Aufgaben eines Followers zu beschäftigen.

Zeige Followership-Talent

Als Follower ist es eine wichtige Aufgabe, dem Vorgesetzten zuzuarbeiten, ihn also zu unterstützen. Darunter fällt nicht nur, dass inhaltlich alles aufbereitet wird, sondern auch, dass dies in der entsprechenden Form passiert. Wesentlich ist also neben dem „Was“ auch das vom Chef gewünschte „Wie“ zu erfüllen, auch wenn Dir Dein Vorgesetzter seine bevorzugte Arbeitsmethodik nicht erklärt.

Unterstütze Deinen Chef

Als guter Follower ist es daher wesentlich Deinen Chef zu unterstützen und seine – auch nicht stets explizit geäußerten – Erwartungen zu erfüllen. Wenn Dein Chef beispielsweise die Bereitstellung der Ausarbeitung in Tabellenform auf einem Excel-File „erwartet“, dann ist es ungeschickt von Dir, die relevanten Informationen in PowerPoint – auch wenn das aus Deiner Perspektive die bessere Lösung ist – aufzubereiten. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Was erwartet Dein Chef von Dir?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Ineffizient? Sei ein guter Follower

Inspiration für Millennials #79. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie effizient erledigst Du die Aufgaben in Deinem Job?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig das Zuhören ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig das Management von niedrigeren zu höheren Hierarchieebenen ist.

Bedeutung von Leadership

Leadership erfreut sich immer größer werdendem Interesse. Das zeigt sich bei der Ausbildung von Nachwuchsführungskräften und das belegt auch die Stichwortsuche auf Google, die bei der Eingabe des Wortes Leadership über eine Milliarde Treffer auswirft. Ein Leader zu sein – oder um es nach Peter Drucker zu sagen, die richtigen Dinge zu tun – ist in der Tat von grundlegender Bedeutung für Unternehmen.

Followership?

Im Gegensatz zu Leadership wird hingegen das Thema Followership, sowohl in der wissenschaftlichen Literatur, als auch in der Ausbildung von Nachwuchsführungskräften geradezu stiefmütterlich behandelt. Meine Erfahrung zeigt mir, dass es kaum bis gar nicht zur Sprache kommt. Ein Follower ist ein Beschäftigter, der in seinem Aufgabenfeld über eine geringe Gestaltungsmacht verfügt und demnach die ihm übertragenen Arbeiten in der vorgegebenen Weise erledigen sollte.

Jeder ist ein Follower

Als Follower – auch wenn der Begriff unsexy ist – kann jeder erwachsene Mensch bezeichnet werden. Followership betrifft die Beschäftigten in Unternehmen, die ihren Vorgesetzten zuarbeiten, genauso, wie die freischaffenden Künstlern, die bei der Erledigung ihrer Aufträge nicht immer so frei sind, wie sie es zu sein glauben. Von besonderer Bedeutung ist dieses Thema für junge Beschäftige, die in einem Unternehmen erst ihren Platz finden müssen.

Followership im Job

Oftmals ist es nicht sinnvoll jeden Arbeitsschritt kritisch zu hinterfragen, denn im Vordergrund steht, dass auch Aufgaben, die für einzelne Personen unwesentlich erscheinen, für das Funktionieren der Abläufe in der Organisation zentral sind. Hier sind gute Follower gefragt, die ohne großen Diskurs mit dem Vorgesetzen die Arbeit erledigen.

Sei effizient

Manche Prozesse können von einzelnen Mitarbeitern nicht verändert werden. Umso wichtiger ist die Erkenntnis, dass das kritische Hinterfragen zum einen wertvolle Zeit raubt und zum anderen hat dies noch den Nachteil, dass Vorgesetzte Kritik von Mitarbeitern nicht immer sachlich betrachten können, sondern oftmals persönlich nehmen. Das rasche Abarbeiten von 08/15-Aufgaben hat für Dich weiters den Vorteil, dass Du Deine Ressourcen effizient einsetzt.

Sei ein guter Follower

Als guter Follower erledigst Du die Arbeiten zur Zufriedenheit Deiner Vorgesetzten und vergeudest keine Energie um Aufgaben und Prozesse zu überdenken, die Du – so oder so – nicht ändern kannst. Wesentlich ist somit effizient zu sein und wohlbedacht Deine Ressourcen einzusetzen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie effizient erledigst Du die Aufgaben in Deinem Job?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Unwissend? Analysiere das Gesagte

Inspiration für Millennials #78. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Mit welcher Brille interpretieren die Menschen in Deinem Umfeld?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig es ist, die Menschen in Deinem Umfeld zu beobachten. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig das Zuhören ist.

Misslungene Kommunikation

Die einfachsten Dinge im Leben sind oft hochkomplex. Dazu gehört die Kommunikation.

Eine logische Konsequenz dieses Sachverhalts ist, dass bei der Kommunikation zweier Menschen eine unklare Faktenlage – und nicht ein Verstehen – das Ergebnis des zwischenmenschlichen Austausches sein kann.

Ausdruck schafft Eindruck

Daher ist es wichtig, auf die gesprochenen Worte Deines Gegenübers zu achten. In der Analyse der zwischenmenschlichen Kommunikation gilt grundsätzlich, dass eine Person A – auch wenn sie mit Dir über eine Person B spricht – mehr über sich selbst, als über die andere Person aussagt. Ein Gespräch gibt Dir dadurch eine Möglichkeit, einen Einblick in die Gedankenwelt Deines Gegenübers zu erhalten.

Die persönliche Brille

Wenn also jemand mit Dir über einen Sachverhalt spricht, werden Dir eine Menge an subjektiven Informationen von Deinem Gesprächspartner dargeboten. In der Kommunikation schwingen stets vielseitige Informationen mit, da jede Person seine eigene Interpretation des Sachverhalts hat. Diese Interpretation entsteht durch die Betrachtung der Umwelt mit der „eigenen Brille“. Diese persönliche Sichtweise ist geprägt von den erlebten Erfahrungen, der Herkunft oder der Bildung, sodass jeder über seine individuelle Sicht der Dinge verfügt.

Analysiere das Gesagte

Wesentlich ist es somit Deinem Gesprächspartner bewusst zuzuhören. Denn dadurch wird es Dir möglich sein mehr über die Einstellungen und Werte Deines Gegenübers zu erfahren. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Mit welcher Brille interpretieren die Menschen in Deinem Umfeld?“

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Unglaubwürdig? Mache es wie Hape Kerkeling

Inspiration für Millennials #77. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie authentisch verhalten sich die Menschen in Deinem Umfeld?

© imago images/APressPrivat

Glaubwürdigkeit

Im Berufsleben – wohl aber auch privat – ist ein authentisches Verhalten grundlegend für die Glaubwürdigkeit der Menschen. So erhalten Personen, bei denen das gesprochene Wort mit Gestik und Mimik übereinstimmt, eine hohes Grundvertrauen. Daher ist das Beobachten von Menschen wichtig, um einen Einblick in ihre „wahren“ Beweggründe für ihr Tun zu erhalten.

Die Kunst des Beobachtens

Die Kunst des Beobachtens hat Hape Kerkeling in seiner Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft“ erklärt, in der er erzählt, dass er als neugieriges und wissbegieriges Kind, die Kunden in Omas Tante-Emma-Laden aufmerksam studiert hat. Für den kleinen Hape gab es nichts Spannenderes auf der Welt, als das Beobachten seiner Studienobjekte, um die Ergebnisse seiner Forschung letztlich für seine humoristischen Darbietungen in Omas Geschäft nutzen zu können.

Unauthentisch

In seinen Feldforschungen hat Hape festgestellt, dass sich die Worte der Menschen von ihrem Verhalten und ihrer Körpersprache durchwegs unterscheiden können. So hat er rasch gelernt, eine Lüge von der Wahrheit zu trennen und Geheucheltes von Ehrlichem zu unterscheiden. Auch war es ihm schließlich möglich einsame und traurige Menschen zu erkennen – selbst wenn sie ihren Gefühlzustand noch so zu verbergen versuchten.

Mache es wie Hape Kerkeling

Hape Kerkeling ist zweifelsohne ein weiser und wohl auch sensibler Mensch, der uns zeigt, dass wir nicht aktiv werden müssen, um in der Kommunikation Richtiges von Falschem und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können. Denn dazu reicht schon die fundierte Beobachtung von Menschen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie authentisch verhalten sich die Menschen in Deinem Umfeld?“

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Lockdown? Zeit für Interessenfindung

Inspiration für Millennials #60. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wo lässt Du Dich inspirieren?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Paula – anstatt ihr Auslandssemester in Australien zu verbringen – ihre Zeit in den eigenen vier Wänden nutzt. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du ein – vielleicht sogar Dein – Thema entwickeln kannst.

  1. Lasse Dich inspirieren
    Grundlegend für die Entwicklung eines Themas ist eine konkrete Zielsetzung. Dazu musst Du aber zuerst wissen, was Dich interessiert! Halte also die Augen offen – so wie Paula, die sich schon seit einiger Zeit für Kochshows begeisterte. Aus diesem Interesse heraus setzte sie sich schließlich das Ziel, an der TV-Sendung „Die Küchenschlacht“, die im ZDF läuft, teilzunehmen. Und nun bist Du an der Reihe: Was wolltest DU schon immer einmal machen?

  2. Setze Dir ein zeitnahes Ziel
    Auch wenn langfristige Ziele orientierungsgebend sind, so können sie auch rasch überfordernd wirken. Damit ist die Gefahr verbunden, dass die anfängliche Gestaltungsmacht zum Erliegen kommt. Wesentlich geschickter ist es daher, ein Ziel in naher Zukunft, das Du in den nächsten zwei bis drei Monaten realisieren kannst, zu bestimmen.

  3. Produziere Ergebnisse
    Der Mensch benötigt Erfolgsmomente – sowohl sachlicher als auch menschlicher Natur. An dieser Stelle sind wir in der Corona-Zeit besonders gefordert, da es durch den Mangel an zwischenmenschlichen Beziehungen zu einer deutlichen Reduzierung von unmittelbaren Rückmeldungen kommt. Daher sind besonders die sichtbaren Ergebnisse, wie das Zubereiten von Speisen oder das Notieren von konkreten (Lern-)Fortschritten, umso bedeutender für Deine persönliche Motivation.

  4. Freue Dich über Fortschritte
    Wesentlich bei der Entwicklung des Themas ist, sich über Fortschritte freuen zu können. Das ist eine Kunst, die der erwachsene Mensch zunehmend verlernt hat, da er grundsätzlich keine Fehler machen sollte. Damit ist ihm auch die Fähigkeit abhandengekommen, sich über klein(st)e Fortschritte freuen zu können.

  5. Evaluiere Dein Ergebnis
    Gehe also den Weg der kleinen Schritte und bewerte regelmäßig Deine Ergebnisse. Sollten sich – was auch passieren kann – unerfreuliche Ergebnisse einstellen, dann nimm diese an und adaptiere Deine Herangehensweise. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
    Geh den ersten Schritt
  1. Geh den ersten Schritt?Pexels
  2. Der erste Schritt
    Ein für Dich interessantes Thema wird nicht von selbst auf Dich zukommen – da musst Du schon selbst aktiv werden und Dich in Offenheit gegenüber Neuem üben. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wo lässt Du Dich inspirieren?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Unangepasst? Beobachte wie ein Ethnologe

Inspiration für Millennials #76. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welches Verhalten entdeckst Du in Deiner Organisation?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, welche Bedeutung die Konformität im Unternehmenskontext hat. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig es ist, das Verhalten der Menschen in Deiner Organisation zu analysieren, um Dir einen Überblick über die Spiele in Deinem Unternehmen zu verschaffen.

Orientiere Dich an anderen

In den letzten Wochen habe ich über scheinbare Nebensächlichkeiten geschrieben, wie zum Beispiel über das Trikot des Unternehmens, welches Du während Deiner Arbeit tragen solltest. Auch wenn der Unternehmens-Dresscode nicht mit Deiner Leistungserbringung korreliert, kann er so mächtig sein, dass er Dich vom Spiel ausschließt. Als Folge kannst Du dann auch nicht mehr mit Deiner Leistung glänzen. Daher sei klug und orientiere Dich an anderen.

Verhaltensorientierung

Die Kleidung in einem Unternehmen ist das eine – das Verhalten der Menschen in einem Unternehmen wiederum etwas ganz anderes. Damit stellt sich die spannende Frage, wie Beschäftigte in Organisationen überhaupt agieren. Das kann beispielsweise die Frage betreffen, ob man zusammen einen Kaffee trinkt.

Beobachte wie ein Völkerforscher

Daher ist es geschickt, wenn Du wie ein Ethnologe, also ein Völkerforscher, agierst und das Verhalten der Menschen in Deiner Organisation erforscht. Das bedeutet, Du sollst Dich mit folgenden Fragen in Deiner Organisation aktiv auseinandersetzen:

  • Wie begrüßt man sich?
  • Wie redet man über andere?
  • Wen sieht man bei Entscheidungen an?
  • Wer sitzt in welchem Büro und wie ist dieses ausgestattet?
  • Wer bestimmt das Gesprächsthema am Mittagstisch
  • Wer geht mit wem auf einen After-Work-Drink?

Sei effizient

Die Schlussfolgerung ist deshalb: Sei geschickt und bewege Dich entlang der Verhaltensnormen in Deiner Organisation. Dadurch kannst Du wirksamer arbeiten, weil Du die Spiele in Deinem Unternehmen kennst. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welches Verhalten entdeckst Du in Deiner Organisation?“

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Forsche auch im Sommer

Ich habe Dir nun eine Methode nähergebracht, die Dir das Arbeiten in Unternehmen enorm erleichtern kann. Die teilnehmende Beobachtung kann für Dich auch in den bevorstehenden Sommermonaten hilfreich sein, wenn Du Dich – was jetzt wieder möglich sein sollte – in neuen (Unternehmens-)Kulturen bewegst. Dieser Forschungszugang ermöglicht Dir nämlich auch mit anderen respektvoller zu interagieren und mögliche Fettnäpfchen auszulassen.

Die Inspiration für Millennials #77 gibt es am 24. September!

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Unangepasst? Mache es wie David Alaba

Inspiration für Millennials #75. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie integrierst Du Dich ins Team?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, welche Bedeutung Deine Schuhe haben. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig die Konformität zur sichtbaren Unternehmenskultur im Job sein kann.

Sei professionell

In den vergangenen Wochen habe ich über die Professionalität im Job geschrieben. Dabei habe ich nicht die eigentliche Performance im Job in den Mittelpunkt meiner jeweiligen Kolumne gestellt, sondern ich habe die Körperhaltung und die Kleidung im beruflichen Kontext analysiert. Diese für andere sichtbaren Kommunikationselemente zeigen Deine Einstellung zum Job, aber auch zum Unternehmen.

Über das Wie im Job

Im Job steht damit – wie in vielen anderen Bereichen des Lebens – nicht immer das Was, sondern häufig das Wie im Vordergrund. Auch wenn diese Logik in einer ergebnisorientierten Welt unangebracht erscheint, so kann die Art und Weise wie Du Dich in Deinem Job kleidest darüber entscheiden, ob Du im Unternehmen überhaupt in den angestrebten Positionen „mitspielen“ darfst.

Anpassen?

Daher habe ich im Rahmen meiner empirischen Arbeiten unter anderem erhoben, wie Millennials über die Anpassung ihres Kleidungsstils an die Unternehmenswerte denken. Für die Mehrheit von ihnen stellt dies im Berufsalltag kein Problem dar. Das ist auch clever, da in der Regel in einem Unternehmen die erbrachten Leistungen von Personen erst beachtet werden, wenn sie die Werte ihres Unternehmens leben.

Anpassung trotz Kompetenz?

Um noch tiefer in die Materie einzutauchen, habe ich die Millennials in weiterer Folge gefragt, ob die sichtbare Anpassung auch sinnvoll ist, wenn die Person sehr kompetent ist und gute Leistungen erbringt. Das ist nämlich eine zentrale Frage, die besonders in großen Unternehmen mit einer starken Unternehmenskultur über den weiteren Karriereverlauf entscheiden kann.

Divergierende Ergebnisse

Die Untersuchungsergebnisse waren bei dieser Erhebung divergent, da einige befragte Personen ihren Kleidungsstil aufgrund eines Unternehmens-Dresscodes nicht verändern würden. Aus ihrer Perspektive ist das auch nicht notwendig, denn schließlich weisen sie eine hohe Kompetenz auf und die erbrachten Leistungen sprechen für sie.

Die Kompetenz alleine ist aber nicht ausreichend. Denn Du darfst in einer Mannschaft nur mitspielen, wenn Du auch deren Trikot trägst: Sieh Dir David Alaba an.

Trage das Trikot Deiner Mannschaft

Der wohl beste Fußballer des Landes ist David Alaba, der beim Spiel gegen Nordmazedonien als Abwehrchef und durch die Vorbereitung des zweiten Tores geglänzt hat. (Das Spiel gegen die Niederlande lassen wir hier unerwähnt). In der kommenden Saison wird David bei den Königlichen aus Madrid spielen. Der kompetente Alaba darf aber seine Künste bei Real Madrid nur zeigen, wenn er vor dem Spiel auch das Trikot seiner Mannschaft überstreift.

Mache es wie David Alaba

Wenn Du über eine besonders hohe Kompetenz verfügst und in Deinem Unternehmen mitspielen möchtest, dann orientiere Dich an David Alaba und streife das Trikot der jeweiligen Firma über. Aus der Reihe zu tanzen, impliziert nämlich die Gefahr, aus dem gemeinsamen Spiel ausgeschlossen zu werden. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie integrierst Du Dich ins Team?“

 

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Kommunizieren? Mache es wie Papst Franziskus

Inspiration für Millennials #74. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Werte vermittelst Du mit Deinen Schuhen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig Deine Kleidung ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, welche Bedeutung Deine Schuhe haben können.

Alles ist sehr kompliziert

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Fred Sinowatz (1929-2008) wurde für seine Aussage „alles ist sehr kompliziert“, die er 1983 in seiner Regierungserklärung getätigt hat, in der Öffentlichkeit heftig kritisiert, da von einem Leader stets eine eindeutige Aussage erwartet wird. Dies gilt selbst für schwierige und komplizierte Probleme, für die eine einfache Lösung von keinem Menschen erwartet werden kann.

Komplexe Kommunikation

Das Zitat von Sinowatz hat bis heute nicht nur seine Gültigkeit behalten, sondern es hat sogar noch an Bedeutung gewonnen. Es verdeutlicht beispielsweise die Probleme, denen man bei der Bekämpfung der Pandemie oder des Klimawandels gegenübersteht.

Deutlich wird das  auch bei der menschlichen Kommunikation, die ein hochkomplexes Phänomen ist. Beim Kommunizieren sollte nämlich die Mimik mit der Gestik und diese wiederum mit dem Inhalt und der Tonlage des Gesprochenen übereinstimmen. Dazu passend sollten Kleidung und Accessoires wie z.B. Uhren, Brillen o. Ä. ausgewählt werden.

Missverständliche Kommunikation

Den meisten Menschen ist der hochkomplexe Vorgang der Kommunikation mit seinen vielen einzelnen – oft auch unberechenbaren – Elementen nicht bewusst und schenken diesen daher kaum Beachtung. Missverständnisse in der zwischenmenschlichen Kommunikation sind daher nicht die Ausnahme, sondern vielmehr die Regel.

Reduktion als Lösung?

Weniger kann daher mehr sein. Dies gilt insbesondere für die menschliche Interaktion. Ein Paradebeispiel für eine gelungene Kommunikation hat Papst Franziskus bei seiner Inauguration 2013 gezeigt: Er hat die roten Prada-Schuhe, die der jeweilige Pontifex als Zeichen seiner Macht getragen hat, verweigert. Stattdessen hat er seine abgetragenen, aber funktionstüchtigen schwarzen Schuhe aus seiner Kardinalszeit in Argentinien anbehalten.

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Wertevermittelnde Kommunikation

Papst Franziskus hat mit seinen Schuhen einen Meilenstein in der wertevermittelnden Kommunikation gesetzt: Er predigt nicht nur Bescheidenheit, sondern er lebt den zentralen Wert der römisch-katholischen Kirche. Das ist eine der höchsten Leadership-Kompetenzen.

Mache es wie Papst Franziskus

Die Welt der Schuhe ist so bunt und vielfältig wie das Leben, die Auswahl ist nahezu unendlich. Du brauchst in Deinem Job weder rote Prada-Schuhe noch Sneakers tragen, um Dich Deiner Umgebung anzupassen. Es kann aber ein geschickter Zug in Deiner Kommunikation sein, wenn Du durch die Auswahl Deiner Kleidung Werte vermittelst. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welche Werte vermittelst Du mit Deinen Schuhen?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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T-Shirt? Kleide Dich zielgruppenadäquat

Inspiration für Millennials #73. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welches Statement setzt Du mit Deiner Kleidung?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig Deine Körpersprache ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, welche Bedeutung Deine Kleidung hat.

Kleidung kommuniziert

Der berühmte österreichische Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick (1921-2007) hat in seinen Kommunikationsaxiomen festgehalten, dass der Mensch nicht nicht kommunizieren kann. Der Mensch befindet sich demnach im permanenten Austausch mit seiner Umgebung – auch wenn er nicht spricht. Die Kommunikation erfolgt in diesem Fall nonverbal durch seine Körpersprache, aber auch durch seine Kleidung.

Das Zeigen des eigenen Selbst

Wir leben gegenwärtig in einer individualistischen Gesellschaft, in der die eigenen Werte und weniger die Konformität zählen. Damit steht die Präsentation des eigenen Selbst hoch im Kurs, die sich u.a. in der individuellen Art sich zu kleiden äußert.

Welches Statement setzt Du mit Deiner Kleidung?
Welches Statement setzt Du mit Deiner Kleidung??Pexels

Kleidung schafft Eindruck

Die Art sich zu kleiden ist besonders in Zeiten des Homeoffice intensiv diskutiert worden und bescherte der Jogginghosen-Industrie einen gewaltigen Aufschwung. Es ist aber auch die während der Online-Meetings sichtbare Oberbekleidung, wie z.B. ein allzu saloppes T-Shirt, ins Zentrum der Diskussion gerückt.

Der Kleidungsstil im Büro war jedoch auch schon vor der Krise ein zentrales Thema, da damit Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz oder auch Zwanglosigkeit vermittelt werden kann. Die getragene Kleidung setzt somit ein Statement und hinterlässt beim Gegenüber einen bleibenden Eindruck.

Kleidung hat Macht

Kleidung hat Macht! Dieser Tatsache sind sich auch Unternehmensberater und Politiker bewusst, die ihren Kleidungstil an ihre Klientel anpassen. Sie wählen je nach Situation ein anderes Outfit. Daher tragen diese in Produktionsbetrieben einen anderen Zwirn als in Dienstleistungsunternehmen.

Die Kleidung ist somit ein Instrumentarium, welches seinen Zweck erfüllen sollte. Das eigene Selbst ist an dieser Stelle fehl am Platz und könnte die erbrachte Leistung abwerten.

Kleide Dich situationsgerecht

Letztlich zeigt dieses Beispiel sehr schön: Die Kleidung kommuniziert – und das sogar nachhaltig. So kann sich ein saloppes T-Shirt, das während einer virtuellen Besprechung getragen wurde, noch Jahre später als Bumerang bei Beförderungen erweisen. Deshalb sollte man sich der Macht, die von Kleidung ausgeht, bewusst zu sein. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welches Statement setzt Du mit Deiner Kleidung?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Uninteressiert? Zeige Haltung

Inspiration für Millennials #72. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie ist Deine Körpersprache im Job?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig Dein Mindset ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie grundlegend dafür Deine Körpersprache ist.

Körpersprache

Die Körpersprache ist im Unterschied zu Deinen Gedanken für andere Menschen sichtbar. Sie erzählt von uns – und das nicht zu knapp. Sie offenbart unsere Befindlichkeiten, sie zeigt unser Interesse, aber auch Desinteresse an bestimmten Dingen.

Wie ist Deine Körpersprache im Job?
Wie ist Deine Körpersprache im Job??Pexels

Die Macht der Körpersprache

Besondere Bedeutung hat die Körpersprache im Beruf, da durch sie bei Meetings, Präsentationen oder Pausengesprächen auch unsere Einstellung zu gewissen Themen für unsere Mitmenschen sichtbar wird. Daher sind wir ein offenes Buch für aufmerksame Beobachter. So sehen andere Menschen, ob wir uns bei einem Meeting oder einem wichtigen Gespräch z.B. langweilen oder engagieren.

Langatmige Meetings

Mir ist schon bewusst, dass ein Meeting auch einmal langatmig werden kann. Daher ist es nachvollziehbar, dass Menschen sich eine andere Tätigkeit suchen, um die Langeweile zu vertreiben. So gehört bei einigen internationalen Konzernen das wahllose Surfen im Internet während Sitzungen bereits zum „Daily Business“.

Auch wenn ein unaufmerksames Verhalten bei Meetings im Sinne der Organisationskultur ist und die Mehrheit der Beschäftigten mit anderen Inhalten als den Tagesordnungspunkten beschäftigt sind, so mag das für einen selbst nicht unbedingt klug sein.

Uninteressiert am eigenen Tun

Ich erlebe aber auch, dass Menschen, selbst wenn sie Inhalte ihrer eigenen Arbeit präsentieren, eine Körperhaltung einnehmen, die darauf schließen lässt, dass sie desinteressiert an ihrer Thematik sind.

Ähnlich sind die Gegebenheiten, wenn Beschäftigte bei wichtigen Themen uninteressiert aus dem Fenster blicken. Mit dieser Körperhaltung geben sie viel über sich und ihre Einstellung zu ihrer Arbeit preis, ohne dass sie es wissen oder sich dessen bewusst sind.

Zeige Haltung

Dein Ausdruck und deine Körperhaltung erzählen somit fundierte Geschichten über Dich. Und dabei wird Dein Mindset – also Deine Einstellung in der Arbeitswelt – sichtbar. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie ist Deine Körpersprache im Job?“

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Unmotiviert? Mache es wie Stefanie Reinsperger

Inspiration für Millennials #71. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie ist Dein Leistungsmindset?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du hervorragende berufliche Leistungen erbringen kannst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig dabei Dein Mindset ist.

Keine Rückmeldung

Die letzten 14 Monate haben vor allem Menschen herausgefordert, für die die unmittelbare Rückmeldung des Publikums eine zentrale Qualitätskontrolle und Motivation zum Weitermachen darstellt. So ist Schauspielern und Musikern, für die spontanes Feedback zu ihrem Arbeitsalltag gehört hat, die Standortbestimmung ihrer Leistung abhandengekommen.

Unmotiviert?

Die fehlende Rückmeldung kann aber auch für Personen im Homeoffice ein zentrales Motivationsproblem darstellen. Den Menschen fehlt eine zentrale Antriebsfeder, die für die Erbringung einer außerordentlichen Leistung erforderlich ist. Demotivation, miserable oder fehlende Leistungen können die Folge sein.

Entwickle Dein Mindset

Die Demotivation ist nachvollziehbar. Schließlich ist die Resonanz der Kollegen nicht mehr zu spüren. Eine Ausrede für eine schlechte Performance sollte das aber nicht sein. Daher ist es geschickt, wenn Du in diesem Fall Dein Mindset – auch für künftige Aufgaben – weiterentwickelst.

Stefanie Reinsperger
Stefanie Reinsperger?Die Presse

Mache es wie Stefanie Reinsperger

Ein gutes Beispiel lieferte die Schauspielerin Stefanie Reinsperger, die gefragt wurde, wie sie mit dem Fehlen des Publikums aufgrund der Covid-Regeln umgehe. Reinsperger, die 2017 und 2018 bei den Salzburger Festspielen die berühmte Rolle der Buhlschaft verkörpert hat, sagt dazu: „Ich spiele auch vor einem einzigen Zuschauer mit der gleichen Intensität wie vor einem vollen Haus.“

Ändere Dein Mindset

Die Einstellung von Stefanie Reinsperger kann auch für die Erbringung Deiner Leistung grundlegend sein. Dafür ist Dein Mindset grundlegend: Widme Dich Deiner Performance mit voller Intensität, ganz gleich ob Du zu Deiner Performance Rückmeldung erhältst, und Du wirst mit herausragenden Leistungen aus der Demotivation ausbrechen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie ist Dein Leistungsmindset?“

 

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Die Inspiration für Millennials #72 gibt es am 28. Mai!

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Unkonzentriert? Mache es wie Franz Klammer

Inspiration für Millennials #70. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie viel Prozent gibst Du?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie sich berufliche Möglichkeiten für Dich eröffnen. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du dabei hervorragende Leistungen erbringen kannst.

Einsatz

In meinen Workshops frage ich die Millennials regelmäßig, wie viel Prozent sie bei der Erbringung einer Leistung geben. Dazu bitte ich sie, die Prozentzahl in den Chatverlauf des Videocalls zu schreiben. Die Antworten umfassen ein breites Spektrum von 40 bis zu 90 Prozent. Nur in Ausnahmenfällen ist auch die Zahl 100 zu lesen.

Halbherzig?

Mit einem nur halbherzigen Einsatz kannst und darfst Du aber keine zufriedenstellende Leistung erwarten. Das Ergebnis kann – korrespondierend zum Einsatz – nur im überschaubaren, häufig sogar im unbefriedigenden Bereich liegen. Schließlich kommt von Dir zu wenig Input, sodass das Ergebnis nicht hervorragend sein kann.

Franz Klammer
Franz Klammer?APA/DPA/HEINRICH SANDEN

Mache es wie Franz Klammer

Daher ist es – in der Ausbildung sowie im Berufsleben – besonders wichtig das Beste zu geben und sich nicht ablenken zu lassen. Davon hat auch der erfolgreichste Abfahrtsrennläufer der Weltcupgeschichte, Franz Klammer, eine Anekdote erzählt: Zu Beginn seiner Karriere hat er während des Rennlaufs darüber nachgedacht, ob er schnell ist. Im Ziel ist er dann 1,5 Sekunden hinter der Bestzeit gelegen. Der Schnellste war er erst, als er sein Bestes in jeder Situation gegeben hat.

Gib Dein Bestes

Diese Lebensweisheit – sich einer Tätigkeit mit vollster Konzentration zu widmen und dabei 100 Prozent zu geben – ist bei jeder Aufgabe ein Erfolgsbringer. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie viel Prozent gibst Du?“

 

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Unentschlossen? Entwickle trotzdem ein Thema

Inspiration für Millennials #69. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Mit welchem Inhalt beschäftigst Du Dich?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, was passiert, wenn Du eine Tür öffnest. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, welche beruflichen Möglichkeiten sich dadurch eröffnen.

Interessiert?

Social Media, technische Spielereien, der Umgang mit Geld, Kochen und, und, und. Die Vielfalt an interessanten Themen ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Der Mensch – insbesondere der Millennial – lebt in einer Welt, die reich an vielfältigen Möglichkeiten ist.

Unentschlossen?

Doch dieser Reichtum kann sich als Fluch herausstellen, da der Mensch aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten nicht weiß, welchen interessanten Themen er sich widmen soll. Das gilt sowohl für das Private als auch für das Berufliche. Die Frage, ob er sich mit der IT, dem Personalmanagement, den Finanzen oder der Kochkunst befassen soll, führt schlichtweg zur Überforderung.

Energie wird vergeudet

Aufgrund der vielfältigen Interessen widmet sich der Mensch nicht einer, sondern gleich mehreren beruflichen Handlungsfeldern: Er beschäftigt sich nicht nur mit dem Kochen, sondern auch mit dem Finanz- und Personalmanagement, der IT und, und, und. In diesem Fall wird die Energie auf einige Themen verteilt. Das hat zur Folge, dass in allen Bereichen nur überschaubare Erfolge gefeiert werden können.

Entwickle ein Thema
Entwickle ein Thema?Pexels

Fokussiere Dich

Wesentlich geschickter ist es daher, sich auf ein Thema zu fokussieren, sich diesem ausführlich zu widmen und dieses schließlich zur Meisterschaft zu bringen. Wenn Du Dich beispielsweise in der Kochkunst übst, dann konzentriere Dich auf Deine Aufgabe, auch wenn Du zu Beginn nur Gemüse wäscht und schneidest.

Entwickle Dein Thema

Durch den Fokus auf Deine Tätigkeit, wirst Du Deine Aufgaben mit großem Erfolg meistern und bereits nach kurzer Zeit eine Vorspeise ganz alleine zubereiten, für die Lagerhaltung und möglicherweise auch für den Einkauf oder gar die Mitarbeiterführung zuständig sein.

Die Schlussfolgerung ist also: Entwickle ein Thema und es werden sich für Dich – oft auch ungeahnte – Möglichkeiten ergeben. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Mit welchem Inhalt beschäftigst Du Dich?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Unentschlossen? Gehe durch eine Tür

Inspiration für Millennials #68. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Durch welche Tür wirst Du gehen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Herausforderungen gut meisterst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig es ist, sich einer beruflichen Thematik zu widmen.

Der Wert der Fülle

Der Reichtum unserer Zeit lässt sich durch die Fülle des Angebots beschreiben. So kann der Mensch beim Einkaufen im Supermarkt zwischen tausenden Möglichkeiten wählen und auch die beruflichen Optionen sind nahezu unbegrenzt. Der Mensch schätzt diese Fülle – auch wenn sich das in seinem Verhalten nicht immer äußert: So greift er immer zur gleichen Zahnpasta.

Der Preis der Fülle

Diese Vielfalt an Möglichkeiten hat aber auch ihren Preis, da der Mensch sich stets für eine Alternative entscheiden sollte. Aber, eine Entscheidung für etwas zu treffen, bedeutet in der Regel auch, eine Entscheidung gegen etwas zu treffen. Das heißt, durch eine Entscheidung kann eine Reihe an Handlungsalternativen, wie zum Beispiel ein anderes Jobangebot, nicht wahrgenommen werden.

FOMO

Deshalb kann beim Treffen einer Entscheidung auch die Angst mitschwingen, etwas anderes – vielleicht die bessere Alternative – zu versäumen. Dieses Gefühl der Verlustangst wird auch als FOMO, fear of missing out, bezeichnet.

Öffne die Tür
Öffne die Tür?Pexels

Gehe durch eine Tür

Damit die Angst eine bessere Alternative zu versäumen nicht entsteht, ist es wesentlich, die volle Konzentration auf ein spezielles Thema zu legen. Damit werden sich weitere berufliche Möglichkeiten auf Deinem Lebensweg eröffnen. Der Volksmund sagt dazu: „Gehe durch eine Tür und es werden sich weitere Türen für Dich öffnen.“ Daher frage ich Dich dieses Mal: „Durch welche Tür wirst Du gehen?“

 

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Krise? Entwickle Zukunftskompetenzen

Inspiration für Millennials #67. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Kompetenzen entwickelst Du gerade für Deine Zukunft?

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Ausgangssperre

Gegenwärtig leben wir in einer bescheidenen Zeit, in der die sozialen Aktivitäten auf ein Minimum beschränkt sind. Es ist nicht möglich, Freunde zu treffen, ins Kino zu gehen oder gar in ein anderes Land zu reisen. Damit ist das pulsierende Leben – das besonders die jungen Jahre prägt – in vielen Belangen zum Stillstand gekommen.

Innere Krise

Die äußere Krise kann damit schnell zu einer inneren Krise werden, da Alltagsstrukturen und soziale Interaktion wegfallen. Der populäre Fernsehmoderator und Lebenskünstler Sepp Forcher, der mit seinen 90 Jahren über reichlich Lebenserfahrung verfügt, meint dazu: „Wahre Krisen spielen sich nicht um uns, sondern in uns ab.“

Pandemie als Chance

Damit die Pandemie nicht zu einer inneren Krise führt, ist es wichtig, die Gegenwart aus einer anderen Perspektive zu betrachten: In ihr steckt nämlich die Chance, bereits jetzt Kompetenzen zu erwerben, die für spätere Lebenssituationen hilfreich sein können. Denn zu persönlichen Krisen kann es – auch wenn das in der Jugend kaum vorstellbar ist – früher oder später einmal kommen. Jedoch können diese mit den jetzt entwickelten Zukunftskompetenzen besser bewältigt werden.

Entwickle Deine Zukunftskompetenzen

Um etwaige Rückschläge wie z.B. den Verlust eines geliebten Menschen oder den Verlust eines Jobs leichter bewältigen zu können, kann nun die Pandemie als Gelegenheit genutzt werden, um aus Gegenwind Rückenwind werden zu lassen und neue Kompetenzen zu entwickeln. Eine Möglichkeit dazu bietet sich, in dem Du Dich neuen Themen und Inhalten widmest. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welche Kompetenzen entwickelst Du gerade für Deine Zukunft?

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Schwierige Situation? Mache es wie Nikola Bilyk

Inspiration für Millennials #66. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Herausforderungen packst Du aktiv an?

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Schwierige Situationen

Wir sind beinahe täglich mit schwierigen Situationen konfrontiert, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld, wie beispielsweise in Beziehungen oder im Sport. Der österreichische Paradehandballer Nikola Bilyk, der 2020 mit seinem Verein THW Kiel deutscher Meister wurde, bezeichnet diese schwierigen Situationen als Herausforderungen.

Bloß ein Wortspiel?

Auch wenn die Veränderung des Wortes für viele nur eine Spielerei ist, so kann die Verwendung des Synonyms „Herausforderung“ bereits eine entscheidende Änderung des Mindsets bewirken. Eine schwierige Situation bremst die Motivation, während eine Herausforderung auffordert, eine außergewöhnliche Leistung zu erbringen.

Macht der Wiederholung

Die Änderung des Mindsets ist bereits eine gute Basis, um die Herausforderungen des Lebens gut zu meistern – ausreichend ist das aber nicht. Notwendig ist es auch, sich im Umgang mit bestimmten Situationen zu üben oder wie es Nikola ausdrückt: „Wenn Du bestimmte Herausforderungen immer wieder erlebst, dann lernst Du sie auch zu beherrschen.“

Mache es wie Nikola Bilyk

Für den Aufbau dieser Kompetenz musst du lediglich die Herausforderungen in Deinem Leben annehmen. So lernst Du wie Nikola Bilyk durch die Macht der Wiederholung Deine Situationen gut zu bewältigen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welche Herausforderungen packst Du aktiv an?

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Schwierige Situation? Aktiviere Deinen Anker

Inspiration für Millennials #65. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie aktivierst Du Deinen Anker?

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Erfolgsbewusstsein schaffen

Eine zentrale Grundlage für die Stärkung Deines Selbst besteht darin, Dir Erfolge bewusst zu machen. Dafür ist es notwendig Dir die großen, aber auch die kleinen Erfolge ins Gedächtnis zu rufen. Schließlich sollst Du auf einer Erfolgswelle schwimmen.

Setze Deinen Anker

Die Art, wie Du Erfolge in Deinem Gedächtnis verankerst, kennt keine Grenzen. Beispielsweise kannst Du einen Anker setzen, indem Du Deine besonderen Erfolgsmomente

Schwierige Situationen

Jedoch bringt die Entwicklung Deiner Persönlichkeit ebenso mit sich, dass Du – auch wenn Du das auf gar keinen Fall erleben möchtest – mit unangenehmen Momenten oder Aufgaben konfrontiert wirst. Das sind also schwierige Situationen, die Du am liebsten vermeiden würdest: Das kann der Anruf beim wichtigen, aber mühsamen Kunden oder das Gespräch mit einem uneinsichtigen Kollegen sein, der nicht und nicht von seinem unverständlichen Standpunkt abweichen möchte.

Aktiviere Deinen Anker

Eine unangenehme Situation auf die lange Bank zu schieben, ist auf Dauer keine Lösung. Daher ist es wichtig, dass Du Dein Mindset überlistest: Bringe Dich bereits vor der schwierigen Situation in ein Erfolgsbewusstsein, indem Du mit Gedanken oder kleinen Gesten Deinen Anker wieder aktvierst. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie aktivierst Du Deinen Anker?

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Die Inspiration für Millennials #66 gibt es am 9. April!

Selbstwert? Feiere Deine Erfolge

Inspiration für Millennials #63. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie machst Du Deine Erfolge sichtbar?

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Fokus auf Fehlleistungen

In den Nachrichten, aber auch in Unternehmen und Ausbildungssituationen ist das Augenmerk auf Fehler gerichtet. Dieses Verhalten ist bis zu einem gewissen Grad auch nachvollziehbar – schließlich möchten wir einwandfreie Produkte kaufen und von korruptionsfreien Politikern regiert werden. Auch in den Schulen des Landes stehen Fehlleistungen im Fokus der Aufmerksamkeit, die Bewertungen verschlechtern und Stärken abwerten.

Schwächung des Selbstwerts

Dieses auf Fehler fokussierte Verhalten zeigt Wirkung: Personen, die eine positive Rückmeldung erhalten, können diese Komplimente nicht oder kaum annehmen. Beruflich beobachte ich daher oft, dass Personen, deren Leistung hervorgehoben werden, diese Lorbeeren von sich weisen. Man erkennt dieses Verhalten vor allem an einer Verlegenheit, die durch abwehrende Gestik oder kaum verständliche Wortfetzen verdeutlicht wird.

Misserfolgsbewusstsein

Im Mindset der Menschen wird damit ein Misserfolgsbewusstsein programmiert, das für künftige Vorhaben wie ein schwerer Klotz am Bein wirkt: Es untergräbt den Glauben an einem selbst. Das ist die logische Konsequenz, die sich aus der Betonung von Fehlleistungen ergeben.

Feiere Deine Erfolge

Wesentlich für Dein persönliches Befinden und Deine Wirkungskraft ist aber der Glaube an Dich. Grundlegend dafür ist, Dir Deine Erfolge bewusst zu machen. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie machst Du Deine Erfolge sichtbar?“

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Schwere Zeiten? Setze Deinen Anker

Inspiration für Millennials #62. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal:Welche Erfolge können Dich beflügeln?

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Erfolgsgeschichten

Jeder von uns hat in seinem Leben bereits kleine und große Erfolgsgeschichten geschrieben. Das Bewusstsein über diese ist aber häufig nicht im Mindset verankert. Das beobachte ich regelmäßig, wenn ich in meinen Workshops nach erreichten Erfolgen in der Vergangenheit frage und keine oder kaum selbstbewusst vorgetragene Antworten erhalte.

Erfolge passieren

Tatsächlich ist vielmehr das Gegenteil der Fall. Junge Menschen in ihren 20ern und 30ern haben bereits eine lange Liste an Erfolgen gesammelt: die abgeschlossene Berufsausbildung, die Erlangung der Hochschulreife, der Führerschein oder der erste Urlaub ohne Eltern.

Unbewusste Erfolge

Diese Erfolge haben sie von kleinen Kindern zu jungen Persönlichkeiten mit mehr oder minder ausgeprägten Stärken werden lassen. Leider fehlt vielen dieses Bewusstsein – wie meine Beobachtungen in den Workshops zeigen –, denn sonst könnte man mit Stolz und Freude diese Erfolge betrachten und zufrieden seinen Lebensweg weitergehen.

Erfolge bewusstmachen

Daher schätze ich die Initiative von der MEGA Bildungsstiftung besonders, da sie gute Geschichten über die Potenzialentfaltung verschiedener Personen aufzeigt und damit andere Menschen inspiriert. Mehr über diese Initiative kannst Du unter folgendem Link erfahren:

Setze Deinen Anker

Das Bewusstmachen von Erfolgsgeschichten kann ein wesentlicher Anker sein, um auch in einer so schweren Zeit, wie der jetzigen, den Glauben an Dich und Deine Stärken wiederzufinden. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welche Erfolge können Dich beflügeln?“

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Lockdown? Gestalte Deine Zukunft

Inspiration für Millennials #61. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Inwiefern arbeitetest Du an Deiner Zukunft?

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Altes wird verdrängt

Wir leben gegenwärtig in einer Phase des massiven Umbruchs, der so manches berufliche Feld alt aussehen lässt. Das Alte, das in vielen Fällen nicht mehr zeitgemäß ist, weil es ökonomischen und/oder auch umweltpolitischen Gründen widerspricht, wird damit auf die Probe gestellt und zurückgedrängt.

Veränderungen passieren

So werden sich nach der Corona-Krise beispielsweise die Geschäftstermine grundlegend verändert haben: Manager, die es gewohnt waren, mehrmals wöchentlich zu einem Geschäftstermin nach Frankfurt, London oder Paris aufzubrechen, werden ihre Routine-Termine nicht mehr vor Ort, sondern in Videocalls, wahrnehmen.

Unzeitgemäßes wird gestrichen

Daher werden Manager nur mehr bei wichtigen, persönlichen Terminen um 4 Uhr in der Früh aufstehen, zum Flughafen eilen, um am Jour-Fixe in der Unternehmenszentrale teilnehmen zu können. Auch sind viele der Betroffenen ganz froh, wenn sie dann nicht mehr um 22 Uhr abends erschöpft nach Hause kommen und eigentlich auch noch den nächsten Arbeitstag für die Regeneration benötigen würden.

Ressourcen werden geschont

Ein derartiges Verhalten im Geschäftsleben, das erhebliche Kosten verursacht, die Umwelt schädigt und noch dazu den Menschen fordert, wird es nach Bewältigung der Pandemie nicht mehr geben. Geschäftsreisen werden damit – so viel ist gewiss – nur mehr aus wichtigen Gründen stattfinden. Das sind dann Termine, wo beispielsweise der Vertrauensaufbau oder die Besiegelung einer mehrjährigen Partnerschaft im Fokus eines Meetings steht.

Neues entsteht

Die Pandemie-Zeit ist damit auch eine Phase, in der Altes wegfällt und Neues entstehen wird. Das Neue erfordert aber andere Fähigkeiten: So sind beispielsweise bei Videocalls andere Kenntnisse gefordert, die bei der optimalen Beleuchtung und der Mikroeinstellung beginnen und beim persönlichen Verhalten im Meeting – wo die Frage ist, wann und vor allem wie welches Thema platziert wird – enden.

Gestalte die Zukunft

In dieser Zeitenwende, in der zweifelsohne Neues entsteht, wird die Zukunft gestaltet. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Inwiefern arbeitetest Du an Deiner Zukunft?“

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Die Inspiration für Millennials #62 gibt es am 5. März!

Lockdown? Entdecke Deine Leidenschaft wie Paula

Inspiration für Millennials #59. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Leidenschaft entdeckst Du für Dich in der Ausgangssperre?

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Aufbruch nach Australien

Paula war zu Jahresbeginn 2020 schon bereit, um im Rahmen ihres Auslandssemesters nach Australien aufzubrechen. Die Vorfreude war riesig. Schließlich wollte sie fern der Heimat die dortige Lebensphilosophie kennenlernen, den Lifestyle genießen und auch die unendlichen Weiten der Natur erkunden.

Große Enttäuschung

Was folgte, war – Corona-bedingt – nicht das Studium in Australien, sondern ein Aufenthalt in den eigenen vier Wänden: Von Aufbruchsstimmung oder gar Abenteuerlust ist somit wenig geblieben. Die Enttäuschung war – was nachvollziehbar ist – gewaltig!

Entdecke Deine Leidenschaft

Doch die Enttäuschung währte nicht lang: Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, lies sich Paula durch die medialen Kochshows inspirieren und hat ein Thema entdeckt, in dem sie ihre Kreativität ausleben kann: Das Kochen.

Paula kocht

Das Kochen ist für Paula genau das Richtige, da sie durch ihr neues Hobby das für sie wichtige Bedürfnis, etwas Sichtbares zu schaffen, befriedigen kann. Und so ist aus Paulas Interesse – und wohl auch aus ihrer Begabung heraus – eine begeisterte Köchin geworden, die mit viel Engagement und noch mehr Liebe aus ausgewählten Zutaten herzhafte Gerichte auf den Tisch zaubert.

Die Küchenschlacht

In der ZDF-Sendung „Die Küchenschlacht“ punktete Paula mit ihren einzigartigen Kreationen sowie mit ihrem Humor: Schließlich hatte ihre Großmutter laut ihrer Aussage 15 Kinder und da wolle kochen schon gelernt sein. (…) Ihre Großmutter sei eben eine fleißige Frau gewesen.

Mache es wie Paula

Paula, die allen Grund dazu gehabt hätte, über das erfahrene Unglück zu sinnieren und vor Selbstmitleid zu zerfließen, hat in dieser schweren Zeit ihre große Begeisterung fürs Kochen entdeckt. Daher frage ich Dich dieses Mal: „Welche Leidenschaft entdeckst Du für Dich in der Ausgangssperre?“

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Lockdown? Mache es wie David Guetta

Inspiration für Millennials #58. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie nutzt Du die Ausgangssperre?

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Träge machende Lockdowns

In dieser herausfordernden Zeit werden manche Menschen unproduktiv. So ergeht es auch vielen Musikern, da ihnen
1. das Einkommen und
2. die Rückmeldung
auf ihre erbrachte Leistung fehlt.

Einkommen bricht weg

Die Produktion von Musik während des Lockdowns ergibt für die Künstler aus kommerzieller Perspektive tatsächlich wenig Sinn. Es fehlt ihnen nämlich das Präsenzpublikum, das für sie eine zentrale – wenn nicht sogar DIE zentrale – Einkommensquelle darstellt.

Finanzielle Perspektive ist auf Null

Dieses nicht vorhandene Einkommen kann schwer durch digitale Geschäftsmodelle wie z.B. durch eine Veröffentlichung der Songs auf Spotify oder ähnlichen Plattformen kompensiert werden. Damit sind die Künstler ohne jede finanzielle Perspektive für ihre kreative Schaffenskraft.

Antriebslos

Dazu kommt den Künstlern ein weiterer motivationaler Faktor abhanden: Das Präsenzpublikum ist für die Musiker nicht nur die monetäre, sondern auch die künstlerische Lebensquelle. Den Künstlern mangelt es nämlich an Applaus, der wohl zumindest für einen Teil der Antriebskraft des Kunstschaffenden verantwortlich ist.

Feedback als Motivator

Dies ist auch das Ergebnis einer Künstlerbefragung, die ich vor 10 Jahren mit einer Studentin durchgeführt habe. Aus dieser Studie ging hervor, dass für Künstler die Bühnenpräsenz – und damit das Klatschen und Lachen, manchmal auch das Buhen des Publikums – die wahre Antriebsfeder darstellte. Dieses Forschungsresultat bestätigte implizit auch der berühmte DJ David Guetta, der in einem Interview sinngemäß sagte, dass er lieber auf der Bühne performe als im stillen Kämmerlein zu arbeiten.

Mache es wie David Guetta

Dennoch hat sich David – im Vergleich zu anderen Künstlern – dazu entschieden, neue Songs zu produzieren – und damit seiner Unproduktivität die Stirn zu bieten. Dieses Role Model kann auch für Dich ein motivationaler Schub sein; daher frage ich Dich dieses Mal: „Wie nutzt Du die Ausgangssperre?“

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Bescheidenes 2020? Mache trotzdem einen Jahresrückblick

Inspiration für Millennials #57. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Erkenntnisse hat Dir das Jahr 2020 gebracht?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie grundlegend Rituale für die Entwicklung von Möglichkeiten sind. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig es ist, das Jahr mit einem inneren Frieden abzuschließen.

Bescheidenes 2020

Das Jahr 2020 war wirklich ungewöhnlich. Wenn uns jemand zu Beginn des Jahres erklärt hätte, dass das Land im Frühjahr und im Winter jeweils für mehrere Wochen durch einen Lockdown heruntergefahren wird und das nächste Silvester ohne große Party stattfindet, hätten wir ihn für nicht zurechnungsfähig gehalten.

Was bleibt?

In einigen Jahren - und mit etwas reflexivem Abstand betrachtet - werden wir diese Krise mit Hilfe von Begriffen, die unser Leben geprägt haben, beschreiben. Wörter wie Covid-19, Social Distancing, Pandemie, Homeoffice, Distance Learning oder auch der viel zitierte Babyelefant werden uns das herausfordernde Jahr 2020 - hoffnungsvollerweise mit einem Lächeln im Gesicht - ins Gedächtnis rufen.

Seuchenjahr 2020?
Seuchenjahr 2020?© Pexels

Kollektives Gedächtnis

Die großen Begriffe bleiben im kollektiven Gedächtnis gespeichert und sie werden auch noch nach Jahren die persönlichen Erfahrungen - ohne große Erläuterung - auf den Punkt bringen. Das kollektive Gedächtnis ist damit wichtig: Es sorgt für eine Verankerung in der Gesellschaft und auch für eine Kommunikationsbasis, mit der keine große Erklärung notwendig ist.

Individuelle Erfahrungen

Auch wenn das Kollektive von hoher Bedeutung ist, so hast Du zeitgleich - davon bin ich überzeugt - eine Menge an wertvollen Erfahrungen gemacht. Diese können durch Reflexion für Dich zum Wegweiser für Deine persönliche Weiterentwicklung werden.

Covid-19-Erfahrungen

Die neuen Kompetenzen, die Du in diesem herausfordernden Jahr 2020 erworben hast, werden beruflicher, aber auch privater Natur sein. Die Bewusstmachung dieser Erfahrungen wird Dir durch die Beantwortung folgender Fragen erleichtert:

  • Auf welche Freunde kannst Du zählen und welche Freunde sind Dir - ohne es zu merken - abhandengekommen?
  • Wie hast Du Dich bei Deinen Kochkünsten weiterentwickelt?
  • In welchen beruflichen Belangen haben sich Videokonferenzen für Dich als wertvoll herausgestellt?
  • Welche Kompetenzen hast Du in der Selbstorganisation erlernt?
  • Welche fachliche Weiterentwicklung hast Du erfahren?

Mache einen Jahresrückblick

Auch wenn das kollektive Gedächtnis unsere persönlichen Erfahrungen zudeckt, so ist es wichtig, das Jahr 2020 friedlich und mit aufbauenden Gedanken zu schließen. Dafür bieten sich gerade die Weihnachtsfeiertage an, die auch ich zur inneren Einkehr verwenden werde. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welche Erkenntnisse hat Dir das Jahr 2020 gebracht?"

 

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Kontrollverlust? Führe Rituale ein

Inspiration für Millennials #56. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie strukturierst Du Deinen Tag?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig es ist, Widrigkeiten keine unnötige Aufmerksamkeit zu schenken und sich auf Chancen zu fokussieren. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie wichtig Rituale für die Entwicklung von Möglichkeiten sind.

Strukturlos?

Eine schwerwiegende Folge der Pandemie ist, dass den Menschen festgefahrene Muster, die den Arbeitsalltag gestaltet haben, genommen wurden. Es fehlen Struktur und Orientierung. Menschen erleben dadurch den Verlust liebgewonnener Sicherheiten - und stehen in Folge schockiert vor einem Berg an Aufgaben, die sie nun selbstständig koordinieren müssen.

Kontrollverlust

Eine derartige Schockstarre erfahren Menschen auch, wenn sie - ähnlich der Pandemie - unvorbereitet von einer Lebensphase in die andere eintreten, wie dies beispielsweise auch beim Übergang von der Schule an die Universität der Fall sein kann. Dieses Verhalten führt dazu, dass der Mensch an sich zweifelt und manchmal sogar an der Situation verzweifelt!

Erhöhte Eigenverantwortung

Damit ist eine gelebte Eigenverantwortung in der Krise - nicht nur beim Tragen der Nasen-Mund-Maske und beim Abstandhalten zu anderen Menschen - gefragt. Das stellt eine wichtige Kompetenz dar, die insbesondere bei der freien Gestaltung des Arbeitsalltags von hoher Bedeutung ist, da bei dieser gilt: Je autonomer Du lebst, desto disziplinierter solltest Du agieren, um zu Ergebnissen zu gelangen!

Disziplin als Tugend

Auch wenn Disziplin ein nur mäßig attraktiv erscheinender Wert ist, so kann sie für das Zustandekommen von Resultaten enorm hilfreich sein. Grundlegend dafür ist die Implementierung von wiederkehrenden Abläufen zur Gestaltung des Arbeitsalltags.

Rituale
Rituale© Pexels

Hilfreiche Rituale

Hilfreich dabei können Rituale - also wiederkehrende Gewohnheiten - sein. Die Einführung von Ritualen wird Dir durch die Beantwortung folgender Fragen erleichtert:

  • Wie oft betätigst Du morgens die Snooze-Taste?
  • Was ist Dir lieber, eine Tasse Kaffee oder doch ein energiereiches Frühstück?
  • Was steht an diesem Tag ganz oben auf Deiner To Do-Liste?
  • Wann ist in Deinem Zeitablauf eine Pause für einen kurzen Spaziergang möglich?
  • Welches Tagesziel ist realistisch, damit Du danach mit einem guten Gefühl den Laptop zuklappen kannst?

Führe Rituale ein

Auch wenn in einer säkularisierten Gesellschaft Rituale tendenziell an Wert verlieren, so steckt in ihnen die Macht, dass sie Dir eine gelebte Eigenverantwortung ermöglichen. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie strukturierst Du Deinen Tag?"

Schreibe Deine Überlegungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller@wu.ac.at

 

 

Krise? Fokussiere Dich auf Chancen

Inspiration für Millennials #55. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Möglichkeiten nutzt Du in der Krise?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du zu mehr Handlungsverantwortung gelangst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, welche Rolle dabei Unannehmlichkeiten spielen.

Widerwärtigkeiten

Die Krise greift tief in das berufliche und auch private Leben ein. Es zerstört regelrecht ein über die Jahre aufgebautes Verhalten, das bisher in so vielen Belangen wohltuend war und auch zum Erfolg geführt hat, wie zum Beispiel der morgendliche Informationsaustausch unter Kollegen bei einer Tasse Kaffee. Die Krise ist - auch das muss einmal in aller Klarheit gesagt werden - in vielen Lebensbereichen widerwärtig.

Mangelnde Gestaltungskraft

Widerwärtigkeiten haben es grundsätzlich so an sich, dass der Mensch ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt. Durch diese Haltung bekommen die negativen Dinge jedoch eine noch stärkere Wirkung, und der wahrgenommene Mangel an Gestaltungskraft frustriert den Einzelnen umso mehr.

Corona-Innovationen

Zur gleichen Zeit entstehen in vielen Bereichen des Lebens neue Geschäftsmodelle, die alte - schon in die Jahre gekommene Produkte - verdrängen. Auch die Zusammenarbeit der Menschen in Unternehmen - und über die Staatsgrenzen hinweg - ändert sich durch die zunehmende Digitalisierung nachhaltig. Es entstehen dabei gerade in dieser schwierigen Zeit ebenso Corona-Innovationen, wie zum Beispiel eine regional orientierte Online-Shoppingplattform, die vor kurzem von drei WU-Absolventinnen gelaunched wurde.

Krisensituationen wirken wie ein Vergrößerungsglas
Krisensituationen wirken wie ein Vergrößerungsglas© Pexels

Spreu trennt sich vom Weizen

Krisensituationen wirken wie ein Vergrößerungsglas: So werden nachhaltige Leistungen - die für Unternehmen, Menschen oder für Dich persönlich von Nutzen sind - besonders gut sichtbar. Es werden aber auch Verhaltensweisen von Personen sichtbar, deren Lösungsorientierung schon vor der Krise nur wenig ausgeprägt beziehungsweise wenig zukunftsträchtig war.

Fokussiere Dich

Wesentlich ist somit, den Fokus nicht auf die Widrigkeiten, sondern auf die Chancen - die sich gerade durch die Krise eröffnen - zu legen. Daher frage ich dieses Mal: "Welche Möglichkeiten nutzt Du in der Krise?"

Schreibe Deine Überlegungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller@wu.ac.at

Krise? Beschreibe Deine Situation

Inspiration für Millennials #54. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie ist Deine zukünftige Perspektive?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du zu mehr Eigenverantwortung gelangst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du Dir Handlungsoptimismus aneignen kannst.

Zu kleines Home fürs Office

Die Krise mit all ihren Erscheinungsformen bringt die Menschen bis an den Rand des Ertragbaren. Davon sind unter anderem auch Selbstständige massiv betroffen - deren Existenzgrundlage von einem auf den anderen Tag auf Null gesetzt wurde. Die Schwere der Krise trifft aber auch Arbeitslose und Familien im Homeoffice, deren Home für ein Office viel zu klein ist.

Triste Lage

Die menschlichen Begegnungen und die Partys, die so sehr fehlen und die das Menschsein ausmachen, tun das Übrige zur tristen Lage. Daher passiert es auch, dass Menschen zu zweifeln beginnen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft verlieren.

Optimismus ist gefragt
Optimismus ist gefragt© Pexels

Optimismus ist gefragt

Die Krise in ihrer Grausamkeit ist tatsächlich für viele - die gerade erneut einen weiteren Tiefpunkt erlebt haben und so in den Niederungen ihrer Gefühlswelt angekommen sind - schwer zu akzeptieren. Dennoch ist der Glaube an sich und an die im nächsten Jahr besser werdenden Rahmenbedingungen für die persönliche Weichenstellung grundlegend!

Eine Frage der Perspektive

Auch wenn die Situation im Moment noch so bescheiden sein mag, so ist das heutige Leben in unserem schönen Alpenland von großen Vorzügen geprägt und auch durch die staatlichen Institutionen gut abgesichert. Jedenfalls möchte niemand von uns in einem kriegsführenden Land leben oder seine Situation gar mit Menschen tauschen, die vor hundert Jahren bittere Armut durch die Weltwirtschaftskrise und den darauffolgenden Krieg erleben mussten.

Beschreibe Deine Situation

Das eigene Empfinden ist damit auch eine Frage der Perspektive. Gut gelingen kann die Veränderung Deines Mindsets durch Vergleiche mit anderen, oder vielleicht sogar mit früheren Situationen, von denen Dir vielleicht noch Deine Großeltern erzählen können. Daher frage ich dieses Mal: "Wie ist Deine zukünftige Perspektive?"

Schreibe Deine Überlegungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller@wu.ac.at

Krise? Nimm sie an

Inspiration für Millennials #53. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie eigenverantwortlich agierst Du?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du die Krise für Deine persönliche Entwicklung nutzen kannst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du zu mehr Eigenverantwortung gelangst.

Eigenverantwortung

Der wesentliche Treiber, um aus der Krise mit neuen Stärken hervorzugehen, bist Du mit Deiner Persönlichkeit - diese Aufgabe können andere Menschen für Dich nicht übernehmen! Daher habe ich in der letzten Woche auch über die generelle Bedeutung von Eigenverantwortung - nicht nur in Krisenzeiten - geschrieben.

Bremse des Fortschritts

Die wohl größte Bremse für Deinen persönlichen Fortschritt ist, wenn Du für Deine Ergebnisse oder Deine Situation andere in die Verantwortung ziehst. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht von den Verschwörungstheoretikern sprechen, die Weltuntergangsszenarien zeichnen und die als Hauptverantwortliche für den Status quo die politischen Instanzen mit den Währungshütern verantwortlich machen.

Kindisches Verhalten

Nein, es ist an dieser Stelle schon vollkommen ausreichend, wenn die externe Ursachenzuschreibung auf das persönliche Umfeld bezogen wird, wie das beispielsweise sehr häufig bei kleinen Kindern zu beobachten ist. Dort sind, je nach Ergebnis und je nach Schwere der persönlichen Rückschläge, abwechselnd die Schwester, der Papa oder auch der Hund für deren Befindlichkeit verantwortlich.

Kindische Erwachsene

Ein kindisches Verhalten ist aber auch bei erwachsenen Menschen - nicht nur bei Verschwörungstheoretikern - zu beobachten. So kennst Du sicherlich auch mehrere Personen in Deinem privaten oder beruflichen Umfeld, die für eine eher "bescheidene" Situation rasch andere Verantwortliche, wie zum Beispiel den Vorstand, den unsympathischen Kollegen aus der Nachbarabteilung oder auch das störungsanfällige Internet, finden.

© Pexels

Chancen erkennen

Ein kindisches Verhalten im Erwachsenendasein vergeudet aber unnütze Energie, da Du Dich nicht mit Deinen vorhandenen Chancen, sondern mit kreativen Argumentationen beschäftigst - und gegebenenfalls sogar noch für miese Stimmung im Team sorgst. Ein solches Verhalten wird Dich aber keinesfalls gestärkt aus der Krise führen.

Nimm die Krise an

Wesentlich geschickter ist es somit, wenn Du die Krise mit all ihren Facetten annimmst. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie eigenverantwortlich agierst du?"

Schreibe Deine Überlegungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller@wu.ac.at

Krise? Übernimm Eigenverantwortung

Inspiration für Millennials #52. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gehst Du mit der Krise um?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig die Programmierung Deines Mindsets für die Bewältigung der Krise ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du die Krise für Deine persönliche Entwicklung nutzen kannst.

Ein Hoffnungsschimmer

Die Börsen haben diese Woche bereits euphorisch auf die Entwicklung eines Impfstoffes des deutschen Unternehmens BioNTech reagiert, der einen 90-prozentigen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bieten soll. Die Kursgewinne an den Börsen sind damit ein erster, wesentlicher Indikator, dass es bereits in wenigen Monaten wieder aufwärts geht.

Status quo bleibt vorerst

Die Börsen sind nämlich ein sehr kluges Wirtschaftsbarometer, da sie die wirtschaftliche Entwicklung bereits ein halbes Jahr im Vorhinein abbilden. Das bedeutet aber auch, dass die Krise - mit all ihren unangenehmen Begleiterscheinungen - uns die nächsten Monate noch beschäftigen wird.

Entwicklungschancen

Daher wäre es eine falsche Reaktion, sich auf den Entwicklungen der Pharmaindustrie auszuruhen und auf die Bewältigung der Krise durch einen Impfstoff zu warten. Vielmehr ist das Gegenteil angebracht: Die momentane Situation - die so viel Leid und Unannehmlichkeiten mit sich bringt - sollte als proaktive Entwicklungschance betrachtet werden.

Wie umgehen mit der Krise?
Wie umgehen mit der Krise?© Pixabay

Gekommen, um zu bleiben

So ist beispielsweise das Homeoffice in vielen Unternehmen sowie in der Aus- und Weiterbildung angekommen - und wird es voraussichtlich auch bleiben! Damit ist eine stärkere Eigenverantwortung gefordert, weil die organisationalen Rahmenbedingungen wie Ort oder Zeit, die Dir im Arbeitsleben Halt geben, fehlen.

Wachstum durch Eigenverantwortung

Damit bist Du in Deiner Eigenverantwortung stärker als jemals zuvor gefordert. Zugleich kann das auch die zentrale Kompetenz sein, die für Dich als persönlicher Booster genutzt werden kann, da Du schließlich der größte Treiber für Dein Vorankommen bist! Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie gehst Du mit der Krise um?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Krise? Programmiere Dein Mindset

Inspiration für Millennials #51. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gehst Du aus der Krise hervor?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, warum es wichtig, auch den kleinsten Interessensimpulsen nachzugehen. In dieser Woche war es meine feste Absicht, dieses Thema zu vertiefen und die Kolumne dazu war auch schon in den Computer eingetippt. Aber dann wurde ich durch meine morgendlichen Video-Calls mit meinen Millennials darauf aufmerksam gemacht, wie herausfordernd die Bewältigung der Krise für viele von ihnen ist.

Trübe Zeiten

Die gegenwärtige Situation mit Gesundheits-, Wirtschafts- und Jobkrise stellt bereits für Berufsoptimisten eine gewaltige Herausforderung dar. Und als ob nicht schon genug Probleme unsere Zuversicht gelähmt hätten, so ist unser schönes Land zu Beginn dieser Woche auch noch vom Terror heimgesucht worden.

Ohnmacht kehrt ein

Angst geht um und zeitweilig kehrt auch Ohnmacht ein. Damit kommt die Gestaltungsmacht zum Erliegen, was in einer bedrohlichen Situation verständlich ist. Durchatmen und sich innerlich wieder aufrichten, lautet damit die Devise.

Das Mindset entscheidet.
Das Mindset entscheidet.© Pixabay

Gestaltungskraft ist gefragt

Zugleich ist gerade in dieser so schwierigen Zeit der Glaube an die Menschen und an sich selbst gefragt, um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Wesentlich ist - auch oder gerade in dieser trüben Zeit - nach einer Phase der Besinnung wieder an der Zukunft zu arbeiten; auch wenn das noch so schwierig sein mag.

Programmiere Dein Mindset

Eine Krise ist jedenfalls immer auch eine Chance zur Neugestaltung. Die Frage, ob Du gestärkt oder gebeutelt aus der Krise hervorgehst, ist deshalb auch eine Frage Deiner inneren Einstellung, also Deines Mindsets. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie gehst Du aus der Krise hervor?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Unmotiviert? Mache es wie Giulia Enders

Inspiration für Millennials #50. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Worüber möchtest Du mehr wissen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig das Nachfragen bei unklaren Sachverhalten für das Begreifen der Welt ist. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, warum es wichtig, auch den kleinsten Interessensimpulsen nachzugehen.

Zu große Fragen

Bei meiner Tätigkeit als Lehrveranstaltungsleiter konfrontieren mich meine Studierenden nahezu täglich mit für sie brennenden Fragen. Dabei werde ich - wenn sie beispielsweise keine Vorstellung über ihre berufliche Zukunft haben - auch gefragt, welchen Weg sie nach dem Studium einschlagen sollen. Das sind Fragen, die zwar kurz und prägnant gestellt werden können, die aber aufgrund ihrer inhaltlichen Reichweite schier unbeantwortbar sind. Daher zeige ich Dir in den nächsten Wochen Möglichkeiten auf, wie Du Dein künftiges berufliches Themenfeld nach und nach, aber dennoch gezielt eingrenzen kannst.

Oberflächliche Informationen

In vielen Bereichen unseres Lebens werden Sachverhalte häufig nur kurz angerissen, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen. Ein Verstehen von Zusammenhängen oder gar die Entstehung von Interesse wird so unmöglich gemacht, weil grundsätzlich wichtige Fragen, wie beispielsweise "Wie funktioniert kacken?" (© Giulia Enders), nicht gestellt werden und damit unbeantwortet bleiben.

Darm mit Charme

Giulia Enders hat bereits als junge Frau mit gerade einmal 22 Jahren die für sie - und wohl auch andere Menschen - zentrale Frage, wie ein Darm funktioniert, in Poetry Slams vorgetragen und schließlich im Bestseller "Darm mit Charme" im Jahr 2014 publiziert. Sie hat sich damit einem bisher wenig erforschten Themenfeld gewidmet und darüber ein wissensbasiertes und zugleich unterhaltsames Buch geschrieben, das über eine Million Mal verkauft wurde.

© Pixabay

Mache es wie Giulia Enders

Giulia hat durch ihren Zugang, unbeackerte Themenfelder zu erkunden, ihr Interesse entwickelt und Medizin studiert. Sie ist mittlerweile 30 Jahre alt und arbeitet als Internistin in Frankfurt am Main.

Geschickt kann es deshalb - in Anlehnung an Giulia - im Leben sein, sich in vielen Belangen nicht mit oberflächlichen Aussagen zufrieden zu geben, sondern den nächsten Schritt in unbekanntes Terrain zu wagen. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Worüber möchtest Du mehr wissen?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Unwissend? Stelle Fragen

Inspiration für Millennials #49. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Fragen stellst Du?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du die Erfahrung Deines Mentors nutzen kannst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, welche Kompetenz dafür grundlegend ist.

Wissbegierige Kinder

Kleine Kinder sind wissbegierig - und sie möchten in der Regel auf jede ihrer Fragen am besten sofort eine Antwort erhalten. Das kann für die Eltern häufig herausfordernd sein, denn wer weiß schon, wie schwer das eigene Haus ist oder aus wie vielen Ziegelsteinen es besteht ... ?

Keine Schwäche zeigen?

Für Kinder ist das Stellen von Fragen das Normalste auf der Welt: Sie erkunden damit die Welt und machen sich diese so zugänglich. Ihnen wird jedoch im Laufe der Jahre von verschiedensten Seiten beigebracht, dass es in vielen Situationen des Lebens geschickter sein kann, auch einmal nicht nachzufragen. Denn egal ob in Ausbildungsinstitutionen oder am Arbeitsplatz - das Gefühl, dass Nachfragen als ein Zeichen von Unwissenheit oder gar Schwäche interpretiert werden könnte, ist in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig.

Welche Fragen stellst Du?
Welche Fragen stellst Du?© Pixabay

Eine verlorene Kompetenz

Das kindliche Verhalten des Nachfragens erfährt daher in der Regel keine Wertschätzung, wodurch diese elementare Kulturtechnik mit dem Älterwerden zunehmend verloren geht. Eine zentrale Folge dieser Art von Sozialisierung ist, dass der Menschen zwar informiert wird, jedoch die Fähigkeit ausbleibt, diese dargebrachten Informationen auch aktiv zu verarbeiten oder überhaupt kritisch zu reflektieren.

Stelle Fragen!

Der Aufbau von Wissen oder gar von Interesse wird damit erheblich erschwert. Geschickt kann es deshalb im Leben sein, sich in vielen Belangen das Kindliche zu erhalten. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welche Fragen stellst Du?"

 

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Verzwickte G'schicht? Frage Deinen Mentor

Inspiration für Millennials #48. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was erzählst Du Deinem Mentor?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, warum Dir ein Mentor Klarheit über Deine künftigen Wege verschaffen kann. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du die Erfahrung Deines Mentors nutzen kannst.

Überfordert?

Die persönlichkeitsprägenden Jahre sind herausfordernd, da sich eine Vielzahl an unbeantworteten Fragen ergeben, für die es nicht immer entsprechende Antworten im familiären Umfeld oder aus dem Freundeskreis gibt - und in vielen Fällen auch nicht geben kann, da sie selbst mit der konkreten Situation überfordert sind!

Verzwickte G'schicht

Eine derartige Situation kann sich für Dich zum massiven Problem entwickeln, da Du offensichtlich auf Dich alleine gestellt bist. Daher ist es wichtig, dass Du Dich einem erfahrenen Menschen anvertraust - auch wenn Deine Geschichte noch so unlösbar erscheint.

Das ist auch die Aufgabe, die mir regelmäßig als Mentor zukommt. So werde ich von der Rektorin der WU Wien regelmäßig eingeladen, jungen Menschen aus eher sozial schwächeren Familien als Sparringpartner zur Seite zu stehen.

Unterstützung holen
Unterstützung holen© Pixabay

Erzähle Deine Geschichte

Im Rahmen dieser Rolle hat mir im vorigen Jahre Ilka, die in den 1990er-Jahren mit ihren Eltern aus Bosnien-Herzegowina emigrierte, erzählt, dass sie in London Steuerberaterin werden möchte. Ihre Eltern unterstützen diesen Wunsch aber ganz und gar nicht. Diese sind vor den Wirren des Bürgerkriegs geflohen und haben erfahren müssen, wie es sich anfühlt, Menschen zu verlieren. Nun haben Ilkas Eltern Angst, auch ihre Tochter zu verlieren. Ein Kompromiss oder gar eine Lösung war damit nicht in Sichtweite.

Frage Deinen Mentor

Im Verlauf von weiteren Gesprächen stellte sich aber heraus, dass Ilkas Mutter die Fäden in der Familie zog. Damit musste Ilka lediglich ihre Mutter von ihrem inneren Drang, nach London zu gehen, überzeugen. Die Mutter würde dann die Entscheidung so aufbereiten, dass es letztendlich Vaters Idee gewesen sei, die Tochter nach England zu schicken. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Was erzählst Du Deinem Mentor?"

 

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Unerfahren? Suche Dir einen Mentor

Inspiration für Millennials #47. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wen fragst Du bei unklaren Wegen?

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du komplexe Situationen in den Griff bekommst. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du Dir Klarheit über Deine künftigen Wege verschaffen kannst.

Stress?

Die Zeit als Millennial ist ereignisreich, pulsierend, aber auch herausfordernd und so manch eine Situation kann Dich sogar an Deine Belastungsgrenze bringen. Die Fragen, die Dich beschäftigen, können die gesamte Bandbreite des menschlichen Lebens abdecken:

  • Wo soll ich welche Ausbildung machen?
  • Welchen Beruf soll ich in welchem Unternehmen ausüben?
  • Wo und vor allem mit wem werde ich einmal wohnen?

Zentrale Lebensfragen

Diese Fragen sind auch von grundlegender Bedeutung, weil es einen gravierenden Unterschied darstellt, ob Du in einem großen oder kleinen Unternehmen, das sich in der Stadt oder auf dem Land befindet, arbeitest. Denn auch wenn sich die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die zunehmende Digitalisierung ständig ändern, so hat schließlich jeder Mensch bestimmte Orte, an denen er sich wohler fühlt als an anderen.

Weitblick
Weitblick© Pixabay

Menschen mit Weitblick

Die Generationen vor Dir haben diese Fragen für sich schon, mehr oder minder erfolgreich, beantwortet. Sie haben dadurch aber in jedem Fall bedeutsame Erfahrungen gewonnen; denn schließlich befinden sie sich - wenn man das Leben mit einer Treppe, die der Mensch Schritt für Schritt hinaufgeht, vergleicht - bereits auf einer höheren Stufe und sehen damit weiter.

Suche Dir einen Mentor

Es gibt sicher auch in Deinem privaten, gesellschaftlichen oder auch beruflichen Umfeld Menschen, die bereits über einen für Dich wichtigen Weitblick verfügen. Dieser Mensch, der für Dich ein Mentor in wichtigen Lebensfragen werden kann, kann sich als großer Schatz herauskristallisieren. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wen fragst Du bei unklaren Wegen?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Komplexität? Mache es wie Hansi Flick

Inspiration für Millennials #46. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gehst Du mit Herausforderungen um?

© Privat

In der letzten Kolumne habe ich erklärt, dass man in Krisenzeiten mit unterschiedlichen Szenarien rechnen muss. Heute gehe ich einen Schritt weiter und zeige Dir, wie Du diese komplexen Situationen in den Griff bekommst.

Die Komplexität

Die gegenwärtigen Problemstellungen sind für das Gesundheitssystem hoch komplex. Zu diesem Phänomen ist in den Medien folgendes Bonmot zu lesen: Frage fünf Virologen über die Pandemie im kommenden Winter und Du wirst sechs Antworten erhalten.

Einfache Spiele

In Spielen ist häufig eine Einfachheit gegeben, weil das Ziel klar definiert ist. So versuchen im Fußball elf Spieler einer Mannschaft den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Komplexe Spiele

In Wahrheit handelt es sich aber beim Fußball um ein Spiel, das sich - sobald der Anpfiff ertönt - von einer einfachen Materie zu einer hochkomplexen Aufgabe entwickeln kann. Im Spiel können damit Situationen entstehen, auf die die Spieler direkt kein angemessenes Verhalten abrufbereit zur Verfügung haben.

Die Überforderung

Die Fußballmannschaften haben daher einen Trainer, der sie auf das Spiel einstellt. Die Trainer möchten natürlich eine gute Arbeit leisten. Dies führt jedoch häufig dazu, dass manche von ihnen das Spiel so lange bis ins kleinste Detail zerlegen, bis die Spieler nicht mehr wissen, wie sie sich in einer konkreten Situation verhalten sollen.

Das Bild

Im Fußball stellen sich bei überforderten Spielern Niederlagen ein. Daher setzen erfolgreiche Trainer an einem anderen Punkt an: Sie vermitteln den Spielern ein Bild darüber, wie sie sich auf dem Spielfeld verhalten sollen. Diese Aufgabe beherrschen Trainer wie Hansi Flick von Bayern München besonders gut. So sagt sein sichtlich zufriedener Spieler Thomas Müller über Flick im ARD-Interview sinngemäß: "Bei uns weiß jeder, was er zu tun hat. Das ist das Werk des Trainers."

Mache es wie Hansi Flick

Derartige Herausforderungen sind auch in beruflichen Belangen gegeben - in dieser hochkomplexen Welt stehen Fragen nach persönlichen Kompetenzen oder möglichen beruflichen Wegen an der Tagesordnung. Geschickt kann es damit sein, sich nicht den Kopf über Einzelheiten zu zerbrechen, sondern sich - in Anlehnung an Hansi Flick - ein Bild darüber zu machen, welche Kompetenzen Du Dir bis Weihnachten angeeignet haben möchtest. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie gehst Du mit Herausforderungen um?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Zukunft? Entwickle Szenarien

Inspiration für Millennials #45. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie sehen Deine persönlichen Prognosen für die Zukunft aus?

© Furtmüller

In der letzten Kolumne vor der Sommerpause habe ich erklärt, wie Du aus Deinen einzelnen Kompetenzen ein berufliches Gesamtbild formen kannst. Heute zeige ich Dir, wie Du am geschicktesten die Zukunft bei Unsicherheit gestalten kannst.

Der Erfahrungsaustausch

In der Phase des Lockdowns hat mich mein ehemaliger Student Bernd Schirnhofer, der bei Jorda & Partner als Unternehmensberater tätigt ist, zum wöchentlichen Diskurs mit Managerinnen und Managern von multinationalen Konzernen eingeladen. Der zentrale Diskussionspunkt drehte sich dabei darum, wie die Krise am besten bewältigt werden könnte.

Die Prognose

Die Herausforderung der Krisenbewältigung war bereits zu Jahresbeginn präsent: Im März waren zwar die Auftragsbücher in der Industrie noch voll, aber bereits zu diesem Zeitpunkt wurde für den Herbst eine Auftragslücke mit Produktionsrückgang prognostiziert. Daher war es in einem ersten Schritt essenziell, mögliche Krisenverläufe abzubilden.

Die Krisenverläufe

Die durch Covid-19 verursachte Wirtschaftsentwicklung wurde diskutiert und auch grafisch dargestellt, um eine Vorstellung über die Konjunkturverläufe im Jahr 2020 und die Folgejahre zu bekommen. Die Ergebnisse sind:

Krisenverläufe
Krisenverläufe© (c) Furtmüller
  • V-Form: Die Nachfrage erreicht nach dem Lockdown sehr rasch wieder das Ausgangsniveau.
  • U-Form: Die Wirtschaft befindet sich längere Zeit in einer Talsohle.
  • Wurzel: Die Nachfrage springt nach dem Runterfahren der Wirtschaft sehr rasch wieder an. Es wird aber Jahre dauern, um das Ausgangsniveau aus dem Jahr 2019 wieder zu erreichen.

Wirtschaftliche Folgen

Die Krise kann damit - das ist auch aufgrund der grafischen Darstellungen sichtbar - unterschiedliche Verläufe annehmen. Eine zentrale Aufgabe des Managements in Unternehmen war somit, sich mit möglichen Krisenerscheinungen auseinanderzusetzen. Konkret haben sie innerhalb verschiedener Szenarien berechnet, was ein Minus in den Auftragsbüchern von 10 Prozent, 20 Prozent oder 30 Prozent für den Einkauf, die Produktion oder den Vertrieb bewirkt.

Persönliche Folgen

Eine massive Krise wie die Covid-19-Pandemie, die auf die Gesundheit und auf die Wirtschaft weitreichende Auswirkungen hat, kann auch für einzelne Personen negative Folgen nach sich ziehen. Es können sich damit Unsicherheiten in beruflichen als auch in privaten Belangen einstellen, für die ein angemessener Umgang entwickelt werden sollte.

Entwickle Szenarien

Ich halte es für die persönliche Bewältigung von herausfordernden Zeiten als extrem förderlich, wenn nun wissenschaftliche Erkenntnisse, die sich in bestimmten Bereichen bewährt haben, für die individuelle Problemlösung herangezogen werden. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie sehen Deine persönlichen Prognosen für die Zukunft aus?"

 

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Sommer? Setze Dein Puzzle zusammen

Inspiration für Millennials #44. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie sieht Dein künftiges Berufsbild aus?

© Pixabay

In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, welche Bedeutung Begabungen für Dein Berufsleben haben. Heute zeige ich Dir, wie Du Deine einzelnen Kompetenzen zu einem beruflichen Gesamtbild formen kannst.

Innovationen entstehen

Das private, aber auch das berufliche Leben hat sich seit dem Lockdown Mitte März massiv verändert. Der Mensch ist durch diese Ausnahmesituation sozial und beruflich gefordert worden, sodass neue Lösungen erarbeitet werden mussten, von deren Umsetzung noch vor einem halben Jahr kein Veränderungsmanager auch nur zu träumen gewagt hätte.

Die IT als Ermöglicher

Die Berufswelt ist in vielen Bereichen eine andere geworden. So gehören mittlerweile Sitzungen mit Kollegen und Kunden, die sich an den verschiedensten Ort der Welt aufhalten, via Microsoft Teams, Zoom oder Webex zum state of the art und auch die umsetzungsbezogene Zusammenarbeit hat durch die Möglichkeiten des Internets eine andere Art der Arbeitsgestaltung erfahren.

Soziale Einschränkungen als Treiber

Das sind die Veränderungen im Arbeitsleben, die wir derzeit erleben und von denen wir auch in Zukunft zumindest partiell profitieren werden. Diese Neuerungen waren aber erst durch die erheblichen sozialen Einschränkungen möglich - der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier und bewegt sich nur ungern von selbst aus seiner Komfortzone heraus.

Das Kinderzimmer als Headquarter

So sind durch den massiven Eingriff in unser Leben neue Formen der Arbeitsorganisation im Homeoffice entstanden: Auf einmal waren Selbstorganisation, Disziplin und Selbstmotivation in stärkerem Maß gefordert. Dazu wurde in so manchen Familien beispielsweise das Kinderzimmer kurzerhand zum Headquarter umfunktioniert, um einen Ort zur Durchführung von Meetings zu haben.

Kompetenzen sind entstanden

Die Arbeitswelt hat sich somit verändert und es sind Kompetenzen sichtbar geworden, die ich selbst erst neu entdecken musste. So habe ich beispielsweise Videos gedreht, Webinare für Nachwuchsführungskräfte gehalten oder eine digitale, betriebswirtschaftliche Simulation entwickelt, von denen meine Teilnehmer sagen, dass sie es nicht für möglich hielten, wie spannend Logistik oder beispielsweise Kostenrechnung sein kann.

Verschaffe Dir Abstand

Die letzten Monate waren somit entwicklungsfördernd, auch wenn wir heute noch nicht konkret einordnen können, wie wir diesen Entwicklungsschub in Zukunft für unseren Job nutzen können - dazu sind wir nach wie vor zu nahe dran. Daher ist es wichtig, Abstand zu schaffen, die Dinge einmal wirken zu lassen und sich gleichzeitig im Sommer etwas zu regenerieren.

Distanz verschafft Klarheit

Dazu kann es schon geschickt sein, einmal auf einen paar Kilometer entfernten Berg zu gehen oder in einen anderen Ort zu fahren, um durch die Distanz einen klareren Blick auf die vielen Neuerungen der letzten Monate zu erhalten. Die Distanz verschafft somit ein klareres Bild über die eigenen Möglichkeiten, die sich in den letzten Monaten aufgetan haben.

Setze Dein Puzzle zusammen

Auch ich werde in den Sommermonaten mit meiner Kolumne pausieren, um mir aus den vielen neuen Puzzleteilen der letzten Monate ein klareres Bild zu verschaffen. Im Glücksfall kann ich aus den vielen Einzelteilen ein ganzheitliches Bild zusammensetzen, das mich auch beruflich weiterbringt. Das wünsche ich auch Dir. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie sieht Dein künftiges Berufsbild aus?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Die Inspiration für Millennials #45 gibt es am 25. September!

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Noten? Gehe den Weg der Begabung

Inspiration für Millennials #43. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: In welchem Bereich bist Du besonders geschickt?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, welche Bedeutung Noten bei der Wahl eines passenden Unternehmens haben können. Was machst Du aber, wenn Deine Noten mehr schlecht als recht sind? Die Antwort auf diese Fragestellung stelle ich Dir heute vor.

Überhöhte Erwartungen

Gute Noten sind Erfolgsbringer, schlechte Noten stellen ein Problem dar - so könnte man verkürzt die Situation beschreiben, die gegenwärtig durch Aufnahmekriterien, die für Masterprogramme an Universitäten sowie in bestimmten Unternehmen gelten, zu beobachten ist. Daher steigt nicht nur der Druck auf die Lehrpersonen, sondern auch die Erwartungen an die Schüler und (vielleicht spätere) Studierende - sowohl durch die eigens formulierten Ansprüche an sich selbst, aber auch durch die von Dritten.

Gestaltungsspielraum wird eingeengt

Durch diese einseitige Fokussierung werden die eigentlichen Interessen und auch Begabungen zugunsten eines momentan gültigen Paradigmas geopfert. Dabei stehen nämlich nicht mehr die einzelnen Begabungen, sondern die Gesamtleistung in Form einer numerischen Durchschnittsperformance im Vordergrund. So werden Talente zum Verstauben in die Ecke gestellt und eigene Interessen nicht weiter verfolgt, damit Fächer gewählt werden können, in denen man schnell zu guten Noten kommt. Dadurch wird jedoch der Gestaltungsspielraum für die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit massiv eingeengt.

Begabungen sind entscheidend

Es sind aber die Begabungen, die wesentlich für das berufliche Vorankommen sind. Das ist die Erfahrung, die ich persönlich im Rahmen meiner Tätigkeit als Hochschullehrer gemacht habe. So war es mir immer wieder möglich, auf Basis von Verhaltensinkatoren, die ich beispielsweise bei der strukturierten Herangehensweise beim Lösen eines Problems von Millennials beobachtet habe, Vorhersagen zu treffen, wie erfolgreich jemand beim Arbeiten in einem Unternehmen ist.

Gehe den Weg des Talents

Das Talent, das sich bereits früh in der Ausbildung gezeigt hat, kann Dich auch in Deinem Berufsleben voranbringen. Das ist eine zentrale Erkenntnis meines Jobs. Wichtig ist es daher, sich die Frage zu stellen: "In welchem Bereich bist Du besonders geschickt?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Noten? Durchbreche die Norm

Inspiration für Millennials #42. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Bedeutung spielen Noten in Deinem Leben?

© Pixabay

In der letzten Kolumne habe ich Dir die Bedeutung von einfachen Fragen erklärt, um Antworten auf komplexe Sachverhalte wie die Wahl des richtigen Berufs, zu bekommen. Heute gehe ich einen Schritt weiter und erkläre Dir, welche Bedeutung Noten haben können, um bei der Jobsuche die Qual der Wahl zu haben.

Die gewichtige Rolle von Noten

Die Noten haben in der letzten Dekade einen enormen Stellenwert erhalten. Dies gilt insbesondere für den schulischen, aber auch für den universitären Bereich, wo Noten über die Aufnahme an eine Schule oder auch über die Zulassung zu einem Masterstudium entscheiden können. Schlechte Noten können damit zum Knock-out-Kriterium werden.

Druck wird aufgebaut

Damit kann es schon einmal passieren, dass von Eltern, aber auch von Schülern oder Studierenden Druck gegenüber den Lehrpersonen aufgebaut wird. Im schlimmsten Fall wird gar mit der Konsultation eines Rechtsanwalts und einer entsprechenden Notenanfechtung gedroht. Durch derartige erpresserische Drucksituationen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine bessere Note, als zuvor von der Lehrperson beabsichtigt, in das Zeugnis eingetragen wird. Der Druckaufbau gilt für den urbanen Raum stärker als für den ländlichen, wodurch die Kinder im städtischen Bereich im Durchschnitt die besseren Noten bei gleicher Leistung erhalten.

Noten als Jobbringer

Für mich persönlich ist das Streben nach guten Noten nachvollziehbar, da exzellente Ausbildungsprogramme tatsächlich ein Jobbringer sind. Diese Tatsache habe ich erst vor kurzem wieder beobachten dürfen, als ein besonders vifer Mann mich immer wieder gefragt hat, welchen Nutzen dieses oder jenes Studienprogramm in Wien oder London im Vergleich zu Peking habe. Das waren sehr intensive Gespräche, die ihn und auch mich gefordert haben, da es dabei um die zentrale Frage ging, ob die möglichen Inhalte auch zu ihm als Person passen.

Ein gutes Ergebnis

Das Ergebnis seiner Entscheidung war wirklich überwältigend, da er sich noch vor Abschluss seines Studiums vor Jobanfragen via LinkedIn nicht erretten konnte. Damit war sein Problem bei der Jobwahl aber nicht gelöst. Er hatte noch immer die Frage zu beantworten, welches Unternehmen für seine Persönlichkeit am besten geeignet ist, um einen erfolgsversprechenden beruflichen Weg gehen zu können.

Richtig oder falsch

Das ist zweifelsohne eine Erfolgsgeschichte, von der ich nun berichtet habe. Zugleich ist es mir wichtig, die Noten als das darzustellen, was sie sind: Sie sind lediglich eine Aufnahme darüber, wie gut eine Leistung im Sinne der Aufgabenstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt erbracht wurde. In der Regel gehe ich in meiner provozierenden Art sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass gute Noten lediglich Ausdruck dafür sind, dass eine Aufgabe so gelöst wurde, wie sie der Prüfer für richtig hält.

Durchbreche die Norm

Ein Fortschritt ist mit der Aufrechterhaltung des Status quo schwer möglich, da durch die Verankerung des Wissens von gestern zwar Basisinhalte gesichert werden können, aber keine Norm durchbrochen wird. Ich persönlich halte es somit für grundlegend, auch die Noten zu reflektieren. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welche Bedeutung spielen Noten in Deinem Leben?"

Schreibe Deine Erfahrungen dazu auf, besprich Dich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Joborientierung? Gehe Schritt für Schritt

Inspiration für Millennials #41. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welcher Schritt bringt Dich bei Deiner Jobauswahl weiter?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir die zentrale Frage für die Jobsuche nähergebracht: Und zwar, ob Du Dich von einem Unternehmen aussuchen lässt oder ob Du Dir Dein Unternehmen selbst aussuchst. Dabei handelt es sich um eine auf den ersten Blick einfache Frage, bei deren Beantwortung aber eine große Portion Weisheit gefragt ist. Daher erkläre ich Dir heute, wie Du Dich dem zu Dir passenden Job nach und nach nähern kannst.

Richtig oder falsch

Wir leben gegenwärtig in einer hoch komplexen Welt, in der die Zusammenhänge zum Teil undurchschaubar geworden sind. Das erleben wir gerade durch das Coronavirus, welches ganze Volkswirtschaften massiv beeinträchtigt und wodurch wir noch immer nicht konkret wissen, wie sich unser Leben im Herbst, geschweige denn in drei Jahren entwickeln wird.

Einfache Fragen

Die Welt ist damit dermaßen komplex geworden, sodass sogar Verschwörungstheoretiker ihr regelmäßiges Gehör in den Neuen Medien finden. Diese Personen rekrutieren ihre Anhänger, indem sie vorgeben, auf die komplexen Probleme der Gegenwart einfache Lösungen zu haben. Dabei ist es offensichtlich von untergeordneter Bedeutung, wie grotesk die vorgebrachten Argumente dieser Verschwörungsmenschen sind. Aus meiner Sicht ist das ohnehin ein völlig falscher Ansatz. Der Mensch benötigt, um ein Problem in seinen Wurzeln lokalisieren zu können, überhaupt erstmal eine konkrete Frage, der es nachzugehen gilt.

Gehe Schritt für Schritt

Ähnlich verhält es sich bei der beruflichen Positionierung, die aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten herausfordernd und damit von ungeheurer Komplexität sein kann. Daher erscheint es mir als geschickt, sich Schritt für Schritt seinem Traumjob zu nähern - was da bedeutet, nicht gleich an so großen Fragen wie "Was ist meine berufliche Zukunft?" zu scheitern, sondern sich eher kleinen Fragen zu widmen, wie z.B. "Welcher meiner Tätigkeiten übe ich besonders gut aus?".

Sei großzügig mit Dir

Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Du noch gar keine Vorstellung darüber entwickelt hast, wie sich Dein berufliches Feld gestalten wird. In diesem Fall kannst Du noch nicht wissen, wo Du in drei, geschweige denn in 20 Jahren in der Berufswelt stehen wirst. Das musst Du auch nicht, da Du in Deiner Alterskohorte schließlich eine Lebenserwartung von deutlich über 80 Jahren hast. Sei daher in dieser Phase auch großzügig mit Dir und senke hin und wieder Deine Erwartungen.

Was ist Dein nächster Schritt

Es liegt noch ausreichend Lebenszeit vor Dir, um Deinen beruflichen Platz am Arbeitsmarkt zu finden. Für das Erste ist es somit ausreichend, wenn Du Dir ein Bild darüber machst, welche Kenntnisse und auch Fähigkeiten Du Dir in den kommenden drei Monaten aneignen möchtest. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welcher Schritt bringt Dich bei Deiner Jobauswahl weiter?"

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Jobsuche? Positioniere Dich

Inspiration für Millennials #40. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie suchst Du Deinen Job?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir die Erfolgsgeschichte des Jogi Löw nähergebracht, der als Fußballtrainer bei Austria Wien im Jahr 2004 entlassen wurde, um ein Jahrzehnt später die deutsche Fußballmannschaft zur Weltmeisterschaft zu führen. Heute berichte ich Dir darüber, wie Du Dich beruflich in Position bringen kannst.

Tristesse am Arbeitsmarkt

Die Lage am Arbeitsmarkt ist gegenwärtig so angespannt wie seit den Zeiten der großen wirtschaftlichen Depression in den 1930er-Jahren nicht mehr. Das ist speziell für jüngere Menschen, die auf den Arbeitsmarkt drängen, eine besonders herausfordernde Zeit. So sind die Unternehmen mit der Sicherung der Arbeitsplätze für ihre Stammbelegschaft dermaßen beschäftigt, dass die Neueinstellungen von Personal eher Ausnahmen sind.

Der Aus- und Weiterbildungsmarkt wird boomen

Eine Folge dieser tristen Arbeitsmarktsituation ist, dass an die momentane Ausbildung häufig noch ein weiteres Studium oder eine postgraduale Ausbildung angeschlossen werden soll. Das wird mir sowohl von Absolventenseite als auch von Seiten der Hochschulen berichtet.

Mache Dich fit

Die Entscheidung, sich, bei einem "engen" Arbeitsmarkt durch zusätzliche Kenntnisse fit zu machen, halte ich für besonders klug. Davon hat mir auch Johannes berichtet, der sich bereits jetzt überlegt, durch welches weitere Studium er sich attraktiver für künftige Arbeitergeber machen kann. Wichtig ist nämlich in diesem Zusammenhang, nicht auf die Chance für den Wiedereinstieg zu warten, sondern sich diese Möglichkeit durch die eigenen Qualifikationen zu erarbeiten.

Suche Dir Dein Unternehmen aus

Die eigene Person fit für den Arbeitsmarkt zu machen, halte ich für besonders wichtig. Wenn Du Dir nämlich bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse erarbeitet hast, dann wirst Du zunehmend in der Lage sein, Dir Dein Unternehmen auszusuchen.

Mein Studienkollege Herbert Kolinsky stellt dazu an seine Millennials stets die weise Frage: "Lässt Du Dich vom Unternehmen aussuchen oder suchst Du Dir Dein Unternehmen aus?" Die Beantwortung dieser Frage hat meines Erachtens einen zentralen Einfluss auf die Gestaltung Deiner beruflichen Persönlichkeit. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie suchst Du Deinen Job?"

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Jobverlust? Mache es wie Jogi Löw

Inspiration für Millennials #39. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welches Fenster öffnet sich für Dich?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir die Kunst des Weglassens nähergebracht, um Ballast abzuwerfen und so Leichtigkeit in Dein Leben zu bekommen. Sich vom Überflüssigen zu trennen, ermöglicht die Konzentration auf das Wesentliche - in diesem Fall fließt das Leben. Heute berichte ich Dir von Momenten, in denen das Leben zum Stocken kommt.

Rauswurf

Das Leben kann manchmal bitter werden und Dich in Situationen treffen, wo Du glaubst, alles richtig gemacht zu haben und trotzdem von einem Augenblick zum anderen vor die Tür gesetzt wirst. Diese Erfahrung musste auch Jogi Löw machen, der 2004 mit Austria Wien als Tabellenführer vom damaligen Clubmäzen Frank Stronach gekündigt wurde.

Eine Kündigung ist schlimm

Die eigene Gestaltungsmacht kommt zum Erliegen, wenn dermaßen hart und ohne nachvollziehbaren Grund in Dein Leben eingegriffen wird. In diesem Zusammenhang bekomme ich regelmäßig das Argument zu hören: "Wenn ich so viel verdienen würde wie Jogi Löw, dann könnte ich auch eine Kündigung ertragen." Mitnichten! Eine Kündigung ist immer schlimm, egal wie hoch Dein Einkommen ist.

Das Leben stockt

Die Erfahrung, gekündigt zu werden, ohne selbst etwas falsch gemacht zu haben, betrifft vor dem Hintergrund der Corona-Krise Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Österreich haben wir nun eine so hohe Arbeitslosenquote wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. In diesem Moment der Fremdbestimmung ist Niedergeschlagenheit die Folge, und das Leben gerät ins Stocken.

Vom Glücksfall der Trennung

Jahre später kann sich eine derart schmerzhafte Erfahrung auch als Segen entpuppen. Das belegt die Biografie von Jogi Löw, der heute von einem Glücksfall spricht, der ihm damals in Wien passiert ist. Er denkt daher nun folgendermaßen über seine Erfahrung: "Sonst wäre ich heute nicht deutscher Bundestrainer, sondern vielleicht Trainer in Leoben."

Das Ende als Neuanfang

Löw hat damit aus einer Situation des Scheiterns ein Erfolgserlebnis gemacht, in der er 2014 die deutsche Mannschaft zur Fußballweltmeisterschaft geführt hat. Der Volksmund sagt zu der mentalen Kraft, aus Niederlagen Erfolgsmomente zu kreieren: "Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich ein Fenster." Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welches Fenster öffnet sich für Dich?"

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Überflüssiges? Mache es wie Steve Jobs

Inspiration für Millennials #38. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was fehlt Dir in der Krisenzeit gar nicht?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du durch die Krise Dein Bewusstsein für wichtige Dinge nachhaltig verändern kannst. Dadurch bekommen die Beziehungen zu Menschen und auch zur Arbeit einen anderen Stellenwert. In der heutigen Kolumne gehe ich den Weg in die entgegengesetzte Richtung und zeige Dir die Kunst des Weglassens auf.

Von der Fülle

Auch wenn es durch die Krise für viele finanziell recht eng geworden ist und es dadurch passieren kann, dass am Monatsende noch zu viele Tage für das nicht mehr vorhandene Geld übrig sind, so leben wir zweifelsohne in einem reichen Land. Das können wir an der Fülle, die uns umgibt, beobachten. Die Fülle betrifft beispielsweise einige Kleider in unserem Schrank, die wir schon lange nicht mehr attraktiv finden und die daher zum Staubfänger verkommen sind.

Das Überflüssige

Neben dieser Fülle gibt es in unserem Leben jedoch häufig auch viel Überflüssiges, wie zum Beispiel die Apps auf unserem Handy oder die persönlichen Netzwerke, die für uns früher so "lebensnotwendig" für das gesellschaftliche Vorankommen waren. Im Laufe der Jahre hat sich dadurch der "Rucksack" von jedem von uns allmählich gefüllt, wodurch er schwer und unhandlich geworden ist. Ein zügiges Vorankommen mit all dem überflüssigen Gerümpel wird dadurch schier unmöglich. Damit kann schließlich eine massive Belastung einhergehen, die eine persönliche Entwicklung behindert.

Reduziere wie Steve Jobs

Die Konzentration auf das Wesentliche können wir beispielsweise von Steve Jobs, dem Gründer von Apple, lernen, der jeden Tag gleich gekleidet war: Schwarzer Rollenkragenpulli, Blue Jeans und Sneakers. Steve reduzierte durch sein Verhalten seine Komplexität: So musste er sich nicht jeden Tag fragen, wie er sich heute kleidet.

Die Kunst des Weglassens

Die Reduktion auf das Wesentliche ist für das Berufliche und wohl auch für das Private ein wesentlicher Treiber, welcher Dir zu mehr Wirkung verhilft. Wichtig ist somit, sich in der Kunst des Weglassens zu üben. Dabei musst Du ja nicht gleich bei Deinen Kleidern, die für Dich vielleicht einen hohen Stellenwert haben, beginnen.

Die Krise als Orientierungshilfe

Bei der Umsetzung dieser Lebensstrategie kann Dir die Krise behilflich sein, da vieles, das für uns noch vor der Krise als ein Must-have erschien, mittlerweile keine Bedeutung mehr hat. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Was fehlt Dir in der Krisenzeit gar nicht?"

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Vergesslich? Lerne vom Computer

Inspiration für Millennials #37. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was schreibst Du Dir auf, um nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie Du Werte über die Wasseroberfläche holen kannst, da dies eine Lernchance ist, die in einer Krise wie dieser und sonst leider nur bei Verlust eines geliebten Mitmenschen gegeben ist. Da der Mensch aber ein vergessliches Wesen ist, zeige ich Dir heute, wie Du das jetzt gewonnene Wissen auch in Zukunft nutzen kannst.

Der Augenöffner Covid-19

Die Corona-Krise hat bereits jetzt unser Bewusstsein erheblich verändert. So vermissen wir die Umarmungen unserer Eltern und auch das nächste Treffen mit den Freunden. Selina hat mir in einer Leser-Mail sogar davon berichtet, dass sie es kaum erwarten kann, endlich wieder im Büro zu arbeiten. Damit ist gewiss, dass die persönlichen Beziehungen durch die Krise eine neue Bewertung erfahren haben.

Nach der Krise ist vor der Krise

Meine These ist aber, dass wir bereits kurze Zeit nach der Krise wie in einem Spielfilm zur vorherigen Szene zurückspringen werden und damit wieder in alte Verhaltensmuster verfallen. Es werden beispielsweise wieder die Smartphones sein, die einen allzu persönlichen Austausch der Menschen verhindern werden. Damit wird die Zeit nach der Krise auch wieder eine Zeit vor der Krise sein.

Der Mensch vergisst

Grund dafür ist, dass der Mensch vergisst. Das hat bereits Ebbinghaus in seinen Untersuchungen Ende des 19. Jahrhunderts festgestellt, bei denen er in der Vergessenskurve dargestellt hat, wie lange es dauert, bis neu erworbenes Wissen wieder vergessen ist. Diesen Sachverhalt kennen wir auch in unserem Privat- und Berufsleben, wo bereits Erfahrenes oder Erlerntes, wenn wir es nicht wiederholt in Erinnerung rufen, wie aus dem Gedächtnis gelöscht zu sein scheint.

Der Computer vergisst nicht

Das Vergessen ist eine menschliche Eigenschaft, die uns ganz zentral vom Computer unterscheidet - der Computer vergisst nämlich nicht. Diese Tatsache können wir beispielsweise bei positiven Erinnerungen wie bei Hochzeitsbildern, aber leider auch bei unliebsamen Kommentaren oder gar Shitstorms in den neuen Medien beobachten.

Lerne von Computer

Die Kompetenz des Nicht-Vergessens ist damit - je nach Ereignis - eine Stärke und auch eine Schwäche des Computers. Ich halte es für die persönliche Entwicklung aber für grundlegend, dass wir stets nur die Stärken von anderen Menschen oder wie in diesem Fall von einem Ding übernehmen. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Was schreibst Du Dir auf, um nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen?"

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Krisenzeit? Schärfe Dein Bewusstsein

Inspiration für Millennials #36. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was vermisst Du in der Krise besonders?

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In der letzten Kolumne habe ich erklärt, wie wichtig eine Struktur und die Eigenmotivation für das Arbeiten im Homeoffice ist. Das sind Kompetenzen, die auch nach der Krise noch gefragt sein werden, da das Arbeiten von zuhause aus auch in Zukunft an Bedeutung zunehmen wird.

Die Krise als Treiber

Die Corona-Krise fordert uns seit Wochen täglich heraus und bringt so manchen von uns an seine Grenzen. Dennoch können Dir all diese neuen Herausforderungen auch dabei helfen, Dich als Person weiterzuentwickeln - zum Beispiel indem Du begreifst, wie viel Dir Deine menschlichen Beziehungen wert sind. Davon berichte ich heute.

Das beste Schnitzel der Welt

In unserem Leben haben wir eine Reihe von Beziehungen, die uns wichtig sind. Dazu gehört die Liebe unserer Eltern, die Fürsorge unserer Oma, bei der es noch immer das beste Schnitzel der Welt gibt, und auch das gegenseitige Necken mit den Geschwistern. Das alles sind liebgewonnene Gewohnheiten, die in diesen Tagen nicht mehr so unmittelbar spürbar sind.

Das zu laute Lachen

Doch in Wahrheit fehlen uns auch Dinge, die wir häufig nur mit einem aufgesetzten Lächeln ertragen haben, weil sie für uns von eher begrenztem Unterhaltungswert waren. Das kann das viel zu laute Lachen der Schwiegermutter sein, die Flachwitze des Kollegen, bei denen man öfter meinen konnte, man müsse sich sogleich Ducken, oder die stets gleich endenden Abenteurer-Geschichten unseres Onkels, der sich darin kurzerhand immer wieder selbst zum Gipfelkönig der Nation kürte.

Der Tratsch in der Mittagspause

Auch der Job ist nicht mehr so wie vor der Krise! So fehlt vielen von uns nach wenigen Wochen im Home Office das persönliche Gespräch so sehr, dass wir sogar die langwierigen Monologe des Kollegen, die im normalen Alltag nie zu enden schienen, geradezu herbeisehnen. Und selbst der Tratsch über das Wetter, der je nach Witterungsbedingung und Jahreszeit damit endet, dass das Wetter viel zu heiß oder deutlich zu kalt sei, klingt plötzlich recht verlockend. Denn all diese Beziehungen bereichern unser Leben und runden es ab. Sie erzählen die Geschichten über mehr oder weniger bedeutungsvolle Momente.

Vom Eisberg

Die dem Verhalten der Menschen zugrundeliegenden Werte sind in der Regel schwer greifbar. Daher verwenden Organisationskulturforscher für die Erklärung dieses Phänomens das Modell des Eisbergs, bei dem der größte Teil unter der Wasseroberfläche liegt. Werte sind damit für andere, aber auch für uns selbst oft schwer wahrnehmbar - wenngleich sie jede unserer Handlungen direkt beeinflussen.

Schärfe Dein Bewusstsein

Diese Krise kann daher dazu genutzt werden, um genau diese Werte - die sich im Alltag vielleicht viel häufiger durch eine konkrete Wertschätzung offenbaren sollten - an die Wasseroberfläche zu holen. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Was vermisst Du besonders?"

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Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Abgelenkt? Erkläre Deine Situation

Inspiration für Millennials #35. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wer stört Dich in Deiner Konzentration?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig der Beginn einer Tätigkeit für die Entstehung von Motivation ist. Dazu habe ich Dir auch die 1, 2, 3-Methode nähergebracht. Nun kann es aber dennoch passieren, dass Du Dich von anderen in Deiner Arbeit gestört fühlst. Daher zeige ich Dir heute, wie wichtig die Rückmeldung darüber ist.

Du wirst abgelenkt

Die Corona-Krise stellt viele von uns auf die Probe. Das kann auch das Arbeiten im Home Office betreffen, da das Platzangebot in vielen Wohnungen für ein ungestörtes Arbeiten nicht ausreichend ist. Daher kann es schon einmal passieren, dass Dir das Netflixen Deines Mitbewohners richtig ungelegen kommt.

Konzentration kommt abhanden

Die Störfaktoren in den eigenen vier Wänden haben bisweilen die Macht, uns aus unserem eigentlichen Workflow zu bringen. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob es das viel zu laute Telefonieren, das Staubsaugen oder die in diesem Moment als unerträglich empfundene Musik eines Mitbewohners ist. Das Ergebnis ist jedes Mal das gleiche: Wir können uns nicht mehr konzentrieren.

Streit entsteht - Vorwürfe folgen!

Daher kann eine oft zunächst unscheinbare Tätigkeit, wie zum Beispiel das Aufsetzen des Wassers auf dem Herd, das Fass zum Überlaufen bringen. In Dir brodelt es, es folgt ein vielleicht sogar lautstarker Streit und am Ende dessen stehen gegenseitige Schuldzuweisungen.

Lösungen generieren

Mit einem solchen Streit kann sich auch die Arbeitsenergie von einem Moment zum anderen in Luft auflösen. Daher ist es wichtig, dass Du derartige Probleme offen ansprichst, um eine konstruktive Lösung für Deine Situation generieren zu können.

Gib Rückmeldung

Grundlegend für ein solches Gespräch ist, dass Du die Situation aus Deiner Perspektive erklärst. Erzähl Deinem Gegenüber in einem ersten Schritt, wie wichtig die rechtzeitige Fertigstellung Deiner Präsentation für den Kunden ist und erst in einem weiteren Schritt, dass Dir eben durch bestimmte Störfaktoren Deines Gegenübers die dazu nötige Konzentration verloren geht.

Wichtig ist somit, dass Du durch die Art Deiner Rückmeldung den Boden für die Lösung des Problems aufbereitest. Das ist auch eine Kompetenz, die besonders in der Osterzeit von Bedeutung ist. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wer stört Dich in Deiner Konzentration?"

Wenn Du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, schau Dir mein Video dazu an, besprich Deinen Kontext mit vertrauten Personen, oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Motiviert? Fange an!

Inspiration für Millennials #34. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie beginnst Du Deine Arbeit?

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In der letzten Kolumne habe ich Dir erklärt, wie wichtig in Zeiten wie diesen die Gestaltung der zeitlichen und örtlichen Rahmenbedingungen im Homeoffice für Deine Produktivität ist. Heute zeige ich Dir, wie Du Dich selbst motivieren kannst.

Unproduktivität

Ein Kollege fragte mich bereits vor der Corona-Zeit, wie ich im Home Office arbeite, da er beabsichtige, zwei Arbeitstage pro Woche von zu Hause aus zu gestalten. Für ihn war das eine besondere Herausforderung, da er sich seiner eigenen Prokrastination-Tendenz bewusst war und daher Unproduktivität befürchtete.

"Mi zaht's net"

Ähnliches hat mir erst vorige Woche ein Student geschrieben, nämlich, dass ihm die Selbstmotivation erhebliche Schwierigkeiten bereitet: So ist es für ihn zwar durchaus nachvollziehbar, dass die an ihn gestellten Aufgaben für den positiven Abschluss des Studienjahres eine elementare Voraussetzung sind - "ihn zaht es" aber trotzdem net. Daher war seine Frage an mich, was er tun soll.

Die Chance

Mir ist schon bewusst, dass die Corona-Zeit für viele nicht nur herausfordernd, sondern besonders belastend sein kann, weil beispielsweise nicht genügend Platz für ein ungestörtes Arbeiten in der Wohnung vorhanden ist. Dennoch - oder gerade deshalb - ist es wichtig, dass Du diese Lernchance ergreifst und Dir die Fähigkeit zur Selbstmotivation aneignest. Getreu Winston Churchills Motto: "Never let a good crisis go to waste".

Der Appetit kommt beim Essen

Ich habe zig Experimente durchgeführt, um zu beweisen, wie Motivation aufgebaut werden kann. Dabei ist die zentrale Erkenntnis, die ich auch im Harvard Business Review mit Christian Garaus und Wolfgang Güttel 2016 publizieren konnte, dass es für den Motivationsaufbau grundlegend ist, in einem ersten Schritt einfach einmal mit den Dingen zu beginnen - egal in welcher Form. Zehn Minuten später ist man dann zumeist ohnehin schon in einer Art Work-Flow angekommen, sodass die vorherige Demotivation schnell vergessen ist. Dazu sagt der Volksmund: "Der Appetit kommt beim Essen."

Die 1, 2, 3-Methode

Ich möchte Dir daher mit auf den Weg geben, dass bereits ein erster kleiner Schritt der Start eines großen Motivationsschubs sein kann! Wenn Du damit aber noch Schwierigkeiten haben solltest, dann nutze doch ganz einfach die 1, 2, 3-Methode: Zähle bis 3 und beginne dann ohne Umschweife zu arbeiten. Da der Startpunkt Deiner Tätigkeit häufig entscheidend für den Aufbau langanhaltender Motivation ist, frage ich Dich dieses Mal: "Wie beginnst Du Deine Arbeit?"

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Homeoffice? Strukturiere Dich!

Inspiration für Millennials #33. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie strukturierst Du Deinen Tagesablauf?

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In der letzten Kolumne habe ich erklärt, wie Du von kleinen Kindern durch das Prinzip des "Hinfallens, Aufstehens und Adaptierens" lernen kannst, um trotz Rückschlägen Deine Ziele zu erreichen. Das Adaptieren ist momentan wohl überhaupt zum Gebot der Stunde geworden, da sich vor dem Hintergrund des Corona-Virus das Arbeiten für viele von uns fundamental ändert. Daher zeige ich Dir heute, wie wichtig ein strukturierter Rahmen für Deine Arbeit ist.

Die Krise bringt neue Herausforderungen

Das Arbeiten in den Unternehmen und auch an den Universitäten hat sich in kürzester Zeit tiefgreifend verändert. Die Berufsausübung findet, wenn Du nicht einen systemrelevanten Job ausübst, in der Regel im Homeoffice statt. Damit wirst Du mit vollkommen neuen Herausforderungen konfrontiert, die es in einem ersten Schritt zu ordnen gilt.

Rahmenbedingungen als Basis für Produktivität

Die zeitbezogene Struktur in den Unternehmen und auch an der Universität ist der Rahmen, der unser Arbeitsleben organisiert. Zum Beispiel würde ich in diesen Wochen jeweils donnerstags um 7.30 Uhr mit einem Seminar beginnen. Das ist für meine Studierenden und mich eine eher unübliche Zeit und erfordert von uns allen bereits am Vorabend eine gewisse Disziplin, um am nächsten Morgen leistungsfähig in den Tag starten zu können.

Zeitliche Vorgaben organisieren Dich

Diese Zeiteinteilung ist nicht selbst gewählt, sondern begründet sich durch eine effiziente Hörsaalauslastung. Aus dieser von außen vorgegebenen Struktur ergeben sich zentrale Vorteile, denn sie gibt Halt und organisiert den Tag: Man steht vielleicht zeitiger als sonst auf und widmet sich einem lernintensiven Vormittag. So berichten mir Studierende regelmäßig, dass sie von sich selbst überrascht sind, dass sie bereits zu so früher Stunde eine gute Leistung erbringen konnten. Zu Mittag verlassen sie dann berechtigterweise mit dem positiven Gefühl, etwas Produktives getan zu haben, die Lehrveranstaltung.

Produktivität im Homeoffice?

Nun steht für die meisten von uns das Arbeiten im Homeoffice am Programm. Der gewohnte, meist wenig hinterfragte Rahmen ist dort nicht mehr vorhanden. Damit ist auch die Gefahr groß, dass wir Stunde um Stunde ins Land ziehen lassen, ohne wirklich Ergebnisse zu erzielen.

Strukturiere Dich!

Auch wenn in Zeiten wie diesen das Arbeiten im Homeoffice besonders herausfordernd sein kann, da auch Deine Familie oder Deine Mitbewohner zu Hause sind und/oder möglicherweise Deine Kinder partout nicht verstehen können, dass Du etwas weiterbringen musst, dann ist gerade deshalb ein klar strukturierter Tagesablauf die Basis für die von Dir angestrebte Produktivität. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie strukturierst Du Deinen Tagesablauf?"

Wenn Du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest, schau Dir mein Video dazu an, besprich Deinen Kontext mit vertrauten Personen, oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

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Veränderungen? Sind erforderlich!

Inspiration für Millennials #32. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie adaptierst Du Deine Handlungen?

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In der letzten Kolumne habe ich erklärt, wie Du von Biathleten lernen kannst: Dabei ist ihr Grundgedanke, dass sie nach einem Fehlschuss kurz ihrem Ärger Luft lassen, sich aber bereits nach zwei Sekunden wieder ihrer neuen Aufgabe widmen. Heute zeige ich Dir, wie wichtig kontinuierliche Adaptionen für Deine Zielerreichung sind.

Bloße Vorsätze verpuffen

Die Verhaltensempfehlung "Blicke nach vorne und widme Dich Deiner zukünftigen Aufgabe" kann bereits ausreichend sein, um bei der nächsten Handlung die gewünschten Resultate einzufahren. Dieser neuerliche Vorsatz kann aber genauso gut verpuffen.

Fehlschüsse folgen

In diesem Fall folgen weitere Fehlschüsse.

Eine ähnliche Situation erleben wir zum Teil in der gegenwärtigen Situation: Es werden vor dem Hintergrund des Corona-Virus Maßnahmen gesetzt, die weitestgehend noch nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt haben - unter anderem, weil lose Aufforderungen häufig nicht zur konkreten Umsetzung ausreichen. Das Virus breitet sich daher in manchen Gegenden nach wie vor exponentiell aus.

Maßnahmen adaptieren

Daher werden die bisher gesetzten Maßnahmen fortlaufend adaptiert, um das große Ganze doch zu erreichen. Und das ist auch gut so, da es im Leben selten der Fall ist, dass wir mit nur einer einzigen Handlung das von uns intendierte Resultat erzielen.

Lerne von den Kindern

An dieser Stelle können wir von kleinen Kindern lernen: Sie müssen zuerst viele Rückschläge hinnehmen, bevor ihnen der erste Schritt ohne Hinfallen gelingt! Dieses Grundprinzip des "Hinfallens, Aufstehens und Adaptierens", ohne längere Zeit über den Misserfolg zu grübeln, kann auch uns helfen, um im Leben einen Schritt näher zum gewünschten Endresultat zu gelangen. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie adaptierst Du Deine Handlungen?"

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Fehlschüsse? Mach einen Blick nach vorne

Inspiration für Millennials #31. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie lange ärgerst Du Dich nach Fehlleistungen?

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In der letzten Kolumne habe ich erklärt, wie Du nicht trotz, sondern vor allem wegen Deiner Fehlleistungen Stärke entwickeln kannst. Heute zeige ich Dir, wie wichtig dabei der Blick nach vorne ist.

Die Perfektion in Person?

Ole Einar Bjørndalen gilt mit 94 Einzelweltcupsiegen als einer der erfolgreichsten Biathleten der Geschichte. Kein anderer Athlet fuhr mehr Siege im Weltcup ein als er - was nun leicht zu dem Gedanken verleiten könnte, Ole Einar sei schier die "Perfektion in Person".

Dinge, die unrund laufen

Doch weit gefehlt! Der Biathlet sagt selbst über sich, dass er in seiner Karriere vielleicht zwei oder drei perfekte Rennen ins Ziel gebracht hat. In nahezu allen Rennen sind demnach die Dinge nicht so rund gelaufen - auch wenn das für den Zuschauer am Rand oder vor dem Fernseher vielleicht gar nicht so offensichtlich war.

Fehlschüsse

Beim Biathlon, das aus den Disziplinen Langlauf und Schießen besteht, ist die Perfektion eine besondere Herausforderung. Bei diesem Sport ist nämlich nach einer schnellen Langlaufleistung in der Loipe beim anschließenden Schießen ein ruhiger Pulsschlag gefordert, um mit dem Gewehr die Zielscheibe zu treffen. Wem das nicht gelingt, fährt Fehlschüsse ein!

Aus dem Tritt kommen

Wenn nun ein Biathlet nach anstrengenden Kilometern das erste Mal zum Schießen kommt und er in der ersten Runde verschießt, dann ist das ein großes Malheur. Denn je nach Rennmodus wird ihm entweder eine Zeitstrafe oder eine Extrarunde aufgebrummt. Damit kann das Rennen verloren sein!

Ärgere Dich, aber nur kurz!

Natürlich ärgert man sich in einer solchen Situation - schließlich hat man eine wertvolle Chance zum Sieg vertan. Dieser Frustmoment darf aber nur einen kurzen Moment andauern, denn die nächste Chance kann schon bald wiederkommen. Daher gilt für die deutschen Biathleten die Regel, dass sie sich maximal zwei Sekunden ärgern dürfen.

Dennoch ist wichtig, dem Ärger kurze Zeit freien Lauf zu geben, um Dampf abzulassen. Wenn sich der Biathlet aber nicht zeitnah wieder auf das weitere Rennen fokussiert, sollte er besser seine Ausrüstung zusammenpacken und nach Hause fahren.

Blicke nach vorne!

Mache es also wie die Sportler: Widme Dich Deinen künftigen Aufgaben und verweile mental nicht überproportional lange in einer misslungenen Situation - der Blick nach vorne ist hierbei Dein Hebel zum künftigen Erfolg! Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie lange ärgerst Du Dich nach Fehlleistungen?"

Besprich Deine Erfahrungen diesbezüglich mit vertrauten Personen oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Gerhard Furtmüller aka Doktor Furti ist Senior Lecturer am Department für Management der Wirtschaftsuniversität Wien und Young Science Botschafter. An der WU begleitet er jährlich Tausende Millennials auf ihrem Weg ins Berufsleben. Seine Publikationen zum Thema Motivationsaufbau sind u.a. im Harvard Business Review erschienen.

https://www.wu.ac.at/management/team/dr-gerhard-furtmueller

Fehlleistungen? Gerade sie machen dich stark

Inspiration für Millennials #30. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Rückschläge haben dich bereits gestärkt?

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Fehlleistungen - ein unrühmliches Thema

Eine zentrale Rückmeldung auf meine vorige Kolumne war sinngemäß: "Ich spreche ungern über meine Fehlleistungen, da ich die positiven Dinge viel lieber mag - Negatives mag ich eben nicht!"

Was dieses Phänomen angeht, sind wir uns vermutlich alle recht ähnlich: Wir erfreuen uns an den schönen Dingen des Lebens und leiden, wenn wir enttäuscht werden. Somit ist es natürlich wenig verwunderlich, dass wir eben in erster Linie angenehme Momente erleben möchten.

Nimm die Fehlleistungen an!

Für unsere Entwicklung ist es aber von grundlegender Bedeutung, dass wir auch unsere Fehlleistungen annehmen. Dafür gibt es zwei ganz wesentliche Gründe:

Deshalb ist das Annehmen von Fehlleistungen so wichtig, um aus ihnen das Beste für die eigene Zukunft zu machen.

Nicht trotz, sondern wegen

Wenn Du nun im Hinblick auf Deine Niederlagen an Zuversicht gewinnst, dann wirst Du auch diese als Hebel für künftige Erfolgsmomente nutzen können. So hat Michael Jordan, der als einer der besten Basketballer der NBA-Geschichte gilt, sinngemäß gesagt, dass er nicht trotz, sondern wegen seiner ca. 9.000 verschossenen Bälle ein so guter Basketballspieler geworden ist.

Das Positive im Negativen

Der Basketballsport ist mit seinen konkreten Abläufen zweifelsohne schnelllebiger als die Erfahrungen, die wir in unserem Alltagsleben machen. Das Grundprinzip der Entwicklung gilt aber dennoch nicht nur im Sport, sondern ist auch im Job und sogar im Privatleben allgegenwärtig: Eine mangelnde Leistung ist keine Niederlage, sondern die Chance, die Situation bei der nächsten Gelegenheit besser zu lösen. Ich bin recht zuversichtlich, dass Dir diese Leistung bereits öfter im Leben gelungen ist, weshalb ich Dich dieses Mal frage: "Welche Rückschläge haben Dich bereits gestärkt?"

Dabei ist es am geschicktesten, wenn Du Deine unliebsame Erfahrungen mit Dir vertrauten Personen besprichst oder mir ein Mail schreibst gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

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Rückschläge? Ändere Dein Mindset

Inspiration für Millennials #29. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gehst Du mit Misserfolgen um?

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Mindset als Basis der Entwicklung

Die Frage der Entwicklungsgeschwindigkeit ist auch eine Frage der Perspektive. Darunter verstehe ich, ob Du Misserfolge als einen offensichtlich notwendigen Entwicklungsschritt in Deinem Leben betrachtest oder ob Du Dich möglicherweise durch einen Rückschlag aus der Spur bringen lässt. Letzteres kann eine Niedergeschlagenheit bewirken, die ein Weiterkommen in den darauffolgenden Wochen kaum ermöglicht.

Mindset-Training

Daher trainiere ich regelmäßig mit meinen Millennials den Umgang mit Enttäuschungen, die, ob sie es wollen oder nicht, unausweichlich auf sie zukommen werden. In diesem Zusammenhang spreche ich mit ihnen vor allem über Handlungen, die letztendlich nicht zu den von ihnen gewünschten Ergebnissen geführt haben. In dieser für sie häufig neuen Situation wird Vertrauen aufgebaut, da der Umgang mit Rückschlagen als etwas betrachtet wird, was nicht immer angenehm ist, aber dennoch zum Leben dazu gehört.

Vertrauensbasierte Atmosphäre schaffen

Das Ergebnis dieser Workshops ist, dass die Millennials über ihre Erfahrungen berichten und durch ihre Offenheit auch die anderen Teilnehmer profitieren. Dies wird mithilfe der vertrauensbasierte Atmosphäre ermöglicht, die einer Lernkultur folgt, in welcher gemeinsam aus Fehlern gelernt werden soll.

Rückschläge als Fortschritt

So berichtete mir Johanna beispielsweise, dass sie ein zweimonatiges Praktikum in einer Bank absolviert und daraus gelernt hatte, dass die Finanzdienstleistungsbranche beruflich für sie nicht in Frage käme. Diese zwei Monate waren damit keine verlorene Lebenszeit, sondern können als Erfahrung betrachtet werden, die für Johanna einen Fortschritt bedeuten: Denn schließlich hat sie nicht nur Erfahrungen in der beruflichen Praxis gesammelt, sondern sich auch Klarheit darüber verschafft, welchen Karriereweg sie sich derzeit nicht vorstellen kann.

Trimme Dein Mindset auf Fortschritt

Auch wenn nachvollziehbar ist, dass niemand von uns Misserfolge verzeichnen möchte und wir diese Situationen immerzu vermeiden wollen, so werden sie dennoch eintreten. Wichtig dabei ist lediglich, ob Du Dein Mindset bereits auf Fortschritt getrimmt hast - und nicht immer noch im Frust über bereits Verlorenes stagnierst. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie gehst Du mit Deinen Misserfolgen um?"

Dabei ist es am geschicktesten, wenn Du Deine unliebsame Erfahrungen mit Dir vertrauten Personen besprichst oder mir ein Mail schreibst gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Fehler anderer? Lerne daraus

Inspiration für Millennials #28. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was kannst Du aus den Fehlern anderer lernen?

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In der letzten Kolumne habe ich erklärt, wie Dich Deine Fehler stark machen können. Heute zeige ich Dir auf, wie Du durch die Fehler anderer wirksamer werden kannst.

Die Persönlichkeit als Erfolgsbringer

Vergangene Woche referierte ich in einem Workshop darüber, dass durch das Halten von Präsentationen auch die eigene Persönlichkeitsentwicklung vorangetrieben wird. Das Präsentieren ist im beruflichen Kontext eine essentielle Schlüssel-Kompetenz, da die situationsadäquate Darbietung von Inhalten in Meetings oder im Kundenkontakt einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellt - und das gilt für Berufstätige jeder Altersklasse! Dazu bedarf es jedoch einer gewissen Selbstwirksamkeit, damit diese Inhalte auch authentisch und in vertrauensvoller Art und Weise vom Gesprächspartner aufgenommen werden.

Über auswendig gelernte Texte

Im Rahmen eines solchen Workshops können in einem wertschätzenden Umfeld sowohl die Stärken, als auch die Schwächen der Teilnehmer diskutiert werden, um die jeweiligen Wachstumspotenziale zu identifizieren. So kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass einige der Millennials derart präzise auf ihre Präsentation im Zuge der Workshops vorbereitet sind, dass sie die Inhalte gebetsmühlenartig herunterbeten - fast so, als würden sie ihre Ausarbeitungen auswendig aufsagen.

Schlechte Performance

Diese Art der Informationsdarbietung ist für Menschen im Erwachsenenalter nicht mehr angemessen, da fade und langatmige Präsentationen nun wirklich niemanden begeistern werden. Daher zeige ich regelmäßig Millennials konkrete Wege auf, wie sie durch ein paar Tricks ihre Selbstwirksamkeit beim Vortrag steigern können.

Mutig sein

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass sie sich in einem ersten Schritt den Mut aneignen, auch Misserfolge in Kauf zu nehmen, und in einem weiteren Schritt, die Kompetenz zu erwerben, ebenso mit eben diesen Fehlern angemessen umzugehen.

Lerne von den Fehlern anderer

Im Workshop und vor allem fürs spätere Leben gebe ich Dir daher folgende Punkte mit:

So kann es Dir gelingen, eine wirksame Persönlichkeit zu werden. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Was kannst Du aus den Fehlern anderer lernen?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Fehler? Sprich darüber und werde stark

Inspiration für Millennials #27. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gehst Du mit Deinen Fehlern um?

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In der letzten Kolumne habe ich erläutert, wie Du Deinen Lernprozess beschleunigen kannst. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Du denselben Fehler nur einmal machst. Heute erkläre ich Dir, wie Dich Deine Fehler stark machen können.

Fehler gehören zum Leben

Fehler zu machen ist das Natürlichste auf der Welt und sie gehören im Privat- und Arbeitsleben genauso wie im Sport dazu. In sportlichen Angelegenheiten führen Fehler einer einzelnen Person häufig zu gesamtheitlichen Niederlagen. Ein aktuelles Beispiel dafür sind die Tore, die der FC Red Bull Salzburg gegen den FC Liverpool erhalten hat und die zum Ausscheiden aus der Champions League geführt haben. Diese Erfahrungen sind nicht nur mit Enttäuschungen verbunden, sondern können wie auch in diesem Beispiel jede Menge Geld kosten. Dennoch gehören Fehler zum Leben dazu, so ungemütlich die Konsequenzen auch manchmal erscheinen.

Jeder macht Fehler

Leider ist es so, dass wir in unseren Schulen, aber auch in den Unternehmen, häufig eine Kultur pflegen, in welcher das Vermeiden von Fehlern als oberste Priorität definiert wird. Das bedeutet, dass Fehler nicht erwünscht sind und teilweise auch in keiner Form toleriert werden; Fehler sind demnach theoretisch inexistent. Daraus resultiert, dass Fehler verschwiegen oder auch geleugnet werden - und das, wo doch schließlich jeder einmal einen Fehler macht!

Mit Fehler offen umgehen

In der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" fragte die Moderatorin Claudia Stöckl den CEO der Erste Group, Andreas Treichl, ob auch er Fehler mache und wie er damit umgehe. Darauf antwortete Treichl sinngemäß: "Ja, ich habe sogar schon Fehler gemacht, die Hunderte Millionen Euro Schaden verursacht haben, wie das Island-Abenteuer beweist. Daher ist es wichtig, diese Fehler offen anzusprechen, um daraus zu lernen und es das nächste Mal besser zu machen."

Überwinde Deine Angst

Wie dieses Beispiel eines erfolgreichen CEO zeigt, ist es wichtig sich begangene Fehler erstmal einzugestehen und in weiterer Folge offen zu nennen, um anschließend von ihnen lernen zu können. Doch häufig sind es unsere Ängste, die uns schwach machen und das Reden über unsere Fehler nicht zulassen. Daher ist es wichtig, dass wir mutig sind und uns dieser - für uns ungewohnten - Herausforderung stellen.

Fehler machen stark

Diese Bereitschaft, mit Fehlern umzugehen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern macht Dich erst so richtig stark - denn sie ermöglicht es Dir zu wachsen! Und wenn Du das in Deinem Unternehmen beispielsweise als Führungskraft machst, dann schaffst auch Du vor Ort eine Fehlerkultur, die in weiterer Folge eine Grundlage für eine Learning Organization darstellt.

Sprich über Deine Fehler

Daher ist es bedeutsam, dass Du Dir einen routinierteren Umgang mit Deinen Fehlern erarbeitest. Das kann vor allem für den bevorstehenden Jahreswechsel ein für Dich passendes Ziel sein, um Deine Persönlichkeit zu boosten. Daher frage ich dieses Mal: "Wie gehst Du mit Deinen Fehlern um?"

Die Inspiration für Millennials #28 gibt es am 11. Jänner!

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Fehler? Mache denselben Fehler nur einmal

Inspiration für Millennials #26. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welchen Fehler hast Du schon öfters gemacht?

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In der letzten Kolumne habe ich erläutert, dass das Fehlermachen beim Kennenlernen eines neuen Terrains einfach dazugehört - und nicht nur das, man kann daraus sogar einen Nutzen für die eigene Entwicklung ziehen! Heute soll es daher darum gehen, inwiefern man diesen Prozess des Lernens beschleunigen kann.

Fehler für mehr Innovation

Mathias, der Bereichsleiter in einem internationalen Konzern ist, hat mir zu diesem Thema geschrieben, dass er regelmäßig versucht, seine Mitarbeiter dazu zu animieren, sich in neuen Dingen auszuprobieren. Dabei passieren zwar hin und wieder Fehler, jedoch bringen diese Ermutigungen sich in Unbekanntem auszuprobieren auch den Zugewinn neuer Erfahrungen mit sich, was - egal ob Erfolg oder Misserfolg - eine Weiterentwicklung ermögliche. Diese Kultur, um welche sich Mathias bemüht, wird als "Learning Organization" bezeichnet und kann ein zentraler Schlüsselfaktor für Innovationen sein - auch, wenn manchmal etwas schiefgeht.

Fehler als Rückmeldung

Fehler zu machen ist zutiefst menschlich. Ein Fehler allein ist daher nie repräsentativ für all das, was ein Mensch wirklich kann, oder eben auch nicht. Wichtig ist dennoch, wie wir in Folge mit unseren Fehlern umgehen. Wenn wir diese als Rückmeldung verstehen und daher nach einem begangenen Fehler darüber nachdenken, wieso uns dieser unterlaufen ist und was uns dazu gefehlt hat, um es besser zu machen, dann können wir schließlich auch aus unseren Fehlern etwas lernen.

Eine Lernkultur einführen

Sofern man nun die Knackpunkte beim Begehen der Fehler identifizieren konnte, ist es im nächsten Schritt essenziell, die eigenen, noch folgenden Handlungen in Bezug auf das Gelernte anzupassen. Dadurch wächst die Chance, dass der "neue Weg" dieses Mal auch von (fehlerfreiem) Erfolg gekrönt wird - und einem nicht erneut ein und derselbe Fehler unterläuft!

Mache denselben Fehler nur einmal

Leider gestalten sich die Lebenssituationen immer wieder ein bisschen anders, sodass sich bereits begangene Fehler oftmals erneut wiederholen. Lasse Dich davon nicht entmutigen, auch das gehört zum Leben dazu. Versuche dennoch an Dir zu arbeiten und von Deinen Fehlern zu profitieren, indem Du Deine Aufgaben mit Bedacht erledigst.

Wichtig ist jedenfalls die Schlussfolgerung, dass Du denselben Fehler nur einmal machst. Und da dies so herausfordernd ist, frage ich Dich dieses Mal: "Welchen Fehler hast Du schon öfters gemacht?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Fehler? Lasse eine Weiterentwicklung zu

Inspiration für Millennials #25. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Fehler machst Du?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, wie Du Deine Ausgaben in den Griff bekommen kannst. Heute zeige ich Dir, warum Fehler für die persönliche Weiterentwicklung grundlegend sind.

Fehler sind tabu

In der Ausbildung und auch im späteren Berufsleben wird typischerweise von Dir gefordert, dass Du keine Fehler machst. Daher werden Dir in der Schule und im Studium für das fehlerhafte Lösen eines Beispiels - wie etwa bei Prüfungen - Punkte abgezogen. Ähnlich verhält es sich in Unternehmen, wo Fehlleistungen ebenso ungern gesehen sind und daher ebenfalls sanktioniert werden - negative Leistungsbeurteilungen sind die Folge.

Fehlerfreies Denken

Dieses fehlerfreie Vorgehen ist beim Verfassen von Texten in der Schule oder bei der Produktion von Gütern im Unternehmen ebenfalls vertreten, da auch hier die Einhaltung gewisser Minimalstandards erforderlich ist. Damit bekommen wir von klein auf vorgelebt, wie wir "richtig" handeln sollen - nämlich so, dass uns möglichst wenig Fehler unterlaufen.

Die Folgen

Unser Denken des fehlerfreien Handelns hat Folgen. Der deutsche Pokerspieler Fedor Holz, der beim Pokern bereits über 30 Millionen Euro gewonnen hat, vertritt in diesem Zusammenhang folgende Meinung: "Wir Deutsche nehmen uns bereits die kleinen Fehler so zu Herzen, sodass uns die großen erst gar nicht passieren". Diese Aussage trifft wohl auch auf uns Österreicher zu.

Lasse Fehler zu

Fehler sind wohl das Normalste auf der Welt und können in weiterer Folge als Basis für Deine Weiterentwicklung genutzt werden. Wenn Du Dich nämlich stets nur auf ausgetretenen Pfaden bewegst, dann ist die Chance, Neues zu entdecken, sehr gering. Daher ist es wichtig, sich auf neuem Terrain auszuprobieren - auch, wenn Du dabei Rückschläge einstecken musst. Das Potenzial für persönliches Wachstum, das Du daraus schöpfen kannst, wird dabei die Niederlagen, die durch etwaige Fehler passieren, in der Regel bei weitem überwiegen.

Schließlich müssen es ja nicht gleich so "teure" Fehler wie beim professionellen Pokerspiel sein. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welche Fehler machst Du?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Ausgaben? Verschaffe Dir Überblick

Inspiration für Millennials #24. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie organisierst Du Deine Ausgaben?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, wie sich ein Geldengpass zum Bumerang entwickeln kann. Heute möchte ich Dir anhand eines konkreten Beispiels zeigen, wie Du Deine Ausgaben in den Griff bekommen kannst.

Die Verführung

Im Alltag erscheint es uns häufig schwierig, ausschließlich solche Produkte und Dienstleistungen zu konsumieren, die wir auch tatsächlich benötigen. Sich selbst zu beherrschen ist in diesem Zusammenhang auch gar kein Muss - denn schließlich soll man sich hin und wieder auch mal belohnen und sich selbst mit den schönen Dingen des Lebens verwöhnen. Doch die Verführung, sich weit häufiger als "hin und wieder" etwas zu gönnen, ist riesig:

So wird uns sowohl in der Werbung als auch in den sozialen Netzwerken andauernd die Botschaft vermittelt, dass gerade dieses oder auch jenes Produkt für Dein ultimatives Lebensgefühl erforderlich ist.

Der Überblick geht verloren

Daher kann es leicht passieren, dass wir durch die vielfältigen Zahlungsmöglichkeiten wie Paypal, Ratenzahlung oder Kreditkarte rasch den Überblick über unsere Ausgaben verlieren. Diese Situation erlebte auch ein Studienkollege von mir bei seiner Partnerin Stefanie. Diese überzog ständig ihr Konto, obwohl sie in ihrem Job gutes Geld verdiente und ihre Fixkosten überschaubar waren. Stefanie ist das Geld scheinbar wie Sand durch ihre Finger geronnen, ohne dass sie wirklich wusste, wofür sie ihr Geld ausgegeben hatte.

Lege Dir eine Excel-Liste an

Daraufhin hatte mein Studienkollege die simple wie auch geniale Idee, eine Excel-Liste mit kommentierten Einnahmen- und Ausgaben-Spalten zu erstellen. In diese trug Stefanie fortan sowohl ihr monatliches Einkommen als auch ihre täglichen Einkäufe ein, um so eine Übersicht über ihre Finanzen zu erhalten.

Das Resultat

Die Bewusstmachung der oft winzig kleinen Ausgaben, die in Summe einen beträchtlichen Posten ausmachen können, zeigte bereits nach wenigen Monaten Wirkung. Stefanie bekam ihre Finanzen schnell und effizient in den Griff, insbesondere indem sie auf Spontankäufe verzichtete, die ihr in der Vergangenheit häufig ohnehin keine nachhaltige Freude eingebracht hatten. Stattdessen konnte sie sich nun umso mehr an dem Erwerb von Dingen erfreuen, die sie wirklich schätzte.

Der Bumerang

Einen Haken hatte diese Vorgehensweise jedoch für meinen Studienkollegen: Stefanie geht mittlerweile bewusster mit Geld um als er selbst, und so muss er sich nun gelegentlich die Frage gefallen lassen, wieso er sich schon wieder ein neues Spiel für seine Playstation kaufen möchte. ;-)

Summa summarum ist es einfach wichtig, dass Du Dir Deiner Ausgaben bewusst bist. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie organisierst Du Deine Ausgaben?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Geldengpass? Sei selbstbestimmt

Inspiration für Millennials #23. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie gehst Du mit Deinem Geld um?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, wie Du Dein Defizit als Kraftquelle nutzen kannst. Heute thematisiere ich ein gänzlich anderes Thema, nämlich den Umgang mit Geld.

Schwächen als Stärke

Du kannst viele Schwächen haben - das Vorhandensein an sich ist kein Problem. Die Frage ist für mich einzig und allein, wie Du mit diesen Schwächen umgehst.

Andere Menschen können Dich nämlich gerade aufgrund Deiner Schwächen besonders sympathisch finden - was Du gleichzeitig als Schlüsselfaktor für Deinen persönlichen Erfolg nutzen kannst. Insbesondere in Casting Shows ist dieses Phänomen zu beobachten, wo diverse Exoten gerade wegen ihrer Schwächen vom Publikum gefeiert werden. Ein Beispiel dafür ist der Juror Bruce Darnell, der mit seinen überschwänglichen Gefühlsausbrüchen und Aussagen wie "Man muss ein Diva auf die Laufsteg sein!" insbesondere in Österreich und Deutschland große Bekanntheit erlangte.

Schwäche als Bumerang

Schwächen sind nicht nur menschlich, sie können uns darüber hinaus auch unverwechselbar machen. Jedoch ist bei einer Schwäche äußerste Vorsicht geboten, denn diese kann sich als ein teurer Bumerang erweisen - nämlich dann, wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig bleibt. Dieser Zustand kann während der Ausbildung oder danach schon einmal vorkommen - wird die Geldknappheit jedoch auch bei einem Vollzeitjob zu einem Dauerzustand, gerätst Du leicht in die Abhängigkeit anderer.

Abhängigkeit ist Einschränkung

Wer von anderen abhängig ist, kann in Folge seine Entscheidungen nicht mehr frei treffen. So wirst Du bei einem leeren Bankkonto in Deinem Handlungsspielraum doppelt eingeschränkt, da Du zum einen bei Deiner Bank um Überziehung des Bankkontos bitten musst und darüber hinaus noch kostspielige Überziehungszinsen für Dein nicht vorhandenes Geld an die Bank zu bezahlen hast. Dies verstärkt somit das ursprüngliche Problem noch mehr.

Sei selbstbestimmt

Daher halte ich es für wichtig, dass Du Deine Finanzen im Griff hast, um selbstbestimmt leben zu können. Schließlich möchtest Du selbst entscheiden, welche alltäglichen und vor allem auch besonderen Dinge Du Dir kaufen kannst - unabhängig von der Zustimmung Deines Bankberaters. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wie gehst Du mit Deinem Geld um?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Defizite? Mache das Beste draus

Inspiration für Millennials #22. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wo liegen Deine persönlichen Defizite?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, in welchen Situationen es für Dich geschickt ist, über den Dingen zu stehen. Heute zeige ich Dir, wie Du am besten mit Deinen persönlichen Defiziten umgehen kannst.

Defizite

Ich verstehe unter Defiziten solche Themen, mit denen wir in unserem Leben konfrontiert werden und welche uns dann in weiterer Folge noch intensiv beschäftigen. Dies kann beispielsweise wie bei Hermann Gmeiner, einem österreichischen Pädagogen, der frühe Verlust eines Elternteils sein, denn dieser hat bereits im Alter von fünf Jahren seine Mutter verloren. Das Ereignis muss aber nicht immer so tragisch wie bei Gmeiner sein. Bei anderen von uns kann es die Suche nach dem "richtigen" Job oder nach dem passenden Partner sein, welche uns zeitweilig in unseren Handlungen einschränkt.

Energie wird geraubt

Nach meiner persönlichen Erfahrung bekommt jeder in seinem Leben zumindest zeitweilig "ein Thema", das ihn intensiv beschäftigt. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema raubt in der Regel den Großteil unserer Energie, sodass uns für andere Dinge die Aufmerksamkeit und häufig auch die Kraft fehlen. Dieser Zustand kann bis zur vollkommenen Handlungsunfähigkeit führen.

Das Defizit als Kraftquelle

Daher ist es zentral, sich bewusst des eigenen "Themas" anzunehmen, um in Folge einen angemessenen Umgang mit der jeweiligen Situation finden zu können. So hat Hermann Gmeiner, der die SOS-Kinderdörfer gründete, in späteren Jahren davon gesprochen, dass das Fehlen seiner Mutter zugleich die "Quelle seines Lebenswerks" war. Das bedeutet, dass er trotz all der anfänglichen Trauer dennoch Kraft aus dieser tragischen Situation schöpfen konnte und schließlich vielen Waisenkindern eine Familie - und damit Hoffnung - gab.

Mache das Beste draus

Solltest Du bei Dir ein Defizit spüren, dann ist es in einem ersten Schritt wichtig, dass Du es Dir bewusstmachst und dies mit Vertrauenspersonen besprichst, um die Größe und auch die Bedeutung des Themas verorten zu können. Dabei wird das Ergebnis in vielen Gesprächen sein, dass Dein "Defizit-Thema" zwar im Augenblick auf Dich massive Auswirkungen hat, aber es sich im Vergleich zu Hermann Gmeiner um eine kleine Angelegenheit handelt.

Wesentlich in einem weiteren Schritt ist, dass Du das Thema für Dich annimmst, um nicht durch Selbstmitleid Energie, die Du für die Bewältigung der Situation benötigst, zu verlieren. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Wo liegen Deine persönlichen Defizite?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Talentfrei? Steh über den Dingen

Inspiration für Millennials #21. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Deiner Schwächen kannst Du ignorieren?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, seine Schwächen zu identifizieren und wie Du bereits durch kleine Änderungen in Deinem Arbeitsablauf große Wirkungen erzielen kannst. Heute zeige ich Dir auf, warum Schwächen Dir auch Sicherheit geben können.

Schwächen gehören zum Menschsein

In der Öffentlichkeit werden Schwächen des Einzelnen gerne verschwiegen, um dadurch die Stärken der eigenen Person in den Vordergrund zu rücken. Aber gerade durch diese Vertuschungsmanöver verlieren Menschen an Stärke - denn ein Universalgenie zu sein, wie es vor mehr als 500 Jahren Leonardo da Vinci beispielsweise war, ist in der heutigen Zeit aufgrund der viel komplexeren Wissensstände ohnehin nicht mehr möglich. Schwächen zu haben oder in manchen Bereichen gar talentfrei zu sein, gehört damit zum Menschsein!

Talentfrei

Die Erfahrung in einem bestimmten Bereich, "etwas weniger talentiert" zu sein als manch anderer, habe ich bereits im Volksschulalter gemacht. So durfte ich im Schülerchor nicht mitsingen, da mein Beitrag das Gesamtergebnis erheblich getrübt hätte. Auch daheim habe ich beim Anstimmen der klassischen Weihnachtslieder immer wieder beweisen wollen, dass ich 3-stimmig singen kann: Nämlich laut, falsch und mit Begeisterung - zum Leidwesen meiner Familie.

Ein Geschenk

Das waren bittere Erfahrungen, die ich bereits im jungen Alter machen durfte. Aber meine Erkenntnis, in der Musik scheinbar nicht allzu talentiert zu sein, hatte auch wesentliche Vorzüge: Seit dieser Rückmeldung in der Volksschule weiß ich, dass das melodische Singen eben nicht mein Ding ist. Der dadurch nachlassende Druck und der innere Frieden, den ich dadurch gewann, haben mir in Folge zu mehr Zuversicht in Hinblick auf andere Talente verholfen - und mir damit viele Irrwege und Zeit erspart. Talentfrei in bestimmten Belangen zu sein kann somit ein Geschenk sein, und beim Singen der Weihnachtslieder singe ich nun stattdessen einfach Playback. ;-)

Steh über den Dingen

Daher ist es wichtig, dass Du in Deinen talentfreien Bereichen über den Dingen stehst. Schließlich sollst Du mit einer Leichtigkeit durchs Leben gehen und nicht immerzu nur um Deine Schwächen bangen. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welche Deiner Schwächen kannst Du ignorieren?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Schwächen? Organisiere Dich

Inspiration für Millennials #20. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Schwächen schmälern Deinen Erfolg?

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Nachdem ich in der vergangenen Woche aufgezeigt habe, wie Dich Schwächen sympathisch machen können, widme ich mich in dieser Woche der Bedeutung von Schwächenidentifikation und Selbstorganisation. 

Das Terminchaos

Maria hat geschrieben, dass sie lange über ihre Stärken und Schwächen nachgedacht hat und zu dem Ergebnis gekommen ist, dass sie die ihr gestellten Aufgaben am Arbeitsplatz in der Regel außerordentlich gut erfüllt. Leider hat sie in diesem Zusammenhang jedoch Schwierigkeiten, dabei einen zeitlich angemessenen Rahmen zu wahren und ihre Termine dahingehend zu strukturieren. So kommt es oft vor, dass sie aufgrund ihres Perfektionsanspruchs zu viel Zeit benötigt, die dann wiederrum an anderer Stelle fehlt.

Stärke versus Schwäche

Durch die Bewusstmachung ihrer Stärken und Schwächen hat Maria bereits eine große Leistung vollbracht, da sie die Konsequenzen ihres Tuns in einer konkreten Tätigkeit benennen kann. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen ist es essenziell, die eigenen Handlungen aktiv zu reflektieren: Was mache ich in Bezug auf meine Tätigkeit besonders gut? Setze ich (vielleicht unbewusst) gewisse Handlungen, die meine Stärken im Gesamtergebnis schmälern?

Analysiere Dein Ergebnis

Im konkreten Fall von Maria hilft ein Bonmot wie "Stärke Deine Stärken" auch nicht weiter. Sie benötigt viel mehr eine Analyse ihrer Tätigkeiten, um zu wissen, an welcher Stelle die konkreten Probleme entstehen. Denn nur so können die direkten Stellschrauben für Deinen Erfolg identifiziert und die Ursachen Deiner bisherigen Misserfolge eliminiert werden.

Organisiere Dich

Nach der Analyse ist es zentral, dass Du die richtigen Schlüsse aus Deinen Erkenntnissen ziehst und entsprechende Taten folgen lässt. Bei Maria kann es beispielsweise geschickt sein, dass sie in einem ersten Schritt ihre Arbeiten in einer Liste niederschreibt, um darauf aufbauend bewerten zu können, welche dieser Arbeiten einen hohen Perfektionsgrad erfordern. Diese gekennzeichneten Tätigkeiten kann sie anschließend mit höchster Sorgfalt - wie von ihr gewohnt - bearbeiten, die übrigen, nicht markierten Aufgaben, werden mit einer Portion Pragmatismus erledigt, wodurch sie in weiterer Folge Zeit einsparen kann.

Es ist keine Schande, Schwächen zu haben. Wichtig ist nur, dass Du sie kennst, sie für Dich annimmst und versuchst, bestmöglich damit umzugehen. Das können schon kleine Änderungen im Arbeitsablauf sein, die große Wirkungen hervorrufen.

Daher frage ich Dich dieses Mal: "Welche Schwächen schmälern Deinen Erfolg?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Die Inspiration für Millennials #21 gibt es am 9. November!

Sympathisch? Lache über Deine Schwächen

Inspiration für Millennials #19. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Über welche Deiner Schwächen kannst Du von Herzen lachen?

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In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, wie Du die zentralen Stellenschrauben im Umgang mit Deinen Schwächen erkennst und so selbstwirksamer wirst. Heute zeige ich Dir auf, warum Dich Deine Schwächen sympathisch machen.

Wie wirke ich?

Ich habe zuletzt im Zuge eines Workshops gemeinsam mit Studierenden ihre jeweiligen Stärken und Schwächen erarbeitet. Daher weiß ich, welch einen hohen Stellenwert die gesellschaftliche Anerkennung auch bei dieser Personengruppe hat. Zentral ist dabei für junge und auch etwas reifere Menschen, wie sie auf andere wirken.

Die Anpassung

Grundlegend für unser Verhalten ist in der Regel unsere Peer-Group, in der wir uns bewegen. Wir orientieren uns am Verhalten der für uns maßgeblichen Personen, indem wir uns ähnlich kleiden oder auch die gleichen Smartphones kaufen. Das ist ein ganz natürlicher Prozess, da der Mensch als soziales Wesen immerzu danach strebt, ein fixes Mitglied einer Gruppe zu sein.

Lache über Deine Schwächen

Sich stetig anzupassen ist aber in einer Welt, in der die Individualität in den Vordergrund rückt, gar nicht en vogue. Daher sollte nicht nur Deine Peer-Group als Maßstab Deiner Handlungen dienen, sondern auch Deine ganz individuelle Persönlichkeit. Dazu solltest Du auch Deine vermeintlichen Schwächen annehmen und locker mit diesen umgehen - denn niemand ist perfekt, auch wenn dies viele schillernde Persönlichkeiten manchmal vorzugeben scheinen. Die wahrscheinlich größte Kunst ist, wenn Du schließlich über Deine eigenen Schwächen lachen kannst - denn ein wenig Selbstironie hat noch nie jemanden geschadet!

Sympathisch sein

Sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und über sich selbst lachen zu können, macht Dich sympathisch! Das ist auch eine zentrale Erkenntnis, die die Teilnehmer meiner Workshops resümieren, wenn sie die Persönlichkeit ihrer Kollegen analysieren.

Und sie haben recht, denn Lachen lockert nahezu jede Situation auf und bringt damit eine erfrischende Leichtigkeit sowohl in private als auch berufliche Situationen. Diesen Umstand kannst Du für Dich nutzen, weil sich doch schließlich jeder gern mit sympathischen Menschen umgibt, oder?

Daher frage ich dich dieses Mal: "Über welche Deiner Schwächen kannst Du von Herzen lachen?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Unsicher? Baue Vertrauen auf

Inspiration für Millennials #18. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wem vertraust du deine Schwächen an?

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In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, wie wichtig ein authentischer Umgang mit deinen Schwächen ist. Denn dadurch kommst du in Gesprächen glaubwürdiger rüber und steigerst somit deine Selbstwirksamkeit. Authentizität allein reicht jedoch oft nicht aus - in der Praxis musst du dann beweisen, dass dir deine Schwächen nicht im Wege stehen.

Kummer um den Beistrich

Eine ehemalige Kollegin hat mir anvertraut, dass sie beim Schreiben immer wieder verunsichert ist, an welcher Stelle Beistriche zu setzen sind. Egal, ob der Ursprung dafür in einer damalig inkompetenten Lehrperson oder mangelndem Interesse für den Unterricht lag - wobei beides laut eigener Angabe möglich sei - ist und bleibt die Beistrichsetzung ein leidiges Thema, was sie noch heute daran hindert, Freude am Schreibprozess zu entwickeln.

Schwäche als Hemmnis

Doch diese kleine Schwäche ist nicht, was diese Person ausmacht. Ich kenne die junge Frau schon seit einigen Jahren und weiß nur zu gut, dass sie über ein enorm fundiertes Wissen im betriebswirtschaftlichen Bereich verfügt, mit dem sie so manchen in den Schatten stellen könnte - wenn sie es doch nur täte! Doch leider haben sie ihre kleinen Schwächen, wie zum Beispiel ihre Unsicherheiten in der Interpunktion, schon von Beginn ihrer Berufskarriere gehemmt und ihr in entscheidenden Situationen immense Chancen verbaut.

Überwinde deine Schwächen

Die korrekte Beistrichsetzung ist ein durchaus überschaubares Problem, das durch den Besuch eines entsprechenden Kurses oder eine andere Person, die die Ausarbeitungen korrekturliest, leicht behoben werden kann. Damit ist diese Unsicherheit nichts, was dem beruflichen Erfolg im Wege stehen sollte.

Dein Wissen musst du jedoch in jedem Fall selbst zur Anwendung bringen und dabei zeigen, welch ein Potenzial in dir steckt! Dann wirst du auch sehen, egal was deine persönliche Schwäche zu sein scheint, dass diese nicht die Macht über dein eigentliches Können und deinen Erfolg ergreifen muss - sofern du lernst, diese vermeintlichen Schwächen auf deine eigene Art und Weise in den Griff zu bekommen.

Baue Vertrauen auf

Die Basis dafür ist, über deine Schwächen zu sprechen. Suche dir dazu eine dir nahestehende Person, der du vertraust und mit der du offen über deine Unsicherheiten reden kannst. Andere Personen haben ohnehin zumeist einen viel rationaleren Blick auf das Ganze, wodurch ihr im Gespräch erörtern könnt, wo deine wirklichen Schwächen liegen und welche Unsicherheiten vielleicht doch gar nicht so schwerwiegend sind.

Daher frage ich dich dieses Mal: "Wem vertraust du deine Schwächen an?"

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich auf ein Mail unter gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Schwächen? Bleib authentisch

Inspiration für Millennials #17. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was sind Deine Schwächen?

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In den vergangenen Monaten habe ich darüber geschrieben, wie wichtig Interessen und Stärken für Dein persönliches Wachstum sind. Doch auch die Kenntnis Deiner Schwächen kann extrem wertvoll für Dich als Person sein, wie ich Dir in Folge aufzeige.

Schwächen

In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, insbesondere in der Politik und in Unternehmen, werden Schwächen tabuisiert. Daher ist es in der Regel unüblich, dass wir von Politikern, Vorgesetzten oder auch Lehrern etwas über ihre jeweiligen Schwächen zu hören bekommen.

Zu perfektionistisch

Eine logische Konsequenz dieser Rahmenbedingungen ist, dass auch junge Menschen vorgeben, über keinerlei Schwächen zu verfügen. Dieses Phänomen habe ich auch während einiger Interviews im Zuge des Aufnahmeverfahrens zum Master-Management beobachtet: Auf die Frage, was wohl die Schwächen des jeweiligen Bewerbers seien, wurde regelmäßig mit der Standardphrase "Ich bin sehr perfektionistisch" geantwortet.

Unglaubwürdigkeit

Eine wirkliche Schwäche weist demnach nahezu keiner der Bewerber auf - sofern man diesen Aussagen Glauben schenken mag. Doch ist es plausibel, dass all diese jungen Menschen bereits auf dem Zenit ihrer Persönlichkeitsentwicklung angekommen sind? Wohl kaum! Daher muss ich mir in der Rolle des Interviewers daraufhin die Frage stellen, was wohl wirklich für ein Mensch hinter dieser vermeintlich perfekt inszenierten Fassade steckt.

Bleib authentisch!

Viel wichtiger, als das Bild des "perfekten" Bewerbers abzugeben, ist, dass Du ein stimmiges Bild beim Gegenüber von Dir erzeugst. So hat mir beispielsweise ein Bewerber über dessen andauernde Nervosität bei Präsentationen erzählt, die ihn schon viele schlaflose Nächte bereitet hat. Man könnte meinen, dass ihm das Entblößen seiner Achillessehne nun Nachteile gebracht hätte - das Gegenteil war jedoch der Fall. Der junge Mann kam mit seiner Aussage authentisch rüber, was ihn in weiterer Folge umso sympathischer machte.

Herrlich unperfekt

Authentisches Verhalten und vielleicht auch ein humoristisch-selbstkritischer Blick auf die eigene Person können Dir bei Deinem Gesprächspartner Türen öffnen. Verzichte daher einfach darauf, Deine Schwächen umständlich zu verbergen - in der Regel haben Lügen doch ohnehin kurze Beine. Nutze die dadurch eingesparte Energie lieber dazu, Deine Stärken in konkreten Leistungen darzubieten! Und schließlich bedeutet ein authentischer Umgang mit den eigenen Schwächen ja noch lange nicht, dass Du Deinem künftigen Chef von Deinen Ausschweifungen am Wochenende berichten musst. ;-)

Nimm Dich Deiner Schwächen an

Wichtig ist, dass Du Deine Schwächen kennst und diese auch anhand eines konkreten Beispiels beschreiben kannst. Daher frage ich Dich dieses Mal: "Was sind Deine Schwächen?"

Schreibe Dir Deine Schwäche als Memo in Dein Handy, nutze dazu die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail an gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Angst? Überwinde dich dennoch

Inspiration für Millennials #16. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Über welche Unsicherheit möchtest du hinauswachsen?

In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, ein "böses Mädchen" zu sein. Denn böse Mädchen halten sich nicht zurück und sind eher bereit, neues Terrain zu betreten. Doch was machst du, wenn deine Unsicherheit größer ist als dein Mut?

Angst?

In manchen Situationen ängstlich zu sein, ist zutiefst menschlich. Doch im Vergleich zu früheren Zeit brauchen wir uns beispielsweise nicht mehr vor wilden Tieren zu fürchten. Die Flucht zu ergreifen und an Messeständen, die uns interessieren, vorbeizugehen, ist somit keine angemessene Lösung. Dennoch kann es passieren, dass die Unsicherheit den Mut zu Handeln übersteigt und man sich dadurch wichtige Chancen entgehen lässt.

Nimm Dich Deiner Unsicherheiten an

Daher ist es wichtig, dir deiner Unsicherheit und auch deiner Ängste bewusst zu werden. Lasse diese Gefühle zu! Auch andere Menschen, selbst Profis auf ihrem Gebiet, kennen dieses Gefühl nur allzu gut.

So hat mir erst vorige Woche eine Kollegin, die einen Lehrpreis nach dem anderen erhält und damit wirklich "eine Große" ihres Faches ist, erzählt, dass sie jedes Mal auf das Neue nervös ist, wenn im Hörsaal ein neues Publikum auf sie wartet.

Ich finde, dieses Gefühl belegt ihre Wertschätzung den jungen Menschen gegenüber - schließlich möchte sie ihre Sache ganz offensichtlich gut machen. Daher halte ich es für wichtig, das Gefühl der Unsicherheit anzunehmen und es als eine Art Indikator zu betrachten, der dir anzeigt: "Das ist eine wichtige Situation für mich".

Eins, zwei, drei - Los geht’s!

Es ist somit für die Entwicklung deiner Person von enormer Bedeutung, auch in unsichere Situationen, die für dich von Wert sind, hineinzugehen. Verwende dazu die "Eins, zwei, drei - Los geht’s!" - Technik: Du zählst bis drei und startest dann unmittelbar mit der Handlung! Wenn du nämlich länger als drei Sekunden wartest, werden dir wieder dutzend Gegenargumente in den Sinn kommen, die dich davon überzeugen werden, dass jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt für die Ausführung deiner Handlung gekommen ist.e eigenen Ängste zu überwinden ist in jedem Fall lohnend! Du vergrößerst nämlich durch neue Erfahrungen deinen Handlungsspielraum und gewinnst an Selbstbewusstsein. Und so kann es durchaus passieren, dass du einen Moment des Glücks und des Stolzes darüber empfinden wirst, dass du es geschafft hast, eine vor dir ungeliebte Situation zu bewältigen.

Daher frage ich dich dieses Mal: Über welche Unsicherheit möchtest du hinauswachsen?

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich über dein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Zurückhaltung? Eröffne Dir Chancen

Inspiration für Millennials #15. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: In welche Situation, wo Du unsicher bist, gehst Du hinein?

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In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es für Erfolgserlebnisse ist, zu handeln. Dafür ist vor allem die Eigeninitiative elementar, wodurch du Dir selbst neue Chancen eröffnen kannst.

Zurückhaltung?

Ich bin bei meinen Veranstaltungen stets schon eine halbe Stunde früher vor Ort, um mich auf die Örtlichkeit einzustellen. In dieser Zeit kommen häufig Teilnehmer zu mir, um sich mit mir über die bevorstehenden Inhalte zu unterhalten - sie nützen aktiv die Chance, mich und die Themen besser kennenzulernen. Zur gleichen Zeit passiert es aber auch, dass sich vor der Tür eine Menschentraube bildet, um "offiziell" eingelassen zu werden.

Böse Mädchen kommen überall hin

Von ähnlichen Erfahrungen berichten mir auch Unternehmensvertreter, die auf Messeständen arbeiten. Sie beobachten regelmäßig junge Menschen, die sich offensichtlich für ein Unternehmen interessieren, aber dennoch am jeweiligen Messestand vorbeigehen. Auf der anderen Seite ergreifen jedoch viele die Möglichkeit, sich live vor Ort mit den Produkten, potenziellen Auslandseinsätzen und den generellen Karrierechancen vertraut zu machen. Meine Frau verwendet für diese unterschiedlichen Verhaltensweisen die Redewendung: "Böse Mädchen kommen überall hin, brave Mädchen nirgends".

Eröffne dir Chancen

Die Unternehmen positionieren und schmücken sich auf Messen, um für die künftigen Bewerber attraktiv zu sein. Der entscheidende Schritt wird jedoch von Dir gefordert: Gehe daher auf die Unternehmen aktiv zu und tausche Dich mit ihnen aus! Gelegenheit dazu gibt es ausreichend, wie beispielsweise auf der Carrer Calling am 23. Oktober.

Die Möglichkeiten aktiv zu werden, sind also durchaus vorhanden. Damit liegt es nun an Dir selbst, diese Chancen als "böses" Mädchen auch wahrzunehmen.

Schritt für Schritt

Wenn Du zu Beginn der Veranstaltung nicht gleich den Mut aufbringst, einen Unternehmensrepräsentanten anzusprechen, dann gehe auf dem Messegelände zunächst eine kleine Runde. Orientiere Dich, um die für Dich interessanten Unternehmen herauszufiltern und gegebenenfalls bei der nächsten Runde bereits erste Fragen zu stellen. Und Du wirst sehen: Mit jeder Frage und jedem neuen Unternehmen wächst Du Schritt für Schritt.

Daher frage ich Dich dieses Mal: In welche Situation, wo Du unsicher bist, gehst Du hinein?

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich über Dein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Handeln? Starte los

Inspiration für Millennials #14. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: In welcher Situation war dein schnelles Handeln schon mal gefordert?

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Vor der Sommerpause habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, sich auszuprobieren. Dies ist für dich eine spannende Möglichkeit, um mehr über deine Stärken und Schwächen zu erfahren. Darüber hinaus möchte ich dir in der heutigen Kolumne näherbringen, dass es in vielen Situationen von Vorteil sein kann, einfach zu Handeln.

Die Bedeutung des Handelns

Der verstorbene deutsche Altkanzler Helmut Schmidt war auch im hohen Lebensalter noch ein gern gesehener Gast in Talkshows. Seinen Kultstatus erlangte er unter anderem dadurch, dass er auch noch im voranschreitenden Alter vor laufender Kamera rauchte - und das zu einer Zeit als das Rauchen im öffentlichen Raum längst verpönt war.

Zur Legende wurde er jedoch durch seine geistesgegenwärtige Tat am 17. Februar 1962. Zum damaligen Zeitpunkt ordnete er als Hamburger Innensenator im Alleingang den Hilfseinsatz der deutschen Bundeswehr bei der verheerenden Sturmflut an. Durch sein entschlossenes Handeln konnte er schlimmere Folgen als "315 Tote" verhindern.

Agieren ohne "17 Besprechungen"

Das Bemerkenswerte an Helmut Schmidts Tat war sein Handeln, ohne sich in 17 Sitzungen über die herannahende Katastrophe zu beraten. Das ist für mich insbesondere in der heutigen Zeit einzigartig, da wir unser Handeln viel zu oft durch Gespräche mit Kollegen, Freunden oder Eltern langwierig abwägen. Doch zu viel Rat kann auch zu einer völligen Handlungsohnmacht führen, anstatt mutige und richtungsweisende Entscheidungen voranzutreiben; vielversprechende Chancen bleiben somit ungenutzt.

Starte los

Ja, auch bei Helmut Schmidt hätte der Schuss nach hinten losgehen können. Doch er hat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und siehe da: Es ist gut gegangen! Ich möchte daher auch Dich dazu ermutigen, in entsprechenden Situationen das Schicksal aktiv in die Hand zu nehmen und zeitnah zu handeln. Du musst ja schließlich nicht gleich die deutsche Bundeswehr herbeiordern. ;-)

Daher frage ich Dich dieses Mal: In welcher Situation war Dein schnelles Handeln schon mal gefordert?

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich über dein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Orientierungsschwierigkeiten? Wege entstehen beim Gehen

Inspiration für Millennials #13. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wo probierst Du Dich aus?

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In den letzten Monaten habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist seine Stärken zu kennen und diese zu entwickeln. Denn die Stärken können der Booster für Dein persönliches Wachstum sein.

Zugleich habe ich auf meine Kolumnen immer wieder die Rückmeldung erhalten, dass die Ortung der eigenen Stärken vielen Lesern noch immer Schwierigkeiten bereitet. Daher stelle ich Dir heute eine Möglichkeit vor, wie Du Deine Interessen entdecken kannst - denn nur wer über den eigenen Tellerrand hinausblickt, kann neue Leidenschaften entwickeln.

Probiere Dich aus

Wichtig für das Finden Deiner Interessen ist, dass Du nicht aufhörst, Dich immer wieder auszuprobieren. Dabei kann das Sammeln neuer Erfahrungen in einem Praktikum, auf Reisen oder beispielsweise auch durch das Erlernen einer neuen Sportart erfolgen. Das tatsächliche Tun ist dabei grundlegend, da Du erst durch das selbstständige Gehen noch unbekannter Wege mehr über Deine Vorlieben, aber auch Deine Abneigungen erfährst. Beides ist gleich wertvoll, da es Dir Rückmeldung über Deine möglichen Stärken und Schwächen gibt.

Orientierung entsteht

Solltest Du bei Deinen Handlungen Neugierde für ein bestimmtes Themengebiet entdecken, dann betrachte das als großes Geschenk! Denn nun hast Du ein Thema, mit dem Du Dich weiter auseinandersetzen kannst - und wer weiß, vielleicht erwächst daraus ja Deine neue Leidenschaft!?

Es kann natürlich aber auch jederzeit das Gegenteil eintreten. Du könntest zum Beispiel im Laufe Deines Praktikums feststellen, dass die zuvor präferierte Arbeitsstelle doch nicht Deinen Vorstellungen entspricht. Es wäre auch denkbar, dass Du mit Ende Zwanzig feststellst, dass Du vielleicht doch schon zu alt für den Skatepark bist 😊. Nimm jedoch auch diese Erfahrungen als eine Bereicherung wahr, denn sie verhelfen Dir zu einem Schritt hin zu mehr Orientierung in Deinem Leben. Zu wissen, was Dir keine Freude bereitet, zeugt nämlich auch von Stärke!

Wege entstehen beim Gehen

Die bevorstehende Ferienzeit ist eine gute Möglichkeit, um diesbezüglich neue Erfahrungen zu sammeln. Wie wäre es zum Beispiel mit einem fachfremden Praktikum oder einer spontanen Radtour quer durch Österreich? Du könntest auch endlich den Sprachkurs belegen, über den Du schon so lange nachdenkst. Wichtig ist nur - probiere Dich aus. Und da die Wege bekanntlich beim Gehen entstehen, frage ich Dich für die kommenden Sommermonate: Wo probierst Du Dich aus?

Auch ich werde die nächsten Monate dazu verwenden, um mit neuer Energie und Kreativität in das kommende Studienjahr gehen zu können. Solltest Du aber in der Zwischenzeit Fragen oder Anregungen haben, dann freue ich mich über Dein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Die Inspiration für Millennials #14 gibt es am 14. September!

Unzufrieden? Rufe Deine Erfolge ab

Inspiration für Millennials #12. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie oft nutzt Du Dein Erfolgsbuch?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, dass wir die kleinen Fortschritte viel zu wenig registrieren und die Folge davon ein geringer Selbstwert sein kann. Daher ist es wesentlich sich die Erfolge aufzuschreiben, um sie durch die Dokumentation auch noch Jahre später abrufen zu können.

Die Anfangseuphorie

Wenn Du Dir nun ein Erfolgsbuch anlegst, dann ist der erste wichtige Schritt getan, um Deine Zufriedenheit zu erhöhen. Möglicherweise stellt sich sogar ein Glücksgefühl ein. Das ist wunderbar, denn eines hat bereits Hermann Hesse festgestellt: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne".

Die Rückschläge

Die Anfangseuphorie kann aber rasch verfliegen. Damit bestimmen wieder die täglichen Gewohnheiten Dein Leben und diese sehen in der Regel das Führen eines Erfolgsbuchs nicht vor. Daher gewinnen die alten Gewohnheiten erneut die Oberhand und Dein Erfolgsbuch verwaist zunehmend. Dieses Verhalten ist zutiefst menschlich, jedoch hat es zur Konsequenz, dass Deine kleinen Erfolge in Vergessenheit geraten. Das wirkt sich wiederum negativ auf die Entwicklung Deines Selbstwerts und auch Deine Zufriedenheit aus.

Die Erfolge

Für die dauerhafte Änderung des Verhaltens ist damit der Aufbau einer neuen Gewohnheit erforderlich. Das gelingt am besten dadurch, indem Du Dir über mindestens drei Wochen lang ein paar Minuten Zeit nimmst, um den Tag zu reflektieren und Dir so die erfreulichen Momente ins Bewusstsein zu holen. Am besten machst Du das vor dem Schlafengehen, damit Du die schönen Momente in Deine Träume mitnimmst. Solltest Du aber vor dem Einschlafen etwas anderes Nettes erleben, dann verschiebe die Sichtbarmachung Deiner kleinen Erfolge auf morgen - nicht aber auf übermorgen. ;-)

Daher frage ich Dich dieses Mal: Wie oft nutzt Du Dein Erfolgsbuch?

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich über Dein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Selbstwert? Verankere Deine Erfolge

Inspiration für Millennials #11. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie führst Du Dein Erfolgsbuch?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, dass wir Erfolge tendenziell unserem Verhalten zuschreiben. Und das ist gut so, da durch diese Art der Ursachenzuschreibung unser Selbstwert gestärkt wird. Das Kurzresümee ist somit: Erfolge sind wichtig! Daher bringe ich Dir heute eine Möglichkeit näher, wie Du noch mehr Erfolge in Deinem Gedächtnis verankern kannst.

Kleine Schritte als Basis des Erfolgsbewusstseins

Jeder Einzelne von uns hat in seinem Leben bereits eine Vielzahl an erfolgreichen Schritten gesetzt. Dazu gehören einerseits die vielen Lernerfolge im Kindesalter, wie das Gehen, Reden, Schreiben oder Lesen, aber auch die identitätsbildenden im Erwachsenenalter, wo wir beispielsweise ein für uns interessantes Thema entdecken. Wichtig dabei ist, die vielen kleinen Erfolgsschritte zu erkennen - denn diese können Dein Erfolgsbewusstsein boosten.

Wie wichtig ist Dir Dein Selbstwert?

Leider ist es aber so, dass wir über unsere kleinen Fortschritte viel zu wenig berichten können. Denn diese gelangen entweder gar nicht in unser Bewusstsein oder wir vergessen sie viel zu rasch wieder. Beides erscheint menschlich, ist jedoch für die Stärkung unseres Selbstwerts nicht förderlich und räumt auf diesem Weg etwaigen Selbstzweifeln Platz ein, was es auf jeden Fall zu vermeiden gilt!

Daher sollten wir uns am geschriebenen Wort orientieren. Dieses hat nämlich im Vergleich zum menschlichen Gehirn den Vorteil, dass es durch die Dokumentation nicht vergessen werden kann.

Verankere Deine Erfolge

Wenn Dir nun die Erhöhung Deines Selbstwerts wichtig ist, dann nutze die Schriftform als Methode des "Nicht Vergessens" und lege Dir ein Erfolgsbuch zu. Notiere darin Deine täglichen Erfolge wie die positive Rückmeldung auf Deine letzte Seminararbeit, das erstmalige Festhalten an Deiner eigenen Meinung während einer Gruppendiskussion oder auch das Erfolgserlebnis, dass Deine Spaghetti Bolognese beim letzten Kochversuch schon fast so wie bei Mama geschmeckt haben. Wichtig ist, dass Du Deine Erfolge in Dein Bewusstsein holst und somit sichtbar machst. Daher frage ich Dich dieses Mal: Wie führst Du Dein Erfolgsbuch?

Schreibe Dir Deine Erfolge als Memo in Dein Handy oder lege Dir im Retro-Style ein Erfolgstagebuch an. Am geschicktesten ist es, wenn Du das täglich machst, denn dadurch kannst Du Dich auf Erfolg programmieren.

Bei Fragen oder Anregungen freue ich mich über Dein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Erfolge! Meine Person als Basis meiner Ergebnisse

Inspiration für Millennials #10. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wer steuert Dein Leben?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, wie wichtig die Übernahme der Eigenverantwortung für Dein Leben ist. Daher ist es zentral, dass Du Dich um die Identifizierung und Entwicklung Deiner Stärken kümmerst - denn andere können das nicht für Dich tun! Heute gehe ich noch einen Schritt weiter und bringe Dir den Ort der Handlungssteuerung näher.

Wer macht Deine Erfolge?

Dein Leben ist zurzeit ein kompletter Selbstläufer: Du punktest beim anderen Geschlecht und auch die letzten Prüfungen laufen aus Deiner Sicht hervorragend. Mit gehobenem Haupt erzählst du Deinen Freunden von Deinen Fortschritten und Erfolgen. Auch Deinen Eltern berichtest Du, wie wunderbar Du mit Deinem Studium vorankommst. Man kann zurecht behaupten: Läuft bei Dir!

Wer ist für Deine Niederlagen zuständig?

Doch dieser Erfolgslauf in den Clubs und im Studium ist nach nur kurzer Zeit vorüber. Insbesondere beim Studium ist die Welt für Dich aus den Fugen geraten, Du bist bereits zum zweiten Mal an der für Dich so wichtigen Prüfung gescheitert. Und das obwohl Du bei dem Examen, aber auch schon in der Vorbereitungsphase, alles gegeben hast! Für Dich wird recht schnell offensichtlich, wer der Grund für den Fetzen sein muss: Der Prüfer, der an diesem Morgen scheinbar mit dem falschen Fuß aufgestanden ist!

Wer ist für Deine Ergebnisse verantwortlich?

Wir alle neigen dazu, dass wir Erfolge eher unserem eigenen Verhalten zuordnen, während wir etwaige Misserfolge häufig anderen zuschreiben. Dabei handelt es sich um ein zutiefst menschliches Verhalten, da wir uns selbst auch bei Schatten gerne in der Sonne stehen sehen. Und dieses Verhalten hat im Augenblick des Geschehens einen zentralen Vorteil: Es ist für unsere gegenwärtige Psyche wohltuend und nimmt uns ein Stück Last von unseren Schultern - wenngleich wir auch aufpassen müssen, dass wir nicht voreilig die negativen Aspekte unseres Lebens ausschließlich auf andere projizieren.

Ich halte es daher für die Gestaltung Deines Lebens für besonders wichtig, dass auch Du den Ort Deiner Handlungssteuerung kennst. Daher frage ich Dich dieses Mal: Wo liegen die Ursachen für Deine Erfolge und wo liegen die Ursachen für Deine Niederlagen?

Besonders geschickt ist, wenn Du konkrete Beispiele findest, wo Deine Erfolge, aber auch Niederlagen sichtbar geworden sind. Beantworte dabei auch die Frage, wer dafür zuständig war. Und wie immer gilt, mache Deine Leistungen sichtbar! Tausche Dich mit vertrauten Personen aus, nutze die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Beispiele für Stärken? Frage Deine Peer Group

Inspiration für Millennials #9. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was sagen die anderen über Dich?

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In den vergangenen Monaten habe ich darüber geschrieben, wie wichtig Stärken für Deinen Selbstwert und Deine weitere Entwicklung sind. Daher habe ich Dir Möglichkeiten präsentiert, wie Du Deine Stärken identifizieren kannst. Dazu habe ich Dir unter anderem erste Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der sozialen Kompetenzen nähergebracht, die für das Berufsleben von grundlegender Bedeutung sind. Dabei hatten alle bisherigen Kolumnen gemein, dass Du es bist, der sich seiner Stärken bewusstwerden und diese weiterentwickeln soll.

Wer lebt Dein Leben?

Ich habe mit der vermutlich schwierigsten Aufgabe begonnen, da ich nicht andere Personen, sondern Deine Handlungen in den Mittelpunkt der Analyse gestellt habe. Deshalb habe ich Dich auch von Woche zu Woche gefragt, wo Deine Stärken liegen und wie Du Deine bereits gesammelten Kompetenzen sichtbar machst.

Mit diesen Fragen habe ich Dir das zentrale Prinzip der Eigenverantwortung nähergebracht, denn Du alleine bist für Dein Leben zuständig. In dem Wort Verantwortung steckt nicht nur durch Zufall das Wort "Antwort" drinnen. Hiermit will ich Dir verdeutlichen, dass nur Du Dein Leben verantworten kannst; so habe ich Dir das beispielsweise bei der Identifizierung Deiner Stärken aufgezeigt. Denn bei all den Ereignissen, die in Deinem Leben passieren, ist stets nur eine Konstante gegeben - und das bist Du als beteiligte und schließlich handelnde Person. Damit obliegt Dir natürlich auch die alleinige Entscheidungsgewalt, wie Du Dein Leben gestaltest.

Erkenne Deine Stärken durch andere

Die Selbstverantwortung für Dein Leben zu übernehmen bedeutet aber noch lange nicht, dass Du Dir nicht von Deiner sogenannten Peer-Group Unterstützung holen darfst. Darunter verstehe ich Vertraute Deines engeren Kreises, die Dich gut kennen und sowohl über Deine Stärken als auch über Deine eher unangenehmen Angewohnheiten Bescheid wissen. Weiters muss eine gewisse Vertrauensbasis vorhanden sein, aufgrund derer es möglich ist, über das Sein und Tun des anderen in einer respektvollen Art und Weise zu reflektieren.

Dabei kann ganz unterschiedlich sein, wer Teil dieser Peer-Group ist: Das können Deine Freunde sein, aber zum Beispiel auch Deine Eltern. Es sind Menschen, die Dich jedenfalls gut kennen und Dich so schätzen wie Du bist. Genau diese vertrauten Personen solltest Du in jedem Fall in Deine Entwicklung miteinbeziehen. Denn sie kennen Dich oft schon seit Deiner Kindheit und können relativ zuverlässige Aussagen über Deine Stärken, aber auch Schwächen tätigen. Daher appelliere ich an Dich: Frage Deine Peer-Group, wie sie Dich wahrnimmt und was Du ihrer Meinung nach besonders gut kannst.

Vertrauten vertrauen

Ich persönlich halte es im Zuge dessen für geschickt, wenn Du Deine Vertrauten darum bittest, Dir eine schriftliche Rückmeldung zu geben. Bitte sie dabei auch um ein Beispiel, welches die jeweilige Stärke sichtbar werden lässt. Dadurch wird Dein Verhalten gleich in eine konkrete Situation eingeordnet und für Dich werden Deine Vorzüge leichter nachvollziehbar.

Auch ich habe vor Jahren zwei meiner besten Freunde um Rückmeldung zu meinen Stärken ersucht. Um Schriftform habe ich deshalb gebeten, weil ich mir dadurch eine tiefergehende Reflexion seitens meiner Freunde erwartet habe und sie dadurch im Gegensatz zu einem spontanen Gespräch keinerlei "Schnellschüsse" abgeben konnten. Leider habe ich über mehrere Tage keine Rückmeldung erhalten, worüber ich zuerst etwas enttäuscht war.

Heute weiß ich aber, warum ich einige Zeit auf eine Antwort gewartet habe. Auch meine Peer-Group, mit der ich immerzu viel Zeit verbringe, musste erst ein paar Tage über meine Stärken nachdenken, um sie schriftlich auf den Punkt bringen zu können. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, wo es uns doch selbst auch häufig sehr schwer fällt, die eigenen Stärken zu formulieren ...

Konkret und auf den Punkt gebracht

Dafür ist die schriftliche Rückmeldung von damals, auch wenn ich etwas auf sie habe warten müssen, noch heute grundlegend für das immer wiederkehrende Stärken meiner persönlichen Stärken. Denn dadurch werde ich immer wieder daran erinnert, dass ich beispielsweise über Vergleiche aus dem Sportbereich auch diverse Sachverhalte im Berufsleben gut veranschaulichen und auf den Punkt bringen kann; und diese Fähigkeit ist in meinem Job als Universitätslehrer von grundlegender Bedeutung! Daher frage ich Dich dieses Mal: Welche Stärken hast Du aus Sicht Deiner Peer-Group?

Und wie immer gilt, mache Deine Leistungen sichtbar! Tausche Dich mit vertrauten Personen aus, nutze die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Was treibt Dich an? Erfahre durch Dein Hobby mehr über Dich

Inspiration für Millennials #8. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Bei welchem Hobby hast Du Freude?

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In der letzten Kolumne habe ich darüber geschrieben, wie durch Interaktion mit anderen Sozialkompetenz aufgebaut wird. Besonders wertvoll für den Aufbau dieser sozialen Kompetenzen sind dabei die Erfahrungen, die Du im Austausch mit Personen aus verschiedenen Alters- und auch Sozialschichten machen kannst. Denn in Situationen, in denen Du mit unterschiedlichsten Menschen konfrontiert bist, verbesserst Du auch die Fähigkeit, Dich angemessen in der jeweiligen Situation zu verhalten.

Aber nicht alle Fähig- und Fertigkeiten müssen in der Gemeinschaft entwickelt werden. Viele junge Menschen haben oft Selbstzweifel, weil sie in ihrer Freizeit gerne allein ihren Hobbys nachgehen, wie zum Beispiel dem Laufen. Neben dem Studium oder der Arbeit bleibt häufig nur wenig Zeit für Freizeitaktivitäten, erst recht für solche, die durch ein Gruppengefüge ein gewisses Commitment erfordern. Dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb liest man in den Medien und in diversen Jobportalen regelmäßig, dass Absolventen mit sozialem Engagement deutlich bessere Chancen im Bewerbungsprozess haben.

Richtig oder falsch?

Ich selbst bin der Ansicht, dass soziales Engagement in einem Lebenslauf als ein Pluspunkt wahrgenommen werden kann. So könnte dies ein durchaus wichtiger Baustein für Deine künftige Karriere sein. Dennoch glaube ich, dass das Engagement in einem bestimmten Bereich lediglich aus "Lebenslaufgründen" nicht zielführend ist, da Du in diesem Fall Deinen persönlichen Lebensweg verlässt. Damit vergibst Du in weiterer Folge eine zentrale Chance, Deine Persönlichkeit im Hinblick auf Deine eigentlichen Interessen zu entwickeln.

Daher halte ich es für deutlich wichtiger, dass Du in Deiner Freizeit die Tätigkeiten ausübst, die Dir wirklich Freude bereiten. Dabei ist es egal, ob Du laufen gehst, bei einem Mannschaftssport partizipierst, karitativ tätig bist oder musizierst. Wichtig ist lediglich, dass Du Dich engagierst und dabei auch Interesse zeigst.

Kompetenzaufbau durch Freizeitaktivität

Der Grund dafür ist, dass sich in uns Menschen eine Vielfalt an individuellen Kompetenzen wiederspiegelt. Um jedoch die eigenen Facetten besser kennenzulernen, solltest Du in Deiner freien Zeit einer für Dich sinnstiftenden Sache nachgehen. Und dabei wirst Du schnell sehen: Wenn Du Dein Hobby gerne ausübst, dann erfolgt der Kompetenzaufbau ganz automatisch. Das ist das Schöne am spielerischen Lernen - Du lernst, ohne dass Du Dir dessen bewusst bist.

Im nächsten Schritt solltest Du Dir darüber hinaus bewusst machen, welche Fähigkeiten Du Dir bereits durch Dein Hobby angeeignet hast. Das kann die Ausdauer durch das Laufen sein, da Du Dir im wahrsten Sinn des Wortes Kondition antrainierst. Es kann sich aber auch um das Ausleben der eigenen Kreativität drehen, indem Du zum Beispiel immer wieder alte Songs neu interpretierst. Es ist aber auch möglich, dass Du Deiner Stimme im Zuge Deines Engagements bei einer NGO Gehör verschaffst, um für Deine persönlichen Überzeugungen einzutreten.

Die Ausübung Deines Hobbys ist daher eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Deine Persönlichkeit zu formen und zu stärken. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, wo und wie das geschieht. Wichtig ist lediglich, dass Du Freude daran hast. Daher frage ich Dich dieses Mal: Bei welchem Hobby hast Du Freude und was lernst Du dabei?

Und wie immer gilt, mache Deine Leistungen sichtbar! Tausche Dich mit vertrauten Personen aus, nutze die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Sozial kompetent? Lerne durch Interaktion mehr über Dein Gegenüber

Inspiration für Millennials #7. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Über welche sozialen Kompetenzen verfügst Du?

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In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, wie Leadershipkompetenzen bereits in jungem Alter sichtbar werden. Dabei wollte ich Dir gerne mitgeben, dass Du bereits als Millennial andere Menschen zu einem Ziel hinführen kannst. Der Aufbau dieser Kompetenz kann beispielsweise als Schilehrer oder über Dein Engagement bei den Pfadfindern erfolgen.

Dazu hat mir unter anderem Lukas geschrieben. Er arbeitet ehrenamtlich als Mentor bei Sindbad, wo er einen Jugendlichen aus einer Neuen Mittelschule unterstützt, um ihm den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Das ist aber nur eine der vielen tollen Geschichten, die ich von meinen Lesern zu hören bekomme.

Am meisten freut es mich, dass bereits so viele Millennials an ihrer Führungskompetenz feilen. Denn Menschen müssen in einem späteren Lebensstadium oft viel mehr Energie und auch Geld investieren, um ähnliche Führungskompetenzen zu erwerben.

Eng damit verwoben ist eine gelungene Gestaltung der Interaktion mit anderen. Dies gehört gerade im Berufsleben zu den Königsdisziplinen, ist aber auch für den Umgang mit Menschen in privaten Beziehungen enorm hilfreich. Daher gehe ich in der heutigen Kolumne noch einen Schritt weiter und zeige Dir auf, wie und wodurch Du diese Sozialkompetenz erwerben kannst.

Richtig oder falsch?

Die gelebte Sozialkompetenz ist in einem Unternehmen das Um und Auf für gute Führung. Davon hat mir auch Anette Klinger erzählt, die 2019 als WU Managerin des Jahres ausgezeichnet wurde und als Geschäftsführerin von IFN über 3.600 Mitarbeiter beschäftigt. Sie hat nämlich auf die Frage, was die wichtigste Fähigkeit in ihrem Job ist, geantwortet: Die Sozialkompetenz!

Frau Klinger trifft damit den Punkt, denn die Sozialkompetenz ist für die Führung der zentrale Baustein. Das haben auch bereits die Klassiker der deutschsprachigen Managementliteratur, wie zum Beispiel Wolfgang H. Staehle (1980), festgehalten. Das ist das eine.

Das andere aber ist, dass die Sozialkompetenz deutlich schwieriger zu erlernen ist als die Fachkompetenz. So gilt, dass Du eine Anwendungssoftware wie eine App in kurzer Zeit erlernen kannst, aber für den Aufbau von Sozialkompetenz jahrelange Übung in verschiedensten Situationen benötigst.

Erlerne die Interaktion

In meinen Seminaren ist ein fixer Bestandteil, dass ich mit den Millennials über ihre Ferienjobs diskutiere. Dabei stellen die Studierenden oft die Frage, ob Nebenjobs, wie zum Beispiel die Tätigkeit als Kellner, für sie von Wert sind und daher auch in ihrem Lebenslauf berücksichtigt werden sollten.

Darauf kann ich nur antworten: "Ja, unbedingt!"

Kellner zu sein ist ein enorm herausfordernder Beruf. Du bist mit netten, zuvorkommenden Menschen genauso wie mit misslaunigen Personen konfrontiert. So kann es schon einmal passieren, dass Du unschuldig zum Handkuss kommst und Dein Fett abbekommst.

Dazu kommt der Stress während der Stoßzeiten, wo alle Gäste möglichst rasch bedient werden wollen und Du trotzdem mit einem Lächeln oder vielleicht sogar mit einem Augenzwinkern die angespannte Situation entschärfen kannst. Aus all diesen genannten Gründen kann die Tätigkeit als Kellner für Dich eine gute Lebensschule in Bezug auf soziale Kompetenzen sein.

Das habe auch ich in einer griechischen Kleinstadt am Peloponnes erfahren, als ich nach der Matura zwei Monate in einer Taverne gearbeitet habe. Denn auch wenn Menschen im Urlaub sind, möchten sie nicht lange auf ihre Bedienung warten oder es machen sich gar Zwistigkeiten in der Familie breit, die auch das Servicepersonal zu spüren bekommt.

Die Auseinandersetzung mit vielfältigen Charakteren ist daher eine gute Möglichkeit, um Deine Sozialkompetenz zu stärken. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob das im Service eines Restaurants, in einem Handwerksbetrieb oder in einem Handballverein geschieht. Wichtig ist lediglich, dass Du Dich darin übst. Daher frage ich Dich dieses Mal: Bei welchen Tätigkeiten konntest Du bereits soziale Kompetenz aufbauen?

Und wie immer gilt, mache Deine Leistungen sichtbar! Tausche Dich mit vertrauten Personen aus, nutze die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Kompetenzen? In meinem Alter!?

Inspiration für Millennials #6. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Über welche Kompetenzen verfügst Du?

© Pixabay

In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, wie Du Deine Stärken anhand von Indikatoren erkennen kannst. Das kann für Dich selbst ein wichtiges Instrumentarium sein, da Personen in Deinem Umfeld viel zu wenig darin geschult sind, Dir auch eine Rückmeldung über Deine Vorzüge zu geben.

In der heutigen Kolumne gehe ich noch einen Schritt weiter und zeige Dir eine Möglichkeit auf, wie Du Dir Fähigkeiten bewusstmachen kannst, die bereits in der Gegenwart, aber vor allem in Deinem späteren Berufsleben von hoher Bedeutung sind.

Richtig oder falsch?

Menschen in den 20-iger Jahren, die sich noch in der Ausbildung befinden, können über keine Führungskompetenz verfügen - das ist die landläufige Meinung, die von Lehrern, aber auch von Leadership-Experten vertreten wird. Denn junge Menschen befinden sich demnach im Stadium des noch nicht Seins.

Das ist der Status-quo so wie ich ihn kennengelernt habe. Doch damit gebe ich mich nicht zufrieden. Daher gehe ich in meinen Seminaren ein Stück weiter und frage meine Millennials: Wer von Euch verfügt über Führungs- bzw. moderner ausgedrückt über Leadershipkompetenzen?

Das ist für 20-Jährige eine wirklich schwierige Frage. Denn wer soll bereits über derartige Fähigkeiten verfügen, wenn er sich noch nicht darin üben konnte. Trotzdem stelle ich den jungen Menschen die Frage: Wer von Euch verfügt über Leadershipqualitäten?

Häufig erhalte ich keine Antwort, aber manchmal passiert es, dass sich doch ein oder zwei Hände heben. So ist es auch vor ein paar Monaten passiert. Da hat Christoph aufgezeigt und über seine Erfahrungen berichtet.

Eigne Dir Kompetenzen an!

Christoph hat davon erzählt, dass er mit seiner Familie in Zell am See wohnt und zum Studium nach Wien gekommen ist. In den Weihnachts- und auch in den Semesterferien ist er Skilehrer für Kinder. Dabei ist es, so erzählt er weiter, gar nicht so einfach, alle Kinder auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. Denn die Kinder haben nicht nur zeitweilig auseinandergehende Interessen. Während das eine Kind weint, weil es zu Papa möchte, muss das zweite Kind einmal und das dritte Kind möchte endlich Skifahren, was aber wiederum das vierte Kind partout nicht will ...

Daraufhin haben alle Anwesenden Christoph seine Leadershipkompetenz bescheinigt und bei einigen von ihnen war regelrecht ein Aha-Effekt zu beobachten. So hat mir Jasmin anschließend über ihre Gruppe bei den Pfadfindern erzählt und Paul hat über seine Erfahrungen als Segellehrer zum Besten gegeben.

Das sind ganz tolle Geschichten, die ich zu hören bekomme! Und ich finde diese Erfahrungen für Deine persönliche Entwicklung enorm förderlich. Denn in jungen Jahren verfügst Du über ein enormes Entwicklungspotenzial! Und auch für Dein Umfeld ist es noch leichter möglich, Dich in deinen Potenzialen zu fördern.

Davon kann auch ich berichten. Ich habe in meinen 20-iger Jahren eine Fahrschule gegründet und in Folge bis zu 20 Menschen geführt. Und ich kann Dir sagen, dass das für mich in Bezug auf Führungskompetenz die wichtigste Lebensschule war. Denn später war ich in hierarchischen Unternehmen beschäftigt, wo ähnlich wie beim Schnapsen gilt, dass der Obere den Unteren sticht. Anhand dieses Beispiels wird ersichtlich, dass die Aneignung eines optimalen Führungsverhaltens in späteren Berufsjahren nur mehr schwer möglich ist.

Ich weiß, dass nicht alle in einem Wintersportgebiet aufgewachsen sind und auch nicht alle bei den Pfadfindern oder Ähnlichem aktiv sein können. Wenn das bei Dir dennoch der Fall war, dann berichte mir gerne von Deinen Erfahrungen. Wenn nicht, dann denke darüber nach, ob es potenzielle Bereiche gibt, wo Du Kompetenzen im Umgang mit Menschen aufbauen kannst. Daher frage ich dieses Mal: Bei welchen Tätigkeiten kannst Du Kompetenzen erwerben?

Und wie immer gilt, mache Deine Leistungen sichtbar! Tausche Dich mit vertrauten Personen aus, nutze die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Stärken? Ja, aber ich weiß nicht welche!

Inspiration für Millennials #5. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie Du Deine Stärken erkennen kannst?

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In den letzten Wochen habe ich über die Bedeutung der Stärken für das berufliche Vorankommen und für die Erhöhung des Selbstwerts geschrieben. Beides ist für die persönliche Entwicklung elementar, da gilt, wenn man sich selbst mehr zutraut, wird auch eine berufliche Beförderung umso wahrscheinlicher.

Ich spreche in diesem Zusammenhang von einem sich selbst verstärkenden Kreislauf, da sich durch die Stärkung der eigenen Persönlichkeit die Chancen im Hinblick auf den Beruf, aber auch im Privaten erhöhen. Das bedeutet in einem Satz: Du wirst in allen Lebensbereichen attraktiver!

Das geht damit einher, dass Dir dadurch mehr neue Möglichkeiten geboten werden, was zu einer Steigerung des Selbstvertrauens führt. Daraus ergibt sich der von mir zuvor angesprochene sich selbst verstärkende Kreislauf.

Stärken als unbekanntes Terrain auf der Persönlichkeitslandkarte

Dennoch haben viele Menschen Schwierigkeiten damit, in diesem Kreislauf Fuß zu fassen - denn dazu müssten sie zuerst wissen, wo eigentlich ihre Stärken liegen. Von diesem Problem berichten mir einige Leser dieser Kolumne. Diese schreiben mir, dass sie nicht wissen, wie sie ihre Stärken erkennen können.

Das stimmt mich sehr nachdenklich, da wir viele Jahre durch Schulen, Unternehmen, aber auch durch Sport- und Musikvereine geprägt wurden und wir trotzdem viel zu wenig über uns als Menschsein erfahren haben. Dennoch spiegelt das die Realität wider, da wir im jungen Erwachsenenalter leider viel zu wenig über unsere Stärken wissen. Das ist eine Gegebenheit, die sich bis ins höhere Alter fortsetzen kann.

Der Grund dafür ist, dass sich die Stärken relativ ruhig äußern. Damit sind sie für uns, aber auch für andere schwer wahrnehmbar. Da sie uns nicht bewusst sind, können sie damit auf unserer Persönlichkeitslandkarte als unbekanntes Terrain bezeichnet werden.

Nutze Indikatoren, um Deine Stärken zu erkennen

Auch ich habe meine Stärken jahrzehntelang nicht gekannt. Ich habe sogar geglaubt, dass ich mich um die Schwächen im Leben kümmern muss, um persönliche Zufriedenheit zu erlangen. Heute weiß ich, dass diese Herangehensweise nicht funktioniert.

Vielmehr ist es wichtig, die Situationen zu erkennen, wo das Leben fließt. Daher ist es geschickt, sich an offensichtlichen Hinweisen zu orientieren, die ein Erkennen der Stärken ermöglichen. Ich habe beispielsweise lange nicht gewusst, warum mich mein Trainer bereits mit acht Jahren zum Kapitän der Fußballmannschaft ernannt hat oder warum mir beim Trainee-Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs von den Kollegen stets die Moderatorenrolle aufgedrängt wurde.

Heute weiß ich, dass es nicht daran lag, dass niemand die Arbeit übernehmen wollte. Es lag viel eher daran, dass ich ein Team gut führen kann und weil mir das Endergebnis wichtig ist. Dazu musste ich über 40 Jahre werden, um das zu erkennen - und auch zu verstehen, dass dies der Grund ist, warum ich gegenwärtig das Fach Personal, Führung, Organisation an der WU für über 2.000 Studierende jährlich leiten darf.

Daher ist es mir wichtig, dass Du bereits in jüngeren Jahren mehr über Dich als Person weißt. Somit frage ich Dich dieses Mal: Bei welchen Tätigkeiten erkennst Du Deine Stärken?

Mache Deine Stärke sichtbar und tausche Dich mit vertrauten Personen aus, nutze die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Selbstkritisch? Ja, aber keine falsche Bescheidenheit!

Inspiration für Millennials #4. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie inszenierst Du Dich?

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In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, dass sich Männer und Frauen oft recht unterschiedlich präsentieren. Männer neigen eher dazu, ihre Stärken in den Vordergrund zu stellen, wohingegen Frauen sich tendenziell öfter für misslungene Dinge zu rechtfertigen versuchen. Auf die jeweiligen Stärken und auch Schwächen zu fokussieren, hat aber unmittelbare Konsequenzen auf das berufliche Vorankommen. Das ist die Schlussfolgerung der Kolumne #3, auf die ich bestätigende Rückmeldungen von Frauen erhalten habe. Daher ist mir in einem nächsten Schritt wichtig, Gestaltungsmaßnahmen zu beschreiben, die es noch mehr Personen ermöglichen, ihre Stärken sichtbar zu machen.

Richtig oder falsch?

Eine selbstkritische Haltung ist grundsätzlich positiv, um sich als Person und auch die eigene Leistung zu verbessern. Doch hat die Selbstkritik ihre Grenze erreicht, wenn es um eine positive Präsenz im Unternehmen geht. Daher ist es wesentlich, sich vor allem mit den eigenen Stärken zu präsentieren.

Das ist heute wichtiger denn je, da wir in einer Inszenierungsgesellschaft leben, wo jeder einzelne von uns über deutlich mehr Möglichkeiten verfügt, auf sich aufmerksam zu machen. Auch wenn bei dem Dargebotenen nicht immer alles geschickt ist und vieles als "too much" oder als zu destruktiv eingeordnet werden kann, so ist es doch wesentlich zu erkennen, dass die Demonstration der eigenen Person für das berufliche Vorankommen wichtig ist. Daher ist die zentrale Frage, die sich daraus ergibt, inwiefern eine berufliche Inszenierung geschickt ist bzw. sich als unvorteilhaft entwickeln kann.

Wie inszenierst Du Dich?

Nach meiner Erfahrung ist im beruflichen Kontext keine allzu "schrille" Inszenierung erforderlich. Es bedarf dazu lediglich der kleineren Kunst der adäquaten Selbstpräsentation, um auf sich und seine Leistungen aufmerksam zu machen. Darunter verstehe ich aber keinesfalls den Klatsch und Tratsch über andere Personen in den Pausen, um gehört zu werden. In diesem Kontext ist das Gegenteil der Fall und die Zurückhaltung eine große Tugend. Der Grund dafür ist, dass durch eine übermäßige Quatscherei zu häufig Negatives verbreitet wird und dadurch für Lösungen kein Raum mehr gegeben ist.

Eine geschickte Form der Selbstpräsentation ist beispielsweise durch eine aktive Sitzungsbeteiligung möglich. Dabei soll das Credo sein: Bereite Dich vor und leiste Deinen Beitrag. Eine andere Möglichkeit, um auf sich aufmerksam zu machen, bieten die Gespräche mit Deinem Vorgesetzten, wo Du durch Deine fachliche Kompetenz punkten kannst.

Wesentlich in diesem Zusammenhang ist, dass Du wirklich etwas zu sagen hast und Du Deine Kompetenzen langfristig unter Beweis stellen kannst. Dabei ist es egal, ob es Deine Fragen im Gespräch mit anderen sind, ob Du mit Deinen Kommentaren eine positive Aufmerksamkeit erzeugst oder ob es Deine Analysefähigkeit ist, mit der Du Inhalte auf den Punkt bringst. Wichtig ist jedenfalls, dass Deine Leistungen und damit Deine Person sichtbar werden.

Und da die Präsentation der eigenen Person gegenwärtig von so hoher Bedeutung ist, frage ich Dich dieses Mal: Wie inszenierst Du Dich?

Solltest Du noch über zu wenig Erfahrungen im Berufsleben verfügen, dann überlege, wo und wie Du bereits in Deiner Ausbildung mit Deinem Verhalten punktest. Rede mit vertrauten Personen über diese Kompetenz, um sie weiter zu stärken oder schreibe mir ein Mail: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Karriere? Tue Gutes und rede darüber

Inspiration für Millennials #3. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Welche Arbeiten erledigst Du gut?

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In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, dass das Reden über die eigenen Stärken in jedem Alter zu mehr Selbstsicherheit im Leben führen kann. Und losgelöst von Selbstzweifeln die eigenen Stärken kennenzulernen und zu l(i)eben, ist bereits eine immense Errungenschaft.

Überdies hat ein Verhalten, das die persönlichen Stärken zum Ausdruck bringt, zur Folge, dass man auch im beruflichen Kontext von Kollegen oder dem Vorgesetzten anders wahrgenommen wird. Daher beschreibe ich in dieser Kolumne, wie sich das Verhalten von Menschen auf ihren Job auswirken kann.

Dazu hat mir Sophie, die Bereichsleiterin einer großen österreichischen Bank, vor kurzem erzählt, dass sie bei Mitarbeitergesprächen regelmäßig große Unterschiede zwischen Männern und Frauen feststellt. Sie meint, dass Männer und Frauen sich bezüglich ihrer Stärken und Schwächen oft recht unterschiedlich präsentieren. Zur Veranschaulichung dieses Phänomens werde ich mich in Folge der Metapher des Pfauenkleids bedienen.

Welche Feder wählst Du?

Sophie hat die Ansicht gewonnen, dass es scheinbar für Männer leichter ist, sich von ihrer sogenannten Schokoladenseite zu präsentieren. Bei ihnen steht meist ihre Arbeit, die sie bereits vorzüglich erbracht haben, im Mittelpunkt des Gesprächs. Sie berichten mit Freude und auch Stolz darüber, wie ihnen beispielsweise die tolle Leistung bei der Einführung der neuen Software gelungen ist. Anhand dessen wird deutlich, dass Männer dazu neigen, die schönste Feder ihres Pfauenkleids zu beschreiben, indem sie ihre Stärken in den Vordergrund rücken.

Ganz anders sind Sophies Erfahrungen, wenn sie von ihren Mitarbeitergesprächen mit weiblichen Kollegen erzählt. Frauen, die in mehreren Projekten eine ausgezeichnete Arbeit geleistet haben und in nur einem Aufgabengebiet mäßig erfolgreich waren, berichten in erster Linie von ihren negativen Ergebnissen. Sie betonen damit die misslungene Arbeit. Sophie zieht daraus die ernüchternde Schlussfolgerung, dass aus diesem Umstand heraus das Pfauenkleid der Frauen häufig nicht in einem derartigen Glanz erstrahlen kann wie das bei den Männern der Fall zu sein scheint.

Mache Deine bisherige Leistung sichtbar!

Das jeweils beobachtbare Verhalten, egal ob es sich um Frauen oder Männer handelt, hat jedoch weitreichende Folgen: Personen mit guten Arbeitsleistungen werden mit Prämien oder auch einer Beförderung belohnt. Mitarbeiter, die ähnlich gut arbeiten, aber immer wieder auf ihre Fehler hinweisen, lassen dadurch ihre guten Taten in den Hintergrund treten. Daher kommen sie auch deutlich seltener in den Genuss von Beförderungen und Gehaltserhöhungen. Das ist auch das Ergebnis, zu dem Sophie kommt: "Personen, die während des Gesprächs vor allem ihre Fehler hervorheben, werden nicht honoriert. Wie auch!? Wenn die Person über sich schlecht redet, dann kann diese auch vom Unternehmen keine Belohnungen erwarten".

Daher ist es insbesondere für Dich als Frau, aber natürlich auch als Mann für Deinen beruflichen Erfolg wichtig, dass Du über Deine guten Arbeiten reden kannst. Das Motto lautet damit: Tue Gutes und rede darüber. Daher frage ich Dich dieses Mal: Welche Arbeiten erledigst Du gut?

Solltest Du noch über zu wenig Erfahrungen im Berufsleben verfügen, dann berichte Deinen Freunden beispielsweise von äußerst gut gelungenen Tätigkeiten während der Ausbildung. Alternativ dazu kannst Du die Kommentarfunktion weiter unten nutzen oder mir ein Mail an die folgende Adresse schreiben: gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Die Inspiration für Millennials #4 gibt es am 27. April!

Selbstsicher? Stärke Deine Stärken

Inspiration für Millennials #2. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Wie redest Du über Deine Stärken?

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In der vorigen Woche habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es ist, sich der eigenen Stärken bewusst zu werden, um Selbstvertrauen und Selbstwert aufzubauen. Daher habe ich die letzte Kolumne auch mit der Frage: "Was kannst DU gut?" geschlossen.

Die Resonanz darauf war für mich überwältigend. Ich erhielt von vielen Millennials, aber auch älteren Generationen gleichermaßen die Rückmeldung, dass die Bewusstmachung und Fokussierung von Stärken eine sehr zentrale Rolle in ihrem Leben spielen. Viele von ihnen haben aber laut eigener Aussagen noch keinen geeigneten Weg dazu gefunden. Zu diesem Thema hat mir unter anderem Regina geschrieben: "Auch wenn ich als Jahrgang 1974 kein Millennial mehr bin, so sind meine Stärken ein großes Thema für mich. Damit angemessen umzugehen, fällt mir oft schwer."

An Reginas Zitat lässt sich leicht erkennen, dass nicht nur die Generation der Millennials Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Stärken hat, sondern auch vorige Generationen. Dies verdeutlicht umso mehr, dass das Stärken eigener Stärken in jedem Lebensalter von grundlegender Bedeutung ist.

Richtig oder falsch?

Die Selbstsicherheit zu erhöhen, ist ein Prozess, der nur Schritt für Schritt passieren kann. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass Du zuerst Deine eigenen Stärken identifizierst. So weit, so gut, könnte man denken. Ein weiterer, elementarer Schritt ist jedoch, auch darüber sprechen zu können. Das klingt zunächst recht einfach, ist es aber leider nicht! Der Grund dafür liegt darin, dass unser Verhalten über Jahrzehnte darin geschult wurde, unsere Schwächen sichtbar zu machen - nicht aber unsere Stärken.

Ich möchte Dir erneut an meiner Beispielstudentin Lisa zeigen, dass es nicht immer miteinander einhergeht, sich die eigenen Stärken bewusst zu machen und darüber auch zu sprechen. Eine Woche nach unserer letzten Einheit präsentierte Lisa erneut, diesmal über die zentralen Herausforderungen, mit denen Unternehmen im Printbereich gegenwärtig konfrontiert werden. Am Ende der Präsentation fragte ich Lisa wie in der vorherigen Woche: "Was hast Du gemacht?" Lisa wusste nun bereits, dass Stärken wichtig sind. Daher versuchte sie auch zaghaft in wenigen Sätzen darzulegen, dass ihre Sprache gut verständlich sei. So weit, so gut, dachte ich mir. Dann setzte Lisa jedoch erneut an und begann mit einer nie geahnten Selbstsicherheit wieder darüber zu reden, was ihr denn alles nicht so sehr liegen würde. Daraufhin fragte ich: "Lisa, was war nochmal meine Frage?" Sie dachte nach, schließlich flüsterte ihr eine Kollegin ins Ohr, dass sie doch über ihre Stärken reden solle ...

Rede über Deine Stärken!

Leider ist die Situation, die ich soeben geschildert habe, die absolute Normalität! Egal, ob ich Lisa, Christopher oder Selina frage, sie haben eines gemein: Bei der Frage nach ihren Stärken werden sie nachdenklich und nur zögerlich kommt eine Antwort. Bei ihren Schwächen zeigen sie hingegen eine nahezu unumstößliche Selbstsicherheit. Das ist sehr bedauerlich, wie ich finde. Denn ist ein Mensch nicht viel mehr, als nur das, was er nicht kann?

Daher frage ich Dich dieses Mal: Wie und mit wem redest Du über Deine Stärken?

Bitte zeige an dieser Stelle keine falsche Bescheidenheit und sprich mit Deinen Freunden über Deine Stärken, nutze alternativ dazu die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail an gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.

Unsicher? Mach Dir die eigenen Stärken bewusst

Inspiration für Millennials #1. Mit Young Science-Botschafter Gerhard Furtmüller die eigene Persönlichkeit entwickeln. Diesmal: Was kannst Du gut?

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Ich arbeite an der Wirtschaftsuniversität Wien, wo ich Programmverantwortlicher für den Bereich Personal, Führung, Organisation bin. Die meisten der Studierenden sind momentan um die Jahrtausendwende geboren, weshalb diese auch als "Millennials" bezeichnet werden.

Der zentrale Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Entwicklung junger Persönlichkeiten. Grundlegend dafür sind die individuellen Stärken und Schwächen, die uns Menschen erst zu dem machen, was wir wirklich sind - nämlich Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten.

In dieser Kolumne werde ich mich zuerst gezielt mit den Stärken und später auch mit den Schwächen auseinandersetzen. Mit ihnen angemessen umzugehen, ist grundlegend für Dich als Individuum. Damit möchte ich Dir einige Impulse liefern, die Dir auf dem Weg hin zu einer bewussten Persönlichkeitsentwicklung helfen sollen.

Richtig oder falsch?

In meinen Seminaren ist es mir ein wesentliches Anliegen, dass die Studenten selbst aktiv werden. Dazu gehören unter anderem Präsentationen, die sie selbst erarbeitet haben. Vor zwei Monaten hielt eine Studentin namens Lisa eine Präsentation zum Thema "Soziales Onboarding", die sowohl in Bezug auf die Fachinhalte als auch die Präsentationstechniken exzellent gelungen war. Nachdem sie diese beendet hatte, stellte ich ihr schließlich die Frage: "Lisa, was denkst Du, was Du gut gemacht hast?" Leicht verunsichert antwortete diese: "Ich weiß es nicht." Sie zögerte, dachte kurz nach und formulierte sichtlich nervös die folgende Gegenfrage: "Habe ich leicht etwas falsch gemacht?"

Scheinbar war Lisa in ihrer bisherigen Ausbildungszeit mit einer derartigen Frage nie konfrontiert worden. Es schien ihr Unbehagen zu bereiten, über die eigenen Stärken sprechen zu sollen.

Werde Dir Deiner Stärken bewusst!

Dieser kleine Ausschnitt aus meiner täglichen Arbeit zeigt, dass die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken scheinbar oft vernachlässigt wird. Du solltest jedoch Deine Stärken kennen, da Du nur so dazu in der Lage bist, diese auch weiterzuentwickeln und über Dein jetziges Potenzial hinauszuwachsen. Denn das persönliche Credo sollte stets sein: Stärke Deine Stärken!

Dazu ist in einem ersten Schritt wesentlich, sich der eigenen Stärken bewusst zu werden. Dies stärkt nämlich nicht nur den Selbstwert und das Selbstvertrauen, sondern vermindert zugleich auch die lästigen Selbstzweifel. Das Vertrauen in Dich selbst und das Wissen um Deine Stärken sind daher die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung Deiner persönlichen Ziele.

Daher frage ich auch Dich: "Was kannst DU gut?"

Schreibe Dir Deine Stärke als Memo in Dein Handy, nutze dazu die Kommentarfunktion weiter unten oder schreibe mir ein Mail an gerhard.furtmueller.presse@wu.ac.at.